Wanderungen 2010

Deutlich mehr Zuzüge aus dem Ausland

2010 verzeichnete Deutschland ein Wanderungsüberschuss von 128 000 Personen. Die meisten Zuzüge wurden aus Polen, Rumänien und Bulgarien verzeichnet. Für einen negativen Wanderungssaldo sorgten die Schweiz, die Türkei und die USA.

Mittwoch, 13.07.2011, 8:30 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 08.01.2020, 15:45 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Im Jahr 2010 sind nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes 798 000 Personen nach Deutschland zugezogen (+ 77 000 oder 11 Prozent mehr als 2009). Davon waren 684 000 ausländische Personen. Die Zahl der Zuzüge deutscher Personen ist dagegen mit rund 115 000 gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben.

Auf der anderen Seite wurden im vergangenen Jahr 671 000 Fortzüge aus Deutschland 2010 verzeichnet, dies waren 63 000 weniger als im Jahr 2009. Die Zahl der Fortzüge ins Ausland reduzierte sich sowohl bei ausländischen Personen (– 49 000 auf 530 000 Personen) als auch bei deutschen Personen (– 14 000 auf 141 000 Personen).

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Polen Haupterherkunftsland
Aus der Bilanzierung der Zu- und Fortzüge ergibt sich für 2010 damit ein Wanderungsüberschuss von insgesamt 128 000 Personen. Der Wanderungssaldo 2010 ergab sich aus einem Wanderungsüberschuss ausländischer Personen von rund 154 000 Personen (2009: 28 000 Personen) und einem Abwanderungsverlust deutscher Bürger von 26 000 Personen (2009: 40 000 Personen).

Hauptherkunftsländer der Zugezogenen waren im Jahr 2010 Polen (126 000 Personen), Rumänien (75 000 Personen), Bulgarien (39 000 Personen) sowie Ungarn, die Türkei und die USA (mit jeweils 30 000 Personen). Aus deutscher Sicht haben die Zuzüge aus Rumänien (+ 18 000 Personen), Bulgarien (+ 11 000 Personen) und Serbien (+ 10 000 Personen) am meisten zugenommen.

Schweiz, Türkei, USA Hauptfortzugsland
Wie das Statistische Bundesamt dem MiGAZIN weiter mitteilte, waren die Zuwanderungssalden bei den Ländern Rumänien (26 000) Polen (23 000) und Bulgarien (16 000) mit Abstand am höchsten. Negativsalden wurden bei der Schweiz (-12 000), Türkei (-6 000) und USA (- 2 500) verzeichnet. (bk)

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