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Gegen Rechtsextremismus

Sport und Politik für Toleranz, Respekt und Menschenwürde

Spitzen aus Sport und Politik haben am Dienstag ihre Absicht unterstrichen, künftig noch enger und entschiedener gegen jegliche rechtsextremistische Erscheinungsformen vorzugehen.

Mittwoch, 19.01.2011, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 21.01.2011, 1:26 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Zu der Veranstaltung „Foul von Rechtsaußen – Sport und Politik verein(t) für Toleranz, Respekt und Menschenwürde“ hatten DOSB-Präsident Thomas Bach, DFB-Präsident Theo Zwanziger, Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und Bundesinnenminister Thomas de Maizière nach Berlin eingeladen.

Die Veranstaltung bildete den Auftakt zur Umsetzung von Handlungsempfehlungen, die Sport und Politik zuvor in einem gemeinsamen Konzept erarbeitet hatten. Danach sollen zukünftig auf den Sport zugeschnittene umfassende Informations- und Beratungsangebote geschaffen und die Akteure aus Sport und Politik enger vernetzt werden. Wichtige Zielgruppe der Maßnahmen sind die Sportvereine, nicht zuletzt, weil dort rund die Hälfte aller 16- bis 25-Jährigen aktiv eingebunden ist.

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Agieren statt reagieren – Vernetzung statt Einzelaktionen
In Einmütigkeit unterstrichen die Spitzen aus Sport und Politik, dass Sport nicht als Plattform für Rechtsextremisten missbraucht werden dürfe. „Jegliche Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung ist menschenverachtend und zerstört das, wofür Sport steht: Fairness und Miteinander“, erklärte Bundesfamilienministerin Schröder.

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„Die Sportvereine in Deutschland sind Orte des friedlichen Miteinanders, in denen täglich die verbindenden Werte des Sports gelebt werden. Dennoch wird versucht, den Sport als Plattform zur Verbreitung von rechtsextremem Gedankengut zu missbrauchen. Dem stellen wir uns entschieden entgegen. Die Arbeit der Sportorganisationen auf diesem Gebiet muss jedoch weiter gestärkt und flächendeckend ausgebaut werden. Auf Grundlage des gemeinsamen Handlungskonzeptes werden Sport und Politik in Zukunft effizienter gegen rechtsextremes und menschenverachtendes Verhalten vorgehen können“, sagte DOSB-Präsident Thomas Bach.

Vereine und Funktionäre weiter sensibilisieren
Für den Deutschen Fußball-Bund machte dessen Präsident Theo Zwanziger deutlich: „Der Deutsche Fußball-Bund setzt sich vehement gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art zur Wehr. Deshalb ist es nur eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns gemeinsam mit der Politik in dieser Aktion „Foul von Rechts“ engagieren, um unsere Vereine und Funktionäre für diese Problematik weiter zu sensibilisieren“.

Sport und Politik waren sich einig, dass der organisierte Sport eine große Verantwortung, aber auch enorme Möglichkeiten habe. „Gut geführte Vereine mit engagierten Betreuern können viel bewirken und wichtige Faktoren des gesellschaftlichen Zusammenhalts wie Zugehörigkeitsgefühl, freiwilliges Engagement, Demokratiebewusstsein und Teilhabe bei den Jugendlichen fördern“, betonte Bundesinnenminister de Maizière.

Rechtsextremismus nicht tabuisieren
Mit Nachdruck wurde auch ein gesamtgesellschaftlicher Rückhalt für die Vereine gefordert. Rechtsextremistische Vorfälle dürften nicht tabuisiert werden, weil Vereine sich gesellschaftlich als „geoutet“ und an den Pranger gestellt fühlten. Probleme zu benennen und anzugehen müsse vielmehr positiv bewertet, und es müsse auch über die vielen bereits praktizierten guten Maßnahmen im Sport berichtet werden. Schluss sein müsse mit der häufig anzutreffenden Maxime: wer nicht über Probleme spricht oder wer sie gar leugnet, hat auch keine. Dies sei nicht nur falsch, sondern gerade, wenn es um Rechtsextremismus gehe, fatal. (eb)

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