Ausländische Abschlüsse

Böhmer nimmt Länder in die Pflicht

Maria Böhmer nimmt bei der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen die Länder in die Pflicht und erteilt einem Punktesystem nach kanadischem Vorbild eine Absage.

Donnerstag, 21.10.2010, 8:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 25.10.2010, 0:15 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Staatsministerin Maria Böhmer (CDU) appellierte am Dienstag an die Länder, die Initiative des Bundes zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen aufzugreifen und ihrerseits schnellstmöglichst gesetzliche Schritte vorzulegen.

„Der Entwurf für ein Anerkennungsgesetz auf Bundesebene ist ein entscheidender Schritt für die Integration vieler qualifizierter Zuwanderer in unserem Land“, so die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.

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Jetzt komme es auf die zügige Umsetzung des Vorhabens an! Die einzelnen Länder entscheiden über die Kriterien für die Anerkennung der jeweiligen Abschlüsse. Umso wichtiger sei es, dass jetzt die Bundesländer schnellstmöglichst die gesetzlichen Voraussetzungen für die Anerkennung ausländischer Abschlüsse schaffen.

„Ein Anerkennungsgesetz ist ein Gewinn für beide Seiten. Rund 300. 000 qualifizierte Fachkräfte können davon profitieren. Und unser Land kann endlich die Fähigkeiten der Zuwanderer nutzen und damit ein Stück weit den Fachkräftemangel ausgleichen“, so Böhmer.

Die Potenziale in zu heben müsse oberste Priorität haben. Dazu gehöre beispielsweise, im gemeinsamen Ausbildungspakt von Politik und Wirtschaft auch weiterhin junge Migranten verstärkt in den Blick zu nehmen. Zugleich sei es unverzichtbar, dass Deutschland für kluge Köpfe aus aller Welt attraktiver werde. „Entscheidende Kriterien für Zuwanderung sollten Sprachkenntnisse, Qualifikationen und Bedürfnisse unseres Arbeitsmarktes sein“, erklärte Böhmer.

Die Staatsministerin weiter: „Ein Punktesystem wie in Kanada ist nach meiner Überzeugung nicht eins zu eins auf Deutschland übertragbar.“ Deutschland könne viel von Kanada lernen. Ein Patentrezept sei aber auch das kanadische Modell nicht. Mittlerweile hätten dort selbst qualifizierte Migranten Schwierigkeiten, eine Arbeitsstelle zu finden.

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