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Migration und Integration in Deutschland

[Es würde im Interesse der deutschen Arbeiter liegen, wenn wir sie zu Fachkräften ausbilden.] Dafür müssen wir natürlich dann die relativ primitiveren Arbeiten … von ausländischen Arbeitskräften besorgen lassen.

Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard, NWDR-Interview vom 9. April 1954

TV-Tipps des Tages

06.02.2014 – China, Nanking, Ausländer, Polen, Migranten, Fachkräfte

TV-Tipps des Tages sind: John Rabe – Der gute Deutsche von Nanking: Kowalski & Schmidt: Themen: Ein Student aus dem Osten; Ein Schwabe mit dunkler Haut; Eine Inderin in der polnischen Provinz; Ein Satiriker mit Migrationshintergrund; Kogel-Mogel „Polnische Spezialitäten“

VONÜmit Küçük

DATUM6. Februar 2014

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John Rabe – Der gute Deutsche von Nanking
Spielfilm – Nanking, 1937: Seit knapp 30 Jahren lebt der Hamburger Kaufmann John Rabe mit seiner Frau Dora in der chinesischen Hauptstadt. Er leitet die dortige Siemens-Niederlassung und ist Mitglied der NSDAP. Es fällt ihm schwer, die Firmenleitung seinem Nachfolger Fließ zu übergeben und nach Berlin zurückzukehren. China ist ihm ans Herz gewachsen, und er weiß, dass er hier ein Mann mit Einfluss ist, in der Berliner Zentrale jedoch nur einer von vielen. Während seines Abschiedsballs wird Nanking von Fliegern der japanischen Armee bombardiert, die kurz zuvor bereits Shanghai eingenommen hat.

Panik bricht aus. Rabe öffnet die Tore des Firmengeländes, um die schutzsuchenden Familien seiner Arbeiter in Sicherheit zu bringen. Während am kommenden Morgen die Feuer gelöscht und Schäden begutachtet werden, beraten die in der Stadt verbliebenen Ausländer, was sie angesichts der Bedrohung tun können. Der deutschjüdische Diplomat Dr. Rosen berichtet von einer Sicherheitszone für Zivilisten, die in Shanghai eingerichtet wurde. Die Leiterin des Girls Colleges, Valérie Dupres, ist sofort begeistert. Sie schlägt John Rabe als Vorsitzenden der Internationalen Sicherheitszone Nanking vor. Sehr zum Unwillen von Dr. Wilson, Chefarzt des lokalen Krankenhauses, den eine große Antipathie mit dem „Nazi“ Rabe verbindet. Rabe wollte eigentlich am nächsten Tag die Heimreise antreten – entscheidet sich aber, zu bleiben und stürzt sich in die Arbeit. Rabe und seinen Mitstreitern gelingt es mit Mut und Geschick, den Japanern die geplante Sicherheitszone abzutrotzen. Hunderttausende strömen in die Zone – weit mehr als erwartet. Die brutalen Übergriffe der Japaner nehmen kein Ende, und die Versorgungssituation wird immer schlechter. Schließlich planen die Japaner, die Zone unter einem Vorwand zu stürmen – für Rabe beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Do, 6. Feb • 21:00-23:10 • 3sat

Kowalski & Schmidt
Themen: Ein Student aus dem Osten; Ein Schwabe mit dunkler Haut; Eine Inderin in der polnischen Provinz; Ein Satiriker mit Migrationshintergrund; Kogel-Mogel „Polnische Spezialitäten“

Moderation: Ola Rosiak und Daniel Finger

Ein Student aus dem Osten
Die meisten ausländischen Studenten an den Breslauer Hochschulen kommen aus der Ukraine oder Weißrussland. Sie zahlen für ihr Studium bis zu 4.000 Euro jährlich. Denn das Diplom einer EU-Uni öffnet ihnen Türen im Westen.

Ein Schwabe mit dunkler Haut
Ein Schwabe studiert in Berlin. Mit seinen Bestnoten bewarb er sich um eine studentische Nebentätigkeit. Erfolglos. Doch als Babatunde Joshua Ajayi seine Bewerbungsunterlagen mit dem Foto eines Weißen und dem Namen eines Deutschen versah, bekam er gleich die Einladung zu Vorstellungsgesprächen und dann einen Job …

Eine Inderin in der polnischen Provinz
Sie kommt aus einem kleinen Dorf in Indien. Sie ist medizinische Massage-Therapeutin und arbeitet jetzt im SPA eines Wellness Hotels gleich hinter der deutsch-polnischen Grenze. Jeden Monat schickt sie ihren Verdienst nach Hause und jeden Abend skypt sie mit ihrer kleinen Tochter. Ohne die Arbeit der Mutter im fernen Polen könnte die Familie nicht überleben.

Ein Satiriker mit Migrationshintergrund
Paul Bokowski lebt im Wedding, seine Eltern kamen aus Polen. Seine Geschichten erzählen von den Absurditäten des Alltags: von polnischen Spätaussiedlern, die sich im „Labürünth“ der deutschen Sprache verlieren, von merkwürdigen Sexualverhalten der Weddinger und von NPD-Wählern mit Migrationshintergrund.

Kogel-Mogel „Polnische Spezialitäten“
Kinder der deutsch-polnischen Europa-Schule in Berlin erklären deutsche und polnische Begriffe für Anfänger, heute „Polnische Spezialitäten“. Fr, 7. Feb • 05:15-05:40 • RBB Berlin

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