Deutsche Presse

19.11.2013 – Doppelpass, Türkei, Moschee, Migranten, Rassismus, Integration

Behörden lassen Flüchtlinge alt aussehen; Fremdenfeindlichkeit: Besorgnis über rechte Hetze; Moschee-Gegner bedrohen Thomaspfarrer Christian Wolff!; Streit um die doppelte Staatsbürgerschaft; Verfahren gegen Bischof eingestellt; Immer mehr Syrer fliehen in die Türkei; Spiel mit dem Doppel-Pass

Von Dienstag, 19.11.2013, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 19.11.2013, 11:30 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

Die Themen des Tages sind:

Es ist einer der größten Streitpunkte zwischen Union und SPD. Vor allem einer, an dessen Ende es eigentlich nur Schwarz oder Weiß gibt. Besonders Kinder mit türkischen Eltern sind von der deutschen Doppelpass-

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Die doppelte Staatsbürgerschaft für alle Ausländer wird zum zentralen Konfliktthema der Koalitionsverhandlungen. Politiker der Union weisen die Forderung von SPD-Chef Sigmar Gabriel, der neben dem Mindestlohn von 8,50 Euro den Doppel-Pass beim Parteitag in Leipzig zur Voraussetzung für einen Koalitionsvertrag erklärt hatte, zurück.

14 junge Flüchtlinge, die unbegleitet nach Deutschland gekommen sind, werfen der brandenburgischen Ausländerbehörde vor, sie pauschal für volljährig erklärt zu haben. So spart das Land Kosten – doch den Flüchtlingen droht die Abschiebung

Berlins Frauensenatorin Dilek Kolat (SPD) hat Unternehmen aufgefordert, sich gegen häusliche Gewalt einzusetzen. Betroffenen Mitarbeiterinnen müsse geholfen werden, sagte Kolat.

28 Jahre nach seiner Einreise als Flüchtlingskind nach Deutschland streitet Ahmed Siala weiter um eine Aufenthaltserlaubnis. Der Mann der erst im März nach acht Jahren Zwangsaufenthalt in der Türkei wieder zurückgekehrten Gazale Salame pocht in einem Verfahren.

Zehn Stunden lang hielt Mehmet D. im April den Leiter einer Kindertagesstätte als Geisel gefangen. Nun versucht das Kölner Landgericht, im Prozess gegen den 47-Jährigen die entscheidende Frage zu beantworten: Wie wurde aus dem dreifachen Vater ein Mensch, der einen Kindergarten stürmt?

Die fremdenfeindlichen Aktionen in Schneeberg und Leipzig rufen die großen Parteien auf den Plan. Bundes- und Landespolitiker reagieren mit Besorgnis auf gehäufte Meldungen über fremdenfeindliche Aktionen in Ostdeutschland.

In Potsdam wird die „School of Jewish Theology“ feierlich eröffnet. Das Ringen um akademische Gleichberechtigung der jüdischen Theologie in Deutschland währt fast 200 Jahre. Und auch die aktuelle Gründung hat eine turbulente Vorgeschichte.

Die Begräbnisstätten der Hauptstadt haben zu viel Platz. Wegen Urnenbestattungen und weniger Toten stehen große Flächen leer. Sie werden geschlossen und umgewandelt – auf einigen Arealen wird bereits gebaut.

Es begann mit der öffentlichen Debatte um den Neubau der Moschee in Gohlis. „Vor vier Wochen gab ich mit meiner Kollegin Britta Taddiken eine Erklärung zur Religionsfreiheit ab. Da fing es an“, sagt Wolff, der den Moschee-Neubau ausdrücklich befürwortet.

Er spielte mit Sami Khedira und Kevin-Prince Boateng, er hätte Profi werden können. Doch Burak Karan beendete mit 20 seine Fußball-Karriere. Nun starb er im Bürgerkrieg in Syrien.

Nach wochenlangen Ermittlungen zieht die Hamburger Justiz einen Schlussstrich unter die „Causa“ Franz-Peter Tebartz-van Elst. Der Limburger Bischof sei geständig – und muss nun 20.000 Euro zahlen.

In der ägyptischen Hauptstadt haben am Montagabend mehr als tausend Menschen gegen die Sicherheitskräfte protestiert. Die Demonstranten zogen auf den zentralen Tahrir-Platz. Einige von ihnen kritisierten lautstark Armeechef Abdel Fatah al-Sissi.

In Istanbul leben rund 100 000 Syrer auf öffentlichen Plätzen. Die Türkei ist am Ende ihrer Kapazitäten. Dabei werden wohl noch viel mehr Menschen vor dem Bürgerkrieg ins Nachbarland fliehen.

Integration und Migration

Streit um die doppelte Staatsbürgerschaft

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