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Migration und Integration in Deutschland

Wir haben unsere Behörden über Jahrzehnte in eine Abschottungskultur hineinentwickelt. Man hat gesagt: Haltet uns die Leute vom Hals, die wollen alle nur in unsere Sozialsysteme einwandern. Jetzt müssen wir deutlich machen, dass wir Fachkräfte brauchen, dass wir um sie werben müssen.

Peter Clever, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, April 2013

Mehrere Verletzte

Flüchtlinge von Neonazis angegriffen

In Hildesheim haben Rechtsextreme eine Gruppe von Flüchtlingen angegriffen. Ein 22-jähriger sudanesischer Asylberwerber wurde mit Holzstöcken geschlagen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

Eine Gruppe von Flüchtlingen ist in der Nacht zu Montag in Hildesheim gewaltsam von Fußballfans und Rechtsextremen angegriffen worden. Am Bahnhof habe es zwischen rund 20 Personen mit ausländischen Wurzeln, darunter auch Asylbewerber, und den Angreifern „tumultartige Szenen“ gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Einige Migranten seien zuvor geschlagen worden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Zudem würden Tatbestände wie Landfriedensbruch geprüft.

Den Angaben zufolge wurden ein 18-jähriger Deutscher mit Migrationshintergrund sowie ein 21-jähriger Syrer am Bahnhofsvorplatz zunächst von den alkoholisierten Angreifern beschimpft und weggestoßen. Die beiden Männer konnten jedoch fliehen. Bei der Verfolgung stießen die Rechtsextremen an einer Unterführung auf einen unbeteiligten 22-jährigen sudanesischen Asylbewerber, den sie unvermittelt mit Holzstöcken schlugen.

Daraufhin sei es an der Unterführung zu Gruppenbildungen gekommen, bis die Polizei hinzukam und beide Seiten trennte. Der Sudanese habe leichte Verletzungen erlitten. Der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig sagte, die Übergriffe seien nicht akzeptabel: „Wir lassen keinen Raum für rechtes Gedankengut oder politisch motivierte Straftaten.“ Wie die Polizei außerdem mitteilte, wurden bei den Tatverdächtigen Personalienfeststellungen durchgeführt, Durchsuchungen vorgenommen sowie Platzverweise ausgesprochen. Festnahmen gab es keine. (epd/mig)

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