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Migration und Integration in Deutschland

Wenn die deutsche Gesellschaft die Muslime toleriert, hat das noch nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans, MiGAZIN, 20. Januar 2010

Radio Bremen

Erstmals sollen Muslime in einem Rundfunkrat vertreten sein

In keinem einzigen öffentlich-rechtlichen Rundfunkrat sind Muslime vertreten. Das könnte sich bald ändern. Schon Mitte dieses Jahres könnte ein muslimischer Vertreter im Rundfunkrat von Radio Bremen sitzen.

Erstmals könnte in einem Rundfunkrat eines öffentlich-rechtlichen Senders ein muslimischer Vertreter sitzen. Wie der Medienfachdienst „Funkkorrespondenz“ (FK) am vergangenen Freitag mitteilte, findet die Premiere bei Radio Bremen statt. Ermöglicht wurde das durch eine Gesetzesänderung der Bremischen Bürgerschaft vom März 2014.

Nun müssten sich die islamischen Religionsgemeinschaften auf einen gemeinsamen Vertreter einigen. Gemeint sind die „Schura – Islamische Religionsgemeinschaft Bremen“, die „DITIB – Landesverband der Islamischen Religionsgemeinschaften Niedersachsen und Bremen“ und der Bremer Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ).

Die Vorsitzende des Rundfunkrats von Radio Bremen, Eva-Maria Lemke-Schulte, habe erklärt, dass schon im Laufe des zweiten Halbjahres ein Vertreter der Muslime in den Radio-Bremen-Rundfunkrat einziehen könne. Das wäre ein Novum. In keinem Gremium der übrigen 13 deutschen Landesmedienanstalten sitzen bisher Repräsentanten von Muslimen. (eb)

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Ein Kommentar
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  1. […] finde es daher begrüßenswert, das es offenbar es bald weitere Vertreter*innen […]



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