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Migration und Integration in Deutschland

Erwerbsquoten der inländischen (43 %) und ausländischen (70,8 %) Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1970.

Friedrich Heckmann, Die Bundesrepublik als Einwanderungsland?, 1981

Umfrage

Jeder zweite Deutsche würde Angehörige im Ausland pflegen lassen

Einer Umfrage zufolge kann sich jeder zweite Deutsche vorstellen, seine Angehörige im Ausland pflegen zu lassen, wenn er dadurch Geld spart. In der Befragung liegen Spanien und Portugal auf den Spitzenplätzen der beliebtesten Pflegeländer.

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Das Alter © jimpg2_peace2011 auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Jeder zweite Deutsche kann sich vorstellen, seine Angehörigen auch im Ausland pflegen zu lassen, wenn er dadurch Geld spart. Dabei wären deutschsprachiges Personal und vergleichbare medizinische Standards für jeden Fünften die Voraussetzung für die Unterbringung im Ausland, wie die Die Welt berichtete. Der Zeitung liegt eine repräsentative Umfrage der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) zur Zukunft der Pflege vor.

In der Befragung liegen Spanien und Portugal auf den Spitzenplätzen der beliebtesten Pflegeländer. Ein Viertel der Befragten würde seine Familienangehörigen nur im Ausland pflegen lassen, wenn die Entfernung für einen regelmäßigen Besuch nicht zu weit wäre.

Drei Viertel der Bundesbürger können sich vorstellen, ihre Angehörigen bei sich zuhause aufzunehmen und selbst zu pflegen, wenn sie dafür Geld bekämen. 37 Prozent derjenigen, für die eine Pflege zuhause gegen Geld denkbar wäre, seien schon für 250 bis 500 Euro im Monat dazu bereit. Weitere 40 Prozent sähen einen Zuschuss von mindestens 500 Euro als motivierend an.

Die höchsten Hürden für die Pflege zuhause seien der Umfrage zufolge Platzmangel (55 Prozent) und emotionale Überforderung (53 Prozent). 47 Prozent fürchteten körperliche Überforderung. 41 Prozent hätten Angst davor, etwas falsch zu machen. Ein gutes Drittel sorge sich, dass die Belastung für die Familie zu groß wäre. (epd/mig)

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