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Migration und Integration in Deutschland

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Das Beitragsaufkommen [in den Rentenversicherungen beträgt] auf Grund der Beschäftigung der ausländischen Arbeitnehmer jährlich rd. 1,2 Milliarden DM, während sich die Rentenzahlungen an ausländische Arbeitnehmer jährlich auf rd. 127 Millionen DM, also etwa ein Zehntel, belaufen.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände

Beiträge zum Stichwort‘ Kübra Gümüsay’


Ein Fremdwoerterbuch

Sezer muss jetzt los

20. September 2011 | Von Kübra Gümüşay | 3 Kommentare

Sezer ist eine Frau, hat aber ihren männlichen Namen aus einem früheren Leben behalten. Ich sitze mit ihr in einem Istanbuler Café und trinke Tee. Sezer erzählt. Ich höre zu.

Ein Fremdwoerterbuch

Ein bisschen zu nuttig

23. August 2011 | Von Kübra Gümüşay | 17 Kommentare

Als ich 11 Jahre alt war, besuchte eine Rassismusaktivistin unser Hamburger Jugendzentrum. Die Dame saß in ihrem braunen Leinenkleid vor uns und sprach von Rassismus und Diskriminierung. Meine Freunde und ich waren genervt und gelangweilt. Rassismus ist doch kein Thema mehr, dachte ich. Das war mal – lange her.

Ein Fremdwoerterbuch

Ist die Revolution bereits verloren?

11. August 2011 | Von Kübra Gümüşay | 3 Kommentare

„Die Revolution ist fast verloren“, sagt Mahmoud. Die drei großen Strömungen – Salafiten, Muslimbrüder und Säkulare – hätten die Revolution an sich gerissen, um Politik für die eigene Sache zu machen.

Ein Fremdwoerterbuch

Mein Problem mit dem Gesichtsschleier

28. Juli 2011 | Von Kübra Gümüşay | 3 Kommentare

Es ist unser dritter Tag in Kairo, und wir sind zum ersten Mal bei Nachbarn zum Essen eingeladen. Mina steht am Küchentresen und macht Hamburger. Dabei trägt sie ein langes Kleid, eine Hochsteckfrisur und ist geschminkt. Ihre Freundin sitzt in Hose und engem T-Shirt lässig auf dem Küchenstuhl und streicht sich die kurzen Haare aus dem Gesicht.

Ein Fremdwoerterbuch

Ich rede Seifenblasen

7. Juli 2011 | Von Kübra Gümüşay | Keine Kommentare

„Islamistin“ nennt er mich, und ich nenne ihn „Säkularist.“ Er lacht mit mir mit, wir spielen mit Schubladen und Klischees. Zwei Tage schon sind Lucas und ich auf derselben Konferenz. Wir verbringen viel Zeit zusammen, diskutieren und scherzen.

Ein Fremdwoerterbuch

Im Land der Tarnkappen

9. Juni 2011 | Von Kübra Gümüşay | 5 Kommentare

Wir laufen durch das staubige Kairo. Die Sonne knallt und es tummeln sich Tausende von Menschen auf den Straßen der größten Metropole Afrikas. „Ah, kuck mal hier!“, rufe ich, „Schau mal dort!“ und zupfe am Hemd meines Mannes.

Ein Fremdwoerterbuch

Ich bin hier

26. Mai 2011 | Von Kübra Gümüşay | 15 Kommentare

Die muslimischen Verbände müssen sich zu Homosexualität positionieren!“, sagt er zu mir. Er ist CDU-Politiker und ehemaliger Minister. Wir sitzen zusammen auf dem Podium, und ich kann nicht glauben, was ich da höre.

Ein Fremdwoerterbuch

Das Leben der Anderen

17. Mai 2011 | Von Kübra Gümüşay | 4 Kommentare

Der 1. Mai. In Kreuzberg lässt laute fröhliche Musik die Erde beben, die Sonne knallt und an den Straßenecken schlängeln sensationsgeile Krawallanwärter in Schwarz umher.

Ein Fremdwoerterbuch

Typisch türkische Oma. Keine Chance.

28. April 2011 | Von Kübra Gümüşay | 5 Kommentare

„Kacke! Alles kacke.“ Es ist Montagmorgen. Ich stehe an der Bahnhaltestelle und höre jemanden auf Türkisch meckern. „Diese bescheuerten Rolltreppen. Nichts funktioniert hier! Wäre ich doch bloß zu Hause geblieben.“

Ein Fremdwoerterbuch

Guter Wille heilt keine bösen Taten

13. April 2011 | Von Kübra Gümüşay | 7 Kommentare

Hatice bügelt, ich falte. Wir ordnen Teile meines Ceyiz, der Aussteuer, die jede türkische Braut von den Eltern mitbekommt, in meinen Schrank ein. Verziertes Bettzeug, handbearbeitete Handtücher, Decken und Kissenbezüge.

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