MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Bei dem Lebensalter der ausländischen Arbeitnehmer wirkt sich das z. Z. vor allem für die deutsche Rentenversicherung sehr günstig aus, weil sie weit höhere Beiträge von den ausländischen Arbeitnehmern einnimmt, als sie gegenwärtig an Rentenleistungen für diesen Personenkreis aufzubringen hat.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände, 1966

Bundesinnenministerium

Zahl neuer Flüchtlinge im Oktober weiter gesunken

Im Oktober sind weniger Flüchtlinge nach Deutschland gekommen als in den Vormonaten. Auch die Zahl der Asylanträge hat sich binnen eines Jahres fast halbiert.

Flüchtlinge, Ungarn, Gleis, Bahn, Asyl, Asylbewerber
Flüchtlinge in Ungarn (Symbolfoto) © By Photo: Gémes Sándor/SzomSzed [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Die Zahl neuankommender Flüchtlinge in Deutschland sinkt weiter. Wie aus der am Dienstag vom Bundesinnenministerium veröffentlichten Statistik für den Monat Oktober hervorgeht, wurden im Vormonat knapp 15.200 Asylsuchende registriert. Im August waren es mehr als 18.000, im Februar – direkt vor Schließung der Balkanroute – noch mehr als 60.000. Hauptherkunftsländer der Schutzsuchenden bleiben der Statistik zufolge Syrien, Afghanistan und Irak.

Von Januar bis Ende Oktober wurden im Erfassungssystem der Länder (Easy) damit rund 287.000 neue Flüchtlinge registriert. Die Zahl ist aber wahrscheinlich überhöht, da Fehl- und Mehrfacherfassungen nach wie vor nicht ausgeschlossen sind.

Zahl der Asylanträge fast halbiert

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurden im Oktober rund 32.600 Asylanträge gestellt. Dies ist ein Rückgang um 40,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Entschieden wurde über mehr als 68.000 Anträge. Das Bundesinnenministerium wertet dies als Beleg dafür, dass der große Stau, der sich vor allem durch den Andrang im vergangenen Jahr bildete, weiter abgebaut wird.

Bei knapp 26 Prozent der entschiedenen Asylanträge wurde für den Flüchtlingsschutz nach der Genfer Konvention entschieden – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vormonat September. Etwa 35 Prozent der Flüchtlinge erhielten den sogenannten subsidiären Schutz. Der untergeordnete Schutzstatus, für den der Familiennachzug ausgesetzt ist, wurde in den vergangenen Monaten immer häufiger verliehen. Jetzt ging der Anteil erstmals zurück (September: knapp 41 Prozent). Im Oktober wurden aber auch mehr Anträge abgelehnt, nämlich etwa 23 Prozent. Im September waren es 21 Prozent. (epd/mig)

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...