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Migration und Integration in Deutschland

Wenn Ausländer […] von der einheimischen Bevölkerung als Konkurrenten um Arbeitsplätze […] und als Bedrohung der Sicherheit […] wahrgenommen werden, dann erhöht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gefühl […]

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

Weltflüchtlingstag 2019

Traurige Bilanz aber Initiativen machen Hoffnung

Aktuelle Statistiken belegen, dass Krisen Flucht weiterhin ankurbeln und mehr Menschen denn je Zuflucht außerhalb ihrer Heimat suchen. Initiativen rund um den Weltflüchtlingstag machen jedoch Hoffnung.

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Normal leben 350 Menschen in dem kleinen griechischen Dorf Idomeni. Aktuell kommen bis zu 15.000 Geflüchtete hinzu. (Archivfoto) © Tim Lüddemann

VONCatherine Friedly

Catherine Friedly wuchs in NRW auf bevor es sie studienbedingt nach Bayern, Washington D.C., Sachsen und Wien verschlug. Seit 2010 beschäftigt sie sich mit Themen im Bereich Entwicklungsarbeit, Flucht und Migration sowie Rassismus. Studienschwerpunkte in Internationale Beziehungen, Amerikanistik und Afrikanistik sowie Arbeitserfahrungen in internationalen Organisationen verhelfen ihr Debatten aus verschiedenen Perspektiven zu analysieren.

DATUM19. Juni 2019

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RESSORTAktuell, Meinung

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Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag und laut dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) sind mehr als 70 Millionen Menschen von Flucht und Migration betroffen. Davon fallen um die 20 Millionen Menschen in die Kategorie Flüchtling.

Die neuen Statistiken sind eine traurige Bilanz, denn erst zuletzt war die Gesamtzahl von Flüchtlingen und Migranten allein aus Venezuela auf 3,4 Millionen angestiegen. Aber auch aus anderen Ländern Mittelamerikas nehmen die Zahlen zu, weshalb der UNHCR kürzlich eine Dringlichkeitssitzung für die Region forderte. Zeitgleich fliehen im Kongo mehr als 300.000 Menschen vor Gewalt rivalisierender ethnischer Gruppen, während auch in Syrien weiterhin Zivilisten zwischen die Fronten geraten.

Förderprojekte sind wichtig

Dies sind nur wenige Beispiele. Beispiele, die verdeutlichen in wie vielen Regionen Menschen in ihrer Existenz bedroht sind. Die wenigen, denen die Flucht gelingt, wollen ein selbstbestimmtes Leben in Sicherheit führen, wofür sie zunächst oftmals Traumata verarbeiten und Unabhängigkeit wiedererlangen müssen. Außerdem müssen Flüchtlinge in der neuen Gesellschaft aufgenommen werden, aber sich auch stückweit anpassen – Herausforderungen, die für viele Betroffene zu Lebensaufgaben werden, weshalb gezielte Förderprojekte wichtig sind.

„Unser Ziel muss es sein, viel mehr Flüchtlingen, die vor Leid und Krieg geflohen sind, eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu geben. Das geht nur über Zugang zu Bildung. Bildung bietet Zukunftschancen und erleichtert Integration“, sagte Außenminister Heiko Maas bei der Eröffnung der „the other 1 percent“ Konferenz in Berlin am 18. Juni 2019.

Kaum Zugang zu Bildung

Denn lediglich ein Prozent der Flüchtlinge habe Zugang zu höherer Bildung im Vergleich zu 37 Prozent aller jungen Menschen. Die zweitägige Konferenz der Albert Einstein Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative (DAFI) zur Verbesserung der Bildung junger Flüchtlinge, geht Hand in Hand mit der gleichnamigen Fotoausstellung, die vom 18. Juni bis 9. Juli 2019 im Lichthof des Auswärtigen Amtes besucht werden kann. Ziel ist es, „die Entmenschlichung und Stereotypisierung von Flüchtlingen zu bekämpfen“.

Anlässlich des diesjährigen Weltflüchtlingstages finden außerdem in vielen Städten Aktionen u.a. in Form von Diskussionen, Konzerten, kulinarischen Veranstaltungen und Ausstellungen statt. Ein Blick auf entsprechend lokale Medien und in soziale Netzwerke kann sich lohnen.

Hier einige Beispiele:

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