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05.02.2011 – Ägypten, USA, Energiepolitik, IWF, Visumfreiheit, Türkei

Die Themen des Tagse sind: Am 11. Tag der Proteste in Ägypten; USA suchen Formel für Mubarak; Reaktion zu den Unruhen in Ägypten; Zukünftigen EU-Energiepolitik; IWF lobt die türkische Wirtschaft; Visumfreien Länder für türkische Bürger sind auf 59 gestiegen

Von TRT Samstag, 05.02.2011, 14:38 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 05.02.2011, 14:38 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Am 11. Tag der Proteste in Ägypten
Yeni Safak meldet, über die seit dem 25. Januar anhaltenden Proteste in Ägypten. Am 11. Tag der Proteste sei das Ultimatum der Opposition an den Staatspräsidenten Hosni Mubarak abgelaufen.

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Laut Zeitungsmeldung hätten sich am gestrigen Freitag über 1 Million Ägypter auf dem Tahrir Platz versammelt. Muslime und Christen hätten die Freitagspredigt zusammen verfolgt.

Der Imam Halid el Marakbi habe in seiner Freitagspredigt gesagt, „Wir sind frei geboren und werden auch weiterhin frei leben. Ich möchte, dass ihr bis zum Sieg ausharrt“.

Diesbezüglich schreibt die Tageszeitung Sabah, dass die auf dem Tahrir-Platz versammelten Oppositionellen nach dem Freitagsgebet gegen Mubarak mit Parolen skandiert hätten.

Trotz rund einer Million Gegner habe der ägyptische Staatspräsident Hosni Mubarak beim Interview für das ABC Fernsehen noch einmal gesagt, „Ich werde nicht gehen, wenn ich jetzt gehe, bricht Chaos aus. Wenn ich gehe, kommt die Muslimbruderschaft“.

USA suchen Formel für Mubarak
Zaman schreibt unter der Schlagzeile „USA suchen Formel für Mubarak“, Washington versuche zu klären, wie der Wandel in Ägypten erfolgen, wer Nachfolger von Mubarak sein soll und wie die Beziehungen zwischen den USA und Israel betrachten werden müssen.

In dem Artikel heisst es unter Berufung aus die US-Presse, eine der Formel sei sofortige Rücktritt Mubaraks. Danach solle die Führung das Triumvirat des Verfassungsausschusses übernehmen.

EU-Staats und Regierungschefs treten zur Besprechung der Unruhen in Ägypten zusammen
Yeni Safak meldet, dass die EU-Staats und Regierungschefs zur Besprechung der Unruhen in Ägypten zusammengetreten sind.

Laut Zeitungsmeldung enthielten sich die EU-Staats- und Regierungschefs dem vom Volk zum Rückritt aufgeforderten Mubarak diesbezüglich zu appellieren. Der niederländische Premierminister Mark Rutte habe sich gegen ein Rücktrittsappell an Mubarak ausgesprochen. Italiens Premier Silvio Berlusconi hingegen würde laut Berichterstattung meinen, dass Mubarak im Westen als „Weiser Mann des Nahen Ostens“ gesehen wird.

Reaktion zu den Unruhen in Ägypten
Zaman schreibt diesbezüglich, dass laut Meinungen die beste Reaktion zu den Unruhen in Ägypten seitens Ministerpräsident Erdogan gezeigt worden sei. Dies habe der belgische Ex-Premier und Fraktionsvorsitzender der Liberalen im Europa Parlament, Guy Verhofstadt gesagt. Der Vorsitzende der Sozialisten Martin Schulz hingegen habe die EU mit einem vor dem Scheinwerferlicht verängstigten Hasen verglichen.

Zukünftigen EU-Energiepolitik
In einer Wirtschaftsmeldung berichtet Hürriyet über einen auf dem EU-Gipfel auferlegten Aktionsplan zur zukünftigen EU-Energiepolitik. Dabei sei darauf hingewiesen worden, dass die Energie-Infrastruktur der EU über die Türkei führen werde.

In dem vom EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso den Staats- und Regierungschefs vorgestellten Aktionsplan seien die Prioritäten in der zukünftigen EU-Energiepolitik aufgezeichnet worden. Dabei sei zu sehen, dass das Erdgas im Kaspischen Raum und im Irak über die Türkei mit der Verbindung Nabucco, Italien-Griechenland-Türkei sowie über die Route Southstream, die EU erreichen werde.

IWF lobt die türkische Wirtschaft
Sabah meldet, der internationale Währungsfond, IWF hat die türkische Wirtschaft gelobt. Der IWF-Türkei-Vertreter, Mark White Lewis habe gesagt, es sei ein angebrachter Entschluss gewesen, das in 2008 ausgelaufene Stand-By-Abkommen der Türkei nicht zu erneuern.

Visumfreien Länder für türkische Bürger sind auf 59 gestiegen
In einer anderen Meldung schreibt die Zeitung Yeni Safak, dass infolge der diplomatischen Attacken und der Null-Problem-Politik die Zahl der visumfreien Länder für türkische Bürger auf 59 gestiegen ist.

Während laut Zeitungsmeldung die Aufhebung der Visumpflicht dem Handel, dem Gesundheits- und Bildungstourismus wichtige Beiträge leiste, würden andererseits die Auslandstouren der Reiseveranstalter in die nicht-visumpflichtige Länder auf großes Interesse stoßen.

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