Türkische Presse Türkei

11.02.2011 – Gül, Erdoğan, Ägypten, Langstreckenrakete, EMITT

Die Themen des Tages sind: Gül reist nach Iran; Erdoğan - Koşaner treffen; Çağlayan: „Wir brauchen ein Umdenken“; Şimşek in Vereinigten Arabischen Emirate; EMITT-2011 startet in Istanbul; Tat als er gehen wollte und blieb; Mubarak kündigt Reformen und friedliche Macht-Übergabe an

Von BYEGM, TRT Freitag, 11.02.2011, 10:54 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 11.02.2011, 10:54 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |   Drucken

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Gül reist nach Iran
Staatspräsident Abdullah Gül wird am Wochenende nach Iran reisen. In seiner Reise wird Gül von einer Delegation von 300 Geschäftsleuten, Funktionsträgern und Journalisten begleitet. In seiner vier Tage langen Iran Reise wird Gül die Städte Teheran, İsfahan und Tabriz besuchen. (Türkiye)

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Erdoğan – Koşaner treffen
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und Generalstabschef Işık Koşaner sind gestern für ihr wöchentliches Treffen zusammen gekommen. Das der Presse geschlossen geführte wöchentliche Treffen im Zentralgebäude des Ministerpräsidiums soll nach Angaben rund 35 Minuten gedauert haben.

Unterdessen empfing Ministerpräsident Erdoğan auch den Vorsitzenden des türkischen Hochschulrates (YÖK) Yusuf Ziya Özcan um sich über die jüngsten Entwicklungen in den Universitäten zu beraten. Das Treffen zwischen Erdoğan und Özcan dauerte rund 1,5 Stunde. (Star)

Çağlayan: „Wir brauchen ein Umdenken“
Staatsminister für Außenhandel Zafer Çağlayan gab bekannt, dass die Türkei -um einen Exportziel von 500 Mrd. Dollar in 2023 zu erreichen- ein Umdenken brauche. Çağlayan, der an einer Versammlung des Verbandes der Textilexporteure aus Bursa teilnahm sagte: „Am 100. Jahrestag der Gründung der Türkischen Republik werden wir ein Exportbasierendes Wachstum erreichen. Dieses Ziel können wir durch die heutige Struktur und System nicht erreichen. Darum brauchen wir ein Umdenken. Um unseren Wirtschaftlichen Erfolg zu erhöhen müssen wir von heute an unsere Produktpalette revidieren und weiterbilden.“ (Türkiye)

Şimşek in Vereinigten Arabischen Emirate
Finanzminister Mehmet Şimşek reiste gestern in die Vereinigten Arabischen Emirate. Şimşek kam mit dem Premierminister Scheich Muhammad bin Raschid Al Maktum zusammen. Şimşek sagte: „Die Wirtschaft zwischen der Türkei und der Vereinigten Arabischen Emirate sollte weiter entwickelt werden. Die Wirtschaft zwischen den beiden Ländern die 3 Milliarden Dollar beträgt wird im Jahr 2015 auf 10 Milliarden Dollar steigen.“ Al Maktum sagte seinerseits, dass die Beziehungen besonders im Bereichen Tourismus, Finanz und Kultur entwickelt werden müssen.

Şimşek hat auch an dem Gemeinsamen Handels und Wirtschaftsauschuss zwischen der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emirate teilgenommen. (Sabah)

EMITT-2011 startet in Istanbul
Die sechstgrößte Tourismusmesse der Welt, Internationale Ost-Mittelmeer Tourismus- und Reise-Messe (EMITT) startete gestern in Istanbul. An der Eröffnungszeremonie der Messe hielt der Minister für Kultur und Tourismus Ertuğrul Günay eine Rede in dem er betonte, dass mehr als 60 Länder auf der Messe vertreten werden. Günay betonte auch die wichtige Rolle Istanbuls: „Istanbul liegt an der Grenze zweier Großregionen. Selbst wenn Istanbul nicht zur europäischen Kulturhauptstadt gewählt worden wäre, wäre die Stadt doch ein wichtiges Kulturzentrum und eine wichtiges historisches Zentrum. Ich bin überzeugt davon, dass sowohl diese Messe als auch Istanbul selbst ihre Bedeutung im globalen Tourismus noch deutlicher unter Beweis stellen. Dabei wird auch diese Messe eine große Rolle spielen.“ (Star)

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Tat als er gehen wollte und blieb
Das Tagesblatt Haber Türk titelt heute mit der Schlagzeile „Tat als er gehen wollte und blieb“ und schreibt über den 17. Tag der Demonstrationen in Ägypten. Den ganzen Tag über sei über den Rücktritt des ägyptischen Staatspräsidenten Hosnu Mubarak spekuliert worden und sogar darüber, dass er das Land verlassen werde. Doch die Fernsehansprache von Mubarak habe bei den Menschen auf dem Tahrir-Platz für Wut und Empörung gesorgt.

Der Nachricht zufolge, sei es die dritte Rede von Staatspräsident Mubarak seit Beginn der Proteste gewesen. Verantwortliche erklärten Mubarak habe große Teile seiner Regierungsgewalt an den von ihm ernannten Vizepräsidenten Omar Suleimann übertragen. Doch seinen Rücktritt habe Mubarak nicht erklärt.

Mubarak kündigt Reformen und friedliche Macht-Übergabe an
Die Zeitung Yeni Safak schreibt, der ägyptische Staatspräsident Mubarak sei vor die Kameras getreten und habe neben den vielen Versprechen von Reformen auch eine friedliche Macht-Übergabe angekündigt. Millionen von Demonstranten, die auf dem Tahrir-Platz den Rücktritt von Mubarak erwarteten, hätten das Parlamentsgebäude wieder belagert.

Das Blatt Star schreibt, nach der Erklärung des ägyptischen Staatspräsidenten Mubarak, hätten hunderttausende wütende Demonstranten auf dem Tahrir-Platz skandiert „Verschwinde, wir wollen weder Suleiman noch das Militär“. Dieselbe Zeitung schreibt, einer der führenden ägyptischen Oppositionellen und Friedensnobelpreisträger, Mohamed El Baradei habe nach der Fernsehansprache von Mubarak gesagt, Ägypten wird explodieren“ und hinzugefügt, das Militär müsse für Schutz im Land sorgen.

Test von Langstreckenrakete
Haber Türk titelt mit der Schlagzeile „Test von Langstreckenrakete“ und schreibt, die pakistanische Armee habe eine Langstreckenrakete mit einer Reichweite von 600 Kilometer getestet. Laut Zeitung habe die Armee erklärt, dass der Test der atomar bestückbaren Rakete Cruise Haft-8 erfolgreich gewesen sei.

Acht Prozent Wirtschaftswachstum der Türkei in 2010 acht Prozent
Vatan titelt im Wirtschaftsteil mit der Schlagzeile „Acht Prozent Wirtschaftswachstum der Türkei in 2010 acht Prozent“ und schreibt, Finanzminister Mehmet Simsek habe gesagt, die türkische Wirtschaft sei in 2010 um acht gewachsen und die öffentlichen Finanzen seien in einem guten Zustand. Laut Zeitungsmeldung habe Simsek in seiner Rede bei der 8. gemischten Wirtschaftskommission in den Vereinten Arabischen Emiraten erklärt, die Säulen der türkischen Wirtschaft seien so stark, dass sie sich gut erholen können. Für 2011 erwarte die Türkei ein Wirtschaftswachstum von rund fünf Prozent.

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