Baden-Württemberg

Zahl der ausländischen Einwohner 2013 auf Höchststand

Ende 2013 lebten in Baden-Württemberg so viele Ausländer wie seit 20 Jahren nicht mehr. Laut Statistischem Landesamt kamen die meisten Neueinwanderer aus Ländern der Europäischen Union. Ein Minus wurde lediglich bei türkischen Staatsbürgern verzeichnet.

Donnerstag, 20.03.2014, 8:28 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 24.03.2014, 23:41 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Zum Jahresende 2013 lebten über 1,3 Millionen Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Südwesten. Damit erreichte die Zahl der ausländischen Mitbürger im Land einen historischen Höchststand.

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Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg nach Auswertung des Ausländerzentralregisters des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge mitteilt, war der Zuwachs der Zahl der ausländischen Einwohner im Südwesten mit einem Plus von 62.500 Personen (+5,0 Prozent) so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr.

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Neueinwanderer meist EU-Bürger
Die höhere Zahl an ausländischen Einwohnern ging fast ausschließlich auf den Zuwachs an Personen aus den EU-Staaten zurück. 2013 besaßen insgesamt 661.000 und damit die Hälfte aller im Südwesten wohnenden ausländischen Einwohner die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union (EU). Das waren 125.600 Personen bzw. 23,5 Prozent mehr als im Jahr 2012.

Maßgeblich beeinflusst wurde dieser hohe Anstieg durch den EU‑Beitritt Kroatiens im Juli 2013 (+ 76.300 Personen). Darüber hinaus war der zahlenmäßig stärkste Zuwachs bei Personen aus Rumänien mit 11.800 bzw. 24,2 Prozent zu beobachten. An zweiter und dritter Stelle folgten Polen (+8.500 Personen bzw. +15,0 Prozent) und Ungarn (+7.600 Personen bzw. 31,7 Prozent). Alle drei Staaten zählen zu der Gruppe der 12 Mitgliedstaaten, die im Rahmen der Osterweiterung in den Jahren 2004 und 2007 der EU beitraten.

Weniger Türken
Daneben nahm in Folge der Staatsschuldenkrise im Euroraum auch die Zahl der Personen aus den davon besonders betroffenen Mittelmeerstaaten zu. Allen voran waren dies Personen aus Italien (+5.300 Personen bzw. +3,2 Prozent), Griechenland (+3.700 Personen bzw. +5,2 Prozent) und Spanien (+2.200 Personen bzw. +10,8 Prozent).

Dagegen gab es unter den Nicht‑EU-Staaten bei den türkischen Staatsangehörigen (269.500 Personen), der seit Jahrzehnten stärksten Nationalitätengruppe im Land, einen Rückgang um fast 4.600 Personen (−1,7 Prozent). (etb)

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