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Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

Sea-Watch

Mit neuem Flugzeug mehrere Hundert Flüchtlinge gerettet

Allein im vergangenen Jahr war die Hilfsorganisation Sea-Watch an der Rettung von 20.000 Flüchtlingen beteiligt. Jetzt hält die Initiative auch per Flugzeug Ausschau nach hilfsbedürftigen Menschen im Mittelmeer – mit Erfolg.

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Flugzeug zur Aktion "Moonbird" von Sea-Watch © Sea-Watch

Die Hilfsorganisation Sea-Watch hat mit dem Einsatz eines Flugzeugs nach eigenen Angaben die Rettung von mehreren Hundert Flüchtlingen auf Booten im Mittelmeer ermöglicht. „Wir konnten der Rettungsleitstelle in Italien inzwischen mehr als zehn Boote melden. Dadurch konnten wir verhindern, dass die Flüchtlinge ertrinken“, sagte Projektkoordinator Ruben Neugebauer dem Evangelischen Pressedienst. Seit Mitte April 2017 setzt die Organisation gemeinsam mit der Humanitarian Pilots Initiative erstmals ein Flugzeug ein, um vor der Küste Libyens Flüchtlingsboote zu suchen.

„Mit dem Flugzeug können wir einen erheblich größeren Bereich überwachen als mit Booten“, erläuterte Neugebauer, der selbst als Co-Pilot bei Flügen an Bord ist. Sea-Watch habe den einmotorigen Viersitzer „Moonbird“ zunächst gechartert. „Wir wollten erst ausprobieren, wie gut wir die Maschine einsetzen können“, sagte Neugebauer. „Alles läuft optimal, wir werden das Flugzeug nun im Juni kaufen.“

Bereits im vergangenen Jahr habe Sea-Watch eine Lufüberwachung mit einem Ultraleichtflugzeug von Tunesien aus organisieren wollen. „Aber wir haben von dem Land keine Fluggenehmigung bekommen“, berichtete Neugebauer. Die „Moonbird“ sei nun auf Malta stationiert.

Rettung von 20.000 Flüchtlingen

In den vergangenen Tagen sei die Maschine wegen schlechten Wetters nicht zum Einsatz gekommen, „aber wir können jederzeit wieder starten“. Indem die Organisation die Flüchtlingsboote melde, wolle sie auch die Politik der Europäischen Union beeinflussen: „Wir wollen Druck auf die EU machen, damit sie mehr Rettungsboote einsetzt.“

Sea-Watch ist eine gemeinnützige Initiative mit Sitz in Deutschland, die sich der zivilen Seenotrettung von Flüchtenden verschrieben hat. Die Organisation entstand Ende 2014 aus einer Freiwilligen-Initiative und wird durch private Spenden finanziert. Aktuell setze sie neben dem Flugzeug ein Schiff zur Flüchtlingsrettung im Mittelmeer ein, ein weiteres Schiff werde gerade für den Einsatz umgebaut, sagte Neugebauer. Im vergangenen Jahr war Sea-Watch eigenen Angaben zufolge an der Rettung von mehr als 20.000 Flüchtlingen im Mittelmeer beteiligt, in diesem Jahr bislang an der Rettung von 2.500 Menschen. (epd/mig)

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3 Kommentare
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  1. karakal sagt:

    Man sollte die vielen militärischen Drohnen lieber dazu einsetzen, um Menschleben zu retten, als unschuldige Menschen als „Kollateralschaden“ zu töten (ganz zu schweigen davon, daß selbst die Terrorverdächtigen bis zu einer gerichtlichen Verurteilung – die sie nicht bekommen – als unschuldig angesehen zu werden haben). Aber dazu dürfte die militärische Führung der transatlantischen Supermacht wohl kaum bereit sein.

  2. […] erstmals ein Flugzeug ein, um vor der Küste Libyens Flüchtlingsboote zu suchen…” Beitrag von Matthias Klein vom 4. Mai 2017 bei Migazin , auch interessant […]

  3. […] „Migrationsforscher-EU-Kritik an Seenotrettern ist zynisch“, migazin.de, 04.05.2017 → „Sea-Watch – Mit neuem Flugzeug mehrere Hundert Flüchtlinge gerettet“, migazin.de, 04.05.2017 → „Flüchtlingsroute – Seehofer will den Brennerpass notfalls […]



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