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Wolfgang Schäuble, Rede zur Amtseinführung des Beuauftragten für Auslandsdeutsche, Februar 2006

Spendenfinanziert

Erstes Mahnmal in Deutschland erinnert an ertrunkene Flüchtlinge

Das bundesweit erste Mahnmal erinnert an Flüchtlinge, die auf ihrem Weg nach Europa über das Mittelmeer gestorben sind. Die Skulptur ist spendenfinanziert. Theologe und Pro-Asyl-Gründer Jürgen Micksch wünscht sich weitere Mahnmale.

In Bremen ist am Sonntag erstmals in Deutschland ein Mahnmal enthüllt worden, das an die Flüchtlinge erinnert, die auf ihrem Weg nach Europa über das Mittelmeer ertrunken oder an anderer Stelle ums Leben gekommen sind. Auf Initiative der evangelischen Kirchengemeinde Arsten-Habenhausen entstand auf dem Friedhof der Gemeinde eine Bronzeskulptur des Bremer Künstlers Klaus Effern.

Hoffentlich entstünden auch noch an anderen Orten derartige Mahnmale, sagte in einem Gottesdienst der evangelische Theologe und Pro-Asyl-Gründer Jürgen Micksch. „Ähnlich wie die vielen Denkmale, die für die sinnlos Getöteten in den Weltkriegen errichtet wurden.“ Gemeindepastor Christian Schulken sagte dem „Evangelischen Pressedienst“, das Mahnmal sei ein Ort der Trauer und des Mitgefühls. Es könne die Opfer im öffentlichen Bewusstsein halten und die Verantwortung der Aufnahmeländer hinterfragen.

Die spendenfinanzierte Skulptur symbolisiert Meer und Wüstensand. Sie trägt die biblische Inschrift „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen“. Die Gedenkstätte entstand neben einem Mahnmal, das an die Opfer der beiden Weltkriege erinnert. „So soll zugleich das traditionelle Totengedenken in eine neue zeitgemäße Dimension hinein geöffnet werden“, ergänzte Schulken. (epd/mig)

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