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Migration und Integration in Deutschland

Die Wirtschaft entschied über die Anzahl der angeworbenen Gastarbeiter wie über deren Verteilung innerhalb der Bundesrepublik.

Ursula Mehrländer, Ausländerpolitik im Konflikt, 1978

Arbeitsmarkt-Institut

Jeder vierte Flüchtling hat einen Job

Jeder vierte Flüchtling, der seit 2015 nach Deutschland gekommen ist, hat eine Arbeit gefunden. Das geht aus Zahlen des des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor. In fünf Jahren könnte schon jeder Zweite einen Job haben.

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Handwerk © voltamax @ pixabay.com (CC 0 Public Domain)

Von den Flüchtlingen, die seit 2015 aus Kriegs- und Krisenländern nach Deutschland gekommen sind, hat mittlerweile jeder Vierte eine Arbeit gefunden. Etwa jeder Fünfte hat demnach eine sozialversicherungspflichtige Anstellung, wie die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ unter Berufung auf ihr vorliegende Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berichtete.

„Wenn sich der Beschäftigungszuwachs so fortsetzt, hat nach fünf Jahren die Hälfte der Zuwanderer eine Arbeit“, sagte der Leiter des IAB-Forschungsbereichs Migration, Herbert Brücker, der Zeitung. Nach Schätzungen des Forschers werden bis Ende des Jahres monatlich 8.500 bis 10.000 weitere Flüchtlinge eine Arbeit finden.

Am häufigsten finden Pakistaner demnach einen Job in Deutschland. Im Februar 2018 hätten etwa 40 Prozent der pakistanischen Zuwanderer eine Arbeit gehabt, hieß es. Ebenfalls hoch seien die Quoten bei Migranten aus Nigeria und dem Iran. Die meisten Asylanträge stellen Flüchtlinge aus Syrien. Von ihnen schaffte es bisher jeder Fünfte auf den Arbeitsmarkt.

Jobs ohne Deutscherfordernisse

Meist kämen die Zuwanderer in Jobs unter, in denen sie auch ohne gute Deutschkenntnisse klarkommen. Fast ein Drittel findet den Zahlen zufolge eine Anstellung in der Zeitarbeit. Jeweils elf Prozent arbeiteten im Gastgewerbe und in Dienstleistungsunternehmen, oftmals in der Reinigung, Logistik oder Security. Jeder Zweite hat laut IAB eine Anstellung als Fachkraft. Nur die wenigsten Flüchtlinge arbeiten in der Industrie. „Das liegt an den Qualifikationen, die sie mitbringen: Viele Flüchtlinge haben schon vorher in Dienstleistungsfirmen gearbeitet“, erklärte Brücker.

Doch nicht jeder Ausländer mit Job könne auch davon leben, hieß es weiter. 15 Prozent aller Flüchtlinge, die Hartz IV beziehen, hätten eine Arbeit, müssten aber aufstocken. So steige nicht nur die Zahl der Erwerbstätigen, sondern auch die der Hilfebedürftigen. Insgesamt machten Geflüchtete 14 Prozent aller Hartz-IV-Empfänger aus. (epd/mig)

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