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08.11.2013 – Bozdağ, Kopftuch, Türkei, Flüchtlinge, Syrien, Eurovision

Die Themen des Tages sind: Vize-Ministerpräsident Bekir Bozdağ und türkische Kinder im Ausland; Türkisch-Amerikanische Professorin lehrt als Beraterin mit Kopftuch; Immer mehr Flüchtlinge aus Syrien in Türkei und auch in Bulgarien; Auf NANO-Technologie hat Russland große Pläne; Entschuldigung von der Eurovision1

Von BYEGM, TRT Freitag, 08.11.2013, 10:47 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 08.11.2013, 10:47 Uhr Lesedauer: 6 Minuten  |   Drucken

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Vize-Ministerpräsident Bekir Bozdağ und türkische Kinder im Ausland
Man ist in Bezug auf die türkischen Kinder im Ausland, die von Jugendämtern ihren Familien weggenommen wurden. So hat Vize-Ministerpräsident Bekir Bozdağ erklärt. Inzwischen sind in Europa 4.000 Kinder betroffen, man stehe einer ernsthaften Assimilationsgefahr gegenüber. „Mit einer Arbeitsgruppe aus Psychologen und Soziologen wurden in Deutschland und Holland lösungsorientierte Untersuchungen gemacht. Die Probleme, die das Ministerium erreichen, werden natürlich versucht zu lösen, bei bekannten Fällen wird rechtliche und finanzielle Hilfe gegeben, Projekte zum Thema werden unterstützt. Genaue Zahlen liegen nicht vor, aber geschätzt wurden 4.000 junge Menschen ihren Familien weggenommen, “ so Bozdağ.

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Türkisch-Amerikanische Professorin lehrt als Beraterin mit Kopftuch
Im Jahre 1999 war Merve Kavakçı die erste Politikerin, die mit einem Kopftuch das türkische Parlament betrat. Damals wurde Merve Kavakçı als Abgeordnete des türkischen Parlaments aus dem Saal geworfen. Seit Jahren lehrt die Harvard-Absolventin an Amerikas Elite-Universitäten. Anbehalten darf sie dort das Kopftuch. Sie hatte in der Türkei in der Vergangenheit aufgrund ihres Kopftuchs mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Zurzeit ist Kavakçı eine türkisch-amerikanische Lehrkraft an der George Washington University und der Howard University. In den USA ihr hat das Kopftuch bisher keinerlei Nachteil eingebracht. Nun äußert sich Kavakçı zur aktuellen Kopftuch-Debatte in der Türkei. Sie unterstützt die vier AKP-Parlamentarierinnen, die sich zum Tragen des Kopftuchs entschieden haben. Ein großer und positiver Schritt sei das. Auch innerhalb der Judikative muss doch das Kopftuch-Verbot, der türkischen Streitkräfte und der Polizei aufgehoben werden. Die AKP-Regierung sieht die Lockerung des Kopftuchverbots als einen Teil der Normalisierung der politischen Landschaft in der Türkei. Sowohl Volksvertreterinnen mit als auch ohne Kopftuch sitzen in den Reihen der AKP.

Immer mehr Flüchtlinge aus Syrien in Türkei und auch in Bulgarien
Zurzeit gibt es mehr als 600.000 syrische Flüchtlinge in der Türkei. Aber immer mehr Flüchtlinge aus Syrien suchen Zuflucht in Bulgarien. Sie sind aber dort oft nicht willkommen. Viele Einheimische empfinden sie als Bedrohung. Nun errichtet die Regierung einen Zaun an der Grenze zur Türkei. Annähernd 10.000 Menschen haben in den letzten Monaten in Bulgarien Zuflucht gesucht. Nach Angaben kommen Flüchtlinge aus Zentralafrika oder aus dem Mittleren Osten.

Bislang hat die zuständige Flüchtlingsagentur nur etwa 4000 Flüchtlinge in den Aufnahmezentren untergebracht. Aber Bulgarien hebe nicht genug Geld für Nahrungsmittel und medizinische Versorgung. Mit diesen Flüchtlingen fühlt sich Bulgarien überfordert. An der Grenze zur Türkei wird nun ein 37 Kilometer langer und drei Meter hoher Zaun erreicht, um die Zahl der Flüchtlinge, die illegal ins Land kommen, zu verringern. Er soll er am 8. November komplett aufgestellt sein. Es sind überwiegend syrische Flüchtlinge, die über die Grenze zur Türkei in das EU-Land Bulgarien gelangen. Über die bisherige Hilfe für Bulgarien berichtete die EU-Kommissarin Georgieva selbst. Finanzielle Unterstützung sei bislang von der Slowakei, von Slowenien, Ungarn und Österreich geleistet worden.

Auf NANO-Technologie hat Russland große Pläne
Bis zum Jahr 2030 möchte Moskau insgesamt eine Billion Euro in die Forschung und Entwicklung (FuE) der Nano-Technologie-Branche investieren. Der Technologie-Konzern Russian Corporation of Nanotechnologies (RUSNANO) hat dazu zusammen mit dem Gouverneur der Stadt Perm einen regionalen Nano-Technologie-Fonds eingerichtet. RUSNANO soll bis 2020 seinem Wunsch nach privatisiert werden. RUSNANO hat ein aktuelles Investitions-Budget in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar. Strategisch wichtige Industrie- und Technologiezweige in staatlichen Händen zu halten, dafür ist Putin bekannt.

Im unberührten Hinterland Antalyas
Wandern im Taurusgebirge.! Das unberührte Hinterland von Antalya: Eine Traumlandschaft für naturverbundene Wanderer. In Deutschland sind die Reisen in der Türkei auch zurzeit ungebrochen beliebt. Ganzjährig günstiges Wetter sowie billige Preise in Hotels und Wirtschaften ziehen viele zu einem Badeurlaub an die türkische Riviera. Dabei ist die Hafenstadt Antalya eines der beliebtesten Ziele. Mit dem Taurusgebirge liegt ein echter Geheimtipp für Freunde des Wanderns im nahezu unberührten Hinterland von Antalya, während viele Reisende sich mit ein paar faulen Tagen am Strand begnügen. Wie unvergleichlich schön die Landschaft ist, die die Taurus Trails in den Bergen erschließen.

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