Anzeige

Türkische Presse Türkei

07.11.2013 – Nordzypern, HUGO, Migranten, USA, Erdoğan, EU Beitritt Türkei

Die Themen des Tages sind: Protokol mit Saudi Arabien unterschrieben; Davutoğlu: Wir schreiben Geschichte in Zypern; Mehr als 600.000 syrischen Flüchtlinge in der Türkei; 90 Prozent der Türken, die in Deutschland leben, fühlen sich Zuhause; Die in Russland Minderheit verfolgten 80.000 Türken will Obama in die USA holen

Von BYEGM, TRT Donnerstag, 07.11.2013, 11:13 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 07.11.2013, 11:13 Uhr Lesedauer: 7 Minuten  |   Drucken

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Protokol mit Saudi Arabien unterschrieben
Der stellvertretende Ministerpräsident Bekir Bozdağ und der saudische Verkehrsminister Cubare binEid es-Sureysri haben das Protokoll für die gemischte Wirtschaftskommission unterschrieben. Beide Länder kamen für die 11. Sitzung der gemischten Wirtschaftskommission zusammen. Bozdağ sagte dass die Türkei mit Saudi Arabien die geschäftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen aufs höchste Niveau hin tragen wollen. Ziel sei es das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Saudi-Arabien in den nächsten fünf Jahren auf 20 Milliarden Dollar zu steigern. Mit dem Protokoll haben sich außerdem beide Länder geeinigt die Zusammenarbeit in Themen wie Freizonen, Tourismus, Landwirtschaft und Viehzucht auszubauen. ES-Sureysri betonte ebenfalls die Bedeutung der Beziehung mit diesen Worten: „Die gegenseitigen Investitionen bieten beide Ländern wichtige Chancen. Dafür hat Saudi Arabien 400 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt.“

___STEADY_PAYWALL___
Anzeige

Davutoğlu: Wir schreiben Geschichte in Zypern
Der Sonderbeauftragte der türkischen Republik Nordzypern Osman Ertuğ und der Verhandler der Republik Zyperns Andreas Mavrayannis werden Ankara und Athen in den kommenden Tagen besuchen. Dies gab der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu bekannt. Zum ersten Mal nach vielen Jahren werden beide Länder Athen und Ankara offiziellen besuchen. „Wir haben Geschichte geschrieben. Dies ist ein Erfolg des Außenministeriums“, so Davutoğlu.

Mehr als 600.000 syrischen Flüchtlinge in der Türkei
Die Türkei ist ein Nachbarland und ein Hauptziel syrischer Flüchtlinge. Sie betteln in Großstädten wie Istanbul oder verkaufen Wasser am Straßenrand. Dort bleiben möchten sie nicht – zu groß ist die Sehnsucht nach der Heimat. Momentan befinden sich rund 600.000 syrische Flüchtlinge in der Türkei, nach Angaben der türkischen Katastrophenschutzbehörde. Rund ein Drittel von ihnen ist in Flüchtlingslagern untergebracht, zwei Drittel in gemieteten Unterkünften. Schätzungsweise 150.000 syrische Flüchtlinge leben allein in Istanbul.

Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass allein im nächsten Jahr weitere zwei Millionen Syrer das Land verlassen werden. Durch die Flüchtlingsströme entstehen Kosten: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan spricht von rund zwei Milliarden Dollar, die die Türkei für die Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge ausgegeben hat. „Die türkische Regierung tut, was sie kann“, so Halim Yilmaz, Vizepräsident der Menschenrechtsorganisation Mazlumder.

90 Prozent der Türken, die in Deutschland leben, fühlen sich Zuhause
90 Prozent Türken, die in Deutschland leben, fühlen sich hier zuhause. Dies zeigte eine Umfrage. Als Deutsche bezeichnen wollen sie sich aber nicht. Es geht richtig gut hier der überwiegenden Mehrheit der in Deutschland lebenden Türken.

Die vom Berliner Markt- und Meinungsforschungsinstitut Data 4U und Zentrum für Migration und politische Wissenschaften der Hacettepe Universität Ankara (HUGO) durchgeführte Umfrage kam zu einem erfreulichen Ergebnis. 90 Prozent der Befragten fühlen sich in Deutschland daheim. Die Stimmung war übrigens schon 2010 ähnlich gut. Sie fühlten sich persönlich „eher gut“, „gut“ oder sogar „sehr gut“ in Deutschland integriert. So antworteten damals rund 84 Prozent der türkischstämmigen Befragten.

