Türkische Presse Europa

14.01.2010 – Anerkennung türkischer Qualifikationen, Israel, islamischer Religionsunterricht

Die Europaausgaben türkischer Tageszeitungen berichten unter anderem über die Anerkennung türkischer Abschlüsse und über den Tod einer Türkin in Norwegen wegen Fehler der norwegischen Behörden. Außerdem sind die Krise zwischen der Türkei und Israel sowie die Einführung islamischen Religionsunterrichts Themen des Tages.

Freitag, 15.01.2010, 8:10 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24.08.2010, 23:44 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Anerkennung türkischer Qualifikationen in diesem Jahr
Unter dieser Schlagzeile berichtet die ZAMAN ausführlich über die Ankündigung der Bundesregierung, Qualifikationen und Abschlüsse aus der Türkei noch in diesem Jahr anerkennen zu wollen. Auf die Kritik der Zeitung vom Vortag, die Bundesregierung habe ihr Versprechen nicht eingehalten, habe die Bundesregierung der ZAMAN gegenüber erklärt, dass das Anerkennungsverfahren 300.000 Betroffenen die Möglichkeit eröffnen werde, in kurzer Zeit ihre Abschlüsse anerkennen zu lassen. Außerdem sei mitgeteilt worden, dass türkische Staatsbürger EU-Bürgern gleich gestellt werden.

Ziver Ermis kommentiert diese Ankündigung mit: „Das Versprechen, Qualifikationen anerkennen zu wollen, hat türkische Unternehmer gefreut.

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Ja, wir haben Fehler gemacht
Unter dieser Schlagzeile berichtet die HÜRRIYET über den Tod der Türkin Döndü Tulum in Norwegen, die zu Hause an den Folgen eines Anfalls gestorben ist. Die Türkin starb weil die Behörden auf Hilferufe der Familie die Polizei schickten anstelle eines Krankenwagens. Telefonaufzeichnungen hätten zutage gebracht, dass die hilferufenden Familienmitglieder der verstorbenen Frau drei mal telefonisch nach einem Krankenwagen gerufen hätten. Als der Gesprächspartner im „Hilfezentrum“ nach dem 3. Anruf abfällig wurde, seien auch die Familienmitglieder laut geworden woraufhin die Polizei kam aber kein Krankenwagen. Die norwegischen Behörden hätten laut HÜRRIYET nun zugegeben, dass es ein Fehler war, polizeilich einzugreifen. Der Fall beschäftige mittlerweile die norwegische Öffentlichkeit.

Die Familienmitglieder hätten unterdessen vom Menschenrechtsbeauftragen der türkischen Regierung Hilfe erbeten, berichtet die TÜRKIYE. Dieser habe gesagt, dass in diesem Fall ganz klar Menschenrechte verletzt seien. Es liege Vorsatz zur Tötung eines Menschen vor. Dies sei ein Verbrechen.

Nicht einmal im Ortsteil darf man wählen
Die Eröffnung eines IKEA-Kaufhauses sei Gegenstand einer Bürgerbefragung im Hamburger Altona geworden. An dieser Abstimmung dürften Nicht-EU-Bürger allerdings nicht teilnehmen. Dies zeige, so die ZAMAN, die Abwegigkeit des Verbots, Nicht-EU-Bürger von Wahlen auszuschließen.

300 Bußgeld für Nichtanmeldung
Türkische Staatsbürger im Ausland, die Ehe, Tod oder Geburten nicht rechtzeitig bei den türkischen Stellen melden, würden künftig mit einem Bußgeld von 300 Euro belegt. Hierüber berichtet die HÜRRIYET und warnt seine Leser.

Kadriye Karci im Abgeordnetenhaus
Kadriye Karci rückt in der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus für die zur Senatorin aufgestiegene Carola Bluhm nach. Dies teilt die HÜRRIYET mit. Damit sei die Zahl der türkischstämmigen Abgeordneten in Berlin auf neun angestiegen. Schwerpunkte der politischen Tätigkeit von Karci sei Migration, Integration und Stadtentwicklung.

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