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Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg, Trauergottesdienst nach dem Terroranschlag im norwegischen Oslo und Utoya, 2011

Neuauflage

Islamkonferenz für zweite Novemberhälfte geplant

Die Neuauflage der Deutschen Islamkonferenz soll in der Novemberhälfte starten. Der Teilnehmerkreis soll deutlich größer werden. Das Innenministerium wolle nicht mehr nur mit Verbänden beraten.

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Deutsche Islamkonferenz © Dirk Enters

Die Deutsche Islamkonferenz in neuer Besetzung soll erstmals in der zweiten Novemberhälfte öffentlich zusammenkommen. Derzeit liefen die Vorbereitungen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin. Das Forum für den Dialog zwischen dem Staat und den Muslimen in Deutschland soll in dieser Wahlperiode neu zusammengestellt werden.

Der für die Islamkonferenz zuständige Staatssekretär im Innenministerium, Markus Kerber, hatte dies vor einiger Zeit angekündigt. Er will nicht mehr nur mit dem bekannten Vereinen beraten, auch weil sie nur eine Minderheit der Muslime in Deutschland vertreten.

Kerber fordert Unabhängigkeit

Im „Tagesspiegel“ unterstrich Kerber zudem die Forderung nach einer größeren Unabhängigkeit der Verbände von ausländischen Staaten. Ziel sei es, den Einfluss von staatlichen Religionsämtern zum Beispiel aus der Türkei einzudämmen. „Das funktioniert aber nur, wenn die Muslime hierzulande eigene, ihrem Lebensgefühl in Deutschland entsprechende Kriterien erarbeiten und entsprechendes Religionspersonal ausbilden“, sagte Kerber. Die Ausbildung und Finanzierung deutscher Imame gilt als eine der größten Herausforderungen bei der Integration des Islam in Deutschland.

Kerber sagte, es sollten mehr Gesprächsformate für deutsche Muslime geschaffen werden. „Auch der Minister wird die deutschen Muslime offensiv ermuntern, die Debatte um einen deutschen Islam zu führen“, kündigte der Staatssekretär von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) an. (epd/mig)

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