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Es sei denn, man würde die Lebensverhältnisse der Ausländer in der Bundesrepublik derartig nachhaltig verschlechtern, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums in den Herkunftsländern vorteilhafter erschiene.

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

Umfrage

Deutsche erwarten Wandel und wollen Flüchtlinge unterstützen

Drei von vier Deutschen erwarten, dass Flüchtlinge die deutsche Gesellschaft verändern werden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor. Wie aus einer anderen Erhebung hervorgeht, sind die meisten Deutschen bereit, die Neuankömmlinge zu unterstützen.

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Menschen © ThisParticularGreg auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Drei Viertel der Deutschen erwarten, dass die Einwanderung von Flüchtlingen die deutsche Gesellschaft stark (50 Prozent) oder sehr stark (26 Prozent) verändern wird. Lediglich jeder Fünfte (21 Prozent) glaubt, dass diese Entwicklung nur wenig Einfluss auf die Gesellschaft ausüben wird, wie aus einer am Freitag in Köln veröffentlichten ARD-Umfrage hervorgeht.

Dass der Zuzug so vieler Flüchtlinge gar keine gesellschaftlichen Auswirkungen haben wird, nimmt nur ein Prozent der Bürger an. Das Institut Infratest dimap befragte im Auftrag des ARD-„Morgenmagazins“ von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.000 Bundesbürger.

Wie aus einer anderen Umfrage hervorgeht, sind die Deutschen zu vielfältiger Hilfe für Flüchtlinge bereit, ziehen aber finanzielle Unterstützung meist der menschlichen Nähe vor. Wie sich aus der Befragung im Auftrag des Magazins „chrismon spezial“ ergibt, können sich 58 Prozent eine Geldspende vorstellen, aber nur 13 Prozent, vorübergehend einen Flüchtling bei sich zu Hause aufzunehmen.

Auf die Frage „Was würden Sie für einen Flüchtling tun?“ sagten 58 Prozent, sie würden einmal mit einem Flüchtling einkaufen gehen und bezahlen. 57 Prozent können sich eine Essenseinladung vorstellen, 54 Prozent den Besuch in einem Flüchtlingsheim und 53 Prozent eine Begleitung bei Behördengängen. 15 Prozent indes sagten, sie wollten keine der vorgegebenen Möglichkeiten zur Unterstützung der Neuankömmlinge in Deutschland nutzen.

Für „chrismon spezial“ hat das Emnid-Institut 1.003 Frauen und Männer befragt. Mehrfachnennungen waren möglich. (epd/mig)

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Ein Kommentar
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  1. karakal sagt:

    Mehr noch als auf die deutsche Mehrheitsgesellschaft insgesamt dürfte der Zustrom von Flüchtlingen insbesondere aus Syrien Einfluß auf die Prägung der muslimischen Minderheit in der BRD haben, die bisher überwiegend türkisch geprägt ist. Dies könnte dazu führen, daß die Arabische Sprache mehr Bedeutung erlangt, und daß allgemein das bisherige türkische Übergewicht etwas ausgeglichen wird. Die türkischen Einwanderer der ersten Generation waren überwiegend ungebildete Arbeitskräfte, während die verhältnismäßig viele der syrischen Flüchtlinge Akademiker sind oder zumindest einen Sekundarschulabschluß haben. Die derzeitige Zuwanderung mit diesen Faktoren dürfte sich vermutlich positiv auf die Zusammensetzung und den allgemeinen Bildungsstand der muslimischen Gemeinschaft auswirken.



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