TV-Tipps des Tages

17.10.2013 – Migranten, Türken, Kasachstan, Iran, Ausländer, Integration

TV-Tipps des Tages sind: Durchgestartet - Drei Deutsch-Türkinnen auf Erfolgskurs; Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan; mareTV: Bosporus - Istanbuls Lebensader. Istanbul ist keine Stadt am Meer, sondern eine Stadt im Meer, eine Wassermetropole; Dingomaro - Irans schwarzer Süden

Von Donnerstag, 17.10.2013, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 13.10.2013, 12:21 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

Durchgestartet – Drei Deutsch-Türkinnen auf Erfolgskurs
Dokumentation – Ein Film von Susanne Babila. Eine Rechtsanwältin, eine Gymnasiallehrerin und eine Managerin: drei Frauen, die es in ihrem Beruf geschafft haben. Alle drei tragen türkische Namen – Sibel, Nermin und Dilek. Die Eltern stammen aus der Türkei, sie kamen als Gastarbeiter nach Deutschland. Als Kinder und als Jugendliche haben die drei Frauen oft spüren müssen, dass ihnen viele den Erfolg in der Schule oder gar im Studium nicht richtig zutrauen. Obwohl sie gute Noten hatte, bekam Nermin Erdogan keine Empfehlung fürs Gymnasium. Heute ist sie selbst Lehrerin an einem Sportgymnasium.

Ausgrenzung und Diskriminierung hat die junge Deutsch-Türkin häufig erfahren – an der Universität und später im Referendariat. „Aber das hat mich stark gemacht“, sagt sie heute.

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Geschafft hat es auch Dilek Yogurtcu. Das Motto der IBM-Managerin: „Wenn sie mich vorne rausschmeißen, komme ich hinten wieder rein“. Deutsch und Geschichte hat sie an der Universität Tübingen studiert und landete bei dem international aufgestellten Unternehmen. „Hier fühle ich mich wohl, denn Vielfalt gehört zum Konzept der Firma“. Ihre Identität, beheimatet in beiden Welten, ist ein Schlüssel ihres Erfolgs.

So sieht es auch Sibel Yüksel. Als Rechtsanwältin ist sie auf Familienrecht spezialisiert und betreut sowohl deutsche als auch türkische Klienten. Ehrenamtlich liest sie jeden Freitag Kinderbücher in einem Kindergarten vor: damit die Kinder mit Migrationshintergrund besser Deutsch lernen – aus eigener Erfahrung weiß sie, wie wichtig das ist. Do, 17. Okt • 14:00-14:30 • HR

Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan
Dokumentation – Entlang der berühmten Seidenstraße führt die Reise des Filmteams durch eine wenig bekannte Region Zentralasiens. An der Strecke lernen sie interessante Menschen kennen. Sie leben in alten Handelsmetropolen wie Almaty, Taschkent, Samarkand und Buchara. Hier vermittelt das Nebeneinander von modernem Leben, uralten Basaren und Moscheen das Gefühl, auf einer Zeitreise zu sein.

Die Länder Kasachstan oder Usebekistan tauchen nur in den Schlagzeilen auf, wenn es um Erdgas oder Erdöl geht, denn diese Bodenschätze besitzen sie reichlich. Über das alltägliche Leben der Menschen in diesen zentralasiatischen Ländern, seit dem Zerfall der Sowjetunion selbstständige, aber autoritär regierte Republiken, weiß man dagegen wenig. Do, 17. Okt • 15:15-16:00 • NDR Mecklenburg-Vorpommern

Dingomaro – Irans schwarzer Süden
Dokumentation – Seit seinem Internet-Hit „Pechvogel“ zählt Hamid Said zu den bekanntesten schwarzen Musikern im Iran. Auf seinem Motorrad reist er quer durch die Provinz Hormozgan, die im Süden des Landes am Persischen Golf liegt, um seinen Traum zu verwirklichen: Er will ein Konzert mit den besten schwarzen Musikern des Landes organisieren. Um sein Ziel zu erreichen, muss Hamid viele Hindernisse überwinden: die gleichermaßen menschenfeindliche wie atemberaubende Landschaft, skeptische Musikerkollegen, afrikanische Geisterbeschwörungen und den Widerstand seiner Frau, die seinem Vorhaben mit großer Skepsis begegnet. Do, 17. Okt • 15:55-16:38 • arte

mareTV
Bosporus – Istanbuls Lebensader. Istanbul ist keine Stadt am Meer, sondern eine Stadt im Meer, eine Wassermetropole: Der Bosporus verleiht Istanbul seinen Glanz, er verbindet das Schwarze Meer mit dem Marmarameer, Asien mit Europa. Es ist nur ein Katzensprung vom einen zum anderen Kontinent.

„mareTV“ begleitet Fährmänner, die täglich Händler, Pendler und ganze Güterzüge zwischen Oxident und Orient hin- und herschippern und dabei immer wachsam sein müssen. Mit 50.000 Schiffen pro Jahr gehört der Bosporus zu den am meisten befahrenen Wasserstraßen der Welt. Neben der Hagia Sophia, die jahrhundertelang die größte Kirche der Welt war, ist die Galatabrücke das Wahrzeichen Istanbuls und Lebensmittelpunkt einer der quirligsten Städte der Welt. Den ganzen Tag hoffen hier Angler auf ihr Glück und Schiffsausrüster auf gute Geschäfte.

Am Eingang des Bosporus geht es beschaulicher zu. Auf den Prinzeninseln sind Autos verboten. Dafür hat die Hauptinsel Büyükada den wohl größten Pferdetaxistand der Welt. Jedes Frühjahr werden Hunderte von Kutschen und Pferden für die Sommersaison auf die idyllischen Eilande verschifft. „Das Magazin der Meere“ erzählt die Geschichte der alten Ruderer am Goldenen Horn, die seit Jahrzehnten mit Muskelkraft Gläubige zu Moscheen und Kirchen bringen. Und außerdem begibt sich „mareTV“ zur Nordseite des Bosporus, an die wunderschöne Schwarzmeerküste. Do, 17. Okt • 21:00-21:45 • NDR Mecklenburg-Vorpommern

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