Man habe sich bei der Durchführung der Forschung gefragt, wie viele Menschen sich als kurdische oder alevitische Personen identifizieren würden, erläuterte HUGO-Direktor Murat Erdoğan: „Wir haben jedoch festgestellt, dass sich die Mehrheit der Befragten selbst als türkisch-muslimisch-deutsch sieht. Es gibt ein signifikantes kurdisches und alevitisches Element in Deutschland. Aber sie identifizieren sich nicht als Kurden oder Aleviten“.

Die in Russland Minderheit verfolgten 80.000 Türken will Obama in die USA holen
Noch etwa 80.000 Türken leben in Russland. Sie gehören der indigenen Minderheit der Ahiska-Türken. Sie gelten als verfolgte Minderheit. Holen möchte die US-Regierung im Rahmen eines Flüchtlings-Aufnahmeprogramms angehörige dieser Minderheit in die USA holen. Diese etwa 80.000 Türken kommen aus dem Kaukasus. Sie nennen sich Ahiska-Türken und wurden in der Ära Stalins vom Kaukasus nach Zentralasien deportiert. Viele von ihnen wurden zu Staatenlosen erklärt und wanderten in die Türkei ab. Anzusiedeln plant die US-Regierung schon diese Türken in den USA.

Keinen Pass besitzen etwa 70.000 Ahiska-Türken in der Russischen Föderation und sind damit staatenlos. Weltweit noch 600.000 Ahiska-Türken gibt es nach Angaben von ATAA. In der Türkei, Aserbaidschan, Kirgisien, Uzbekistan, Russland und in den USA leben sie verstreut. Geholt und angesiedelt hat das US State Department bisher 11.000 der Ahiska-Türken aus Russland in die USA.

Nukleare Strategie… Debakel der Rüstungs-Industrie von Russland
Im September erlebte die Super-Rakete von Russland einen Fehlstart. In die Bulawa-Rakete hatte Moskau viel Hoffnung gesetzt. Die Rakete hat eine Reichweiter von 8000 Kilometern hat und kann zehn Atomsprengköpfe tragen. Alle Raketen müssen nun noch einmal nachkontrolliert werden. Etwa ein Drittel der Testflüge sind seit 2004 missglückt. Weitgehend ist die russische Bulawa-Rakete offenbar untauglich. Nicht bestanden hatte die U-Boot gestützte Interkontinental-Rakete im September einen erneuten Testflug.

Doch Russlands Verteidigungsminister Sergei Shoigu möchte weitere fünf Testflüge durchführen lassen. ob die russische Super-Rakete auch wirklich einsatzfähig ist, werde sich erst dann herausstellen. „Die Bulawa-Rakete werde eine Schlüsselrolle in Russlands Atom-Strategie spielen“ sagte Wiladimir Putin im Jahre 2008.

Eine Partnerschaft zwischen dem Stadtteil Kadıköy und dem Stadtbezirk Stuttgart-Mitte
Passend zu einem Termin großer Politik wird die Delegation aus Stuttgarts Mitte in Istanbul angekommen. Um den Beitritt zur Union vorzubereiten, hat die Europäische Union am 5. November die Verhandlungen mit der türkischen Regierung wieder aufgenommen. Um eine Partnerschaft zwischen dem Stadtteil Kadıköy und dem Stadtbezirk Stuttgart-Mitte vorzubereiten, fliegt eine Abordnung von Bezirksbeiräten nach Istanbul. Wie der zwischen der Türkei und dem Rest Europas hat, beginnt dieser Zusammenschluss.

Letzter „Anatolischer Leopard“
Vor einigen Tagen wurde der letzter „Anotolischer Lepord“ angeschossen. Von Gerichtsmedizinern wurde der Leichnam des vermeintlich letzten „anatolischen Leoparden“ untersucht. Die Ärzte fanden heraus: Das Tier wurde vor der tödlichen Attacke am 3. November schon einmal verletzt. In einem Fuß entdeckten sie in eine alte Schusswunde.

Das Tier wurde bereits zuvor gesichtet und attackiert. Für landesweite Aufmerksamkeit sorgte der Tod des in der Türkei als eigentlich ausgestorben gegoltenen Tieres. Eine Untersuchung des Vorfalls hat das Ministerium für Wald und Wasserwirtschaft angeordnet. Es wird untersucht, ob der Bauer den Leoparden vorsätzlich getötet hat. Dem Bauern droht eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 TL, sollte seine Schuld bewiesen werden.

Seiten: 1 2

Zurück zur Startseite
UNTERSTÜTZE MiGAZIN! (mehr Informationen)

Wir informieren täglich über Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Um diese Qualität beizubehalten und den steigenden Ansprüchen an die Themen gerecht zu werden bitten wir dich um Unterstützung: Werde jetzt Mitglied!

MiGGLIED WERDEN
MiGLETTER (mehr Informationen)

Bestelle jetzt den kostenlosen MiGAZIN-Newsletter:

Auch interessant
MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)