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Sigmar Gabriel (SPD-Chef), dpa, 7. Oktober 2010

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Der „Fall Yunus“: Kulturkampf, Medienhetze und erschreckende Fakten

Seit einigen Wochen erregt das Schicksal des 9-jährigen Yunus die Gemüter in den Niederlanden sowie der Türkei: Nachdem das Jugendamt Haaglanden den Jungen im Jahre 2004 von seinen biologischen, türkischstämmigen Eltern getrennt hatte, wurde er bei einem lesbischen Paar untergebracht. Inzwischen handelt es sich um einen Fall, der viele Facetten und einen großen Verlierer kennt: Yunus.

VONAndré Krause

 Der „Fall Yunus“: Kulturkampf, Medienhetze und erschreckende Fakten
Der Verfasser (geb. 1981 in Dortmund) ist Historiker. Er promoviert am Zentrum für Niederlande-Studien in Münster und arbeitet als Biograf und Autor (Facebook). Im September 2010 hat er die ersten, längeren deutschsprachigen Arbeiten über Geert Wilders veröffentlicht.

DATUM27. März 2013

KOMMENTARE21

RESSORTAktuell, Meinung

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Es geschah im Dezember 2004: Das Baby Yunus wurde mit einem gebrochenen Arm und einer Schwellung am Kopf ins Krankenhaus eingeliefert. Während die Kindesmutter behauptete, gefallen zu sein, vermuteten die Ärzte, mit den Folgen einer schweren Misshandlung konfrontiert zu sein.

Zudem behauptete der Jugendschutzrat, dass das älteste Kind der Familie zuvor wegen einer vermeintlich falschen Medikamentenverabreichung ins Koma gefallen war. Das Jugendamt sprach der Mutter vor diesem Hintergrund letztendlich die Fähigkeit ab, ihre insgesamt drei Kinder adäquat erziehen zu können. Folge: Yunus und seine Geschwister mussten ihr Elternhaus zunächst einmal für ein Jahr verlassen. Fortan kümmerten sich Pflegefamilien um die angeblich misshandelten bzw. vernachlässigten Kinder. Yunus wuchs bei einem lesbischen Paar auf.

Allerdings ist der Fall nicht so eindeutig, wie er auf dem ersten Blick ausschaut: Ein Radiologe stellte zu einem späteren Zeitpunkt fest, dass es bei Yunus keinerlei Hinweise auf eine Misshandlung gäbe. Doch damit nicht genug: Auch das älteste Kind der Familie soll weder im Koma gelegen noch Medikamente falsch verabreicht bekommen haben. Die Mutter gab überdies an, zum Zeitpunkt der vermeintlichen Misshandlung selbst unter allerlei familiären Problemen gelitten zu haben: Yunus’ Zwillingsbruder war kurz vorher verstorben und ihr Mann hatte sich von ihr getrennt. Deshalb sprach sie sich selbst zeitweilig die Fähigkeit ab, ihre (verbliebenen) Kinder zu versorgen. Ein Schritt, der objektiv betrachtet für ein gesundes Maß an Einsicht und Verantwortungsbewusstsein spricht.

Nach einer Weile fanden Yunus’ Eltern jedoch wieder zueinander. Die Situation entspannte sich, da es ihnen darüber hinaus gelang, ein Netzwerk aufzubauen, das ihnen bei der Erziehung helfen konnte. Daher verfügte ein Richter, dass die Kinder zu ihrer Familie zurückkehren dürften. Allerdings wurde dieses Urteil aus unerklärlichen Gründen ignoriert. Stattdessen sollte eine neue Untersuchung über die Situation der biologischen Eltern durchgeführt werden. Auch wenn es unglaublich klingt: Diese Untersuchung fand niemals statt.

Im Anschluss verschlechterte sich das Verhältnis zwischen dem Jugendamt und den Eltern. Letztere waren nicht mehr bereit, zu kooperieren. Darüber hinaus brachen innerhalb der Familie laut Jugendamt angeblich neue Konflikte aus. Schlussendlich erfolgte im Jahre 2012 das bis zum heutigen Tage gültige Urteil, welches Yunus’ Eltern die Fähigkeit abspricht, ihre Aufgaben als Erzieher zu erfüllen.

Kurzum: Es ist viel schief gelaufen.

Yunus’ Mutter sah offenkundig am Ende nur einen Ausweg: In einem emotionalen Aufruf wandte sie sich an den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Er möge sich im Rahmen seines anstehenden Staatsbesuches in den Niederlanden am 21. März 2013 für sie einsetzen. Yunus’ Mutter wies bei ihrem Appell des Weiteren auf den Umstand, dass die Pflegeeltern ihres Sohnes lesbisch seien.

Insbesondere dieser Aspekt rückte in der Folge in den Fokus der niederländischen und türkischen Medien. In beiden Ländern wuchs die Aufmerksamkeit für den „Fall Yunus“ beständig. In der Türkei hieß es unter anderem, dass westeuropäische Länder generell dazu tendierten, muslimische Kinder allzu rasch in christlichen Pflegefamilien unterzubringen. Die lesbischen Pflegeltern des 9-jährigen Jungen tauchten mit ihrem Schützling aus Sicherheitsgründen sogar unter, nachdem das türkische Fernsehen ihre Gesichter einem Millionenpublikum kenntlich gezeigt hatte.

Viele niederländische Medien skizzierten die Vorkommnisse als einen (weiteren) Zusammenstoß zwischen traditionellen türkischen Werten und modernen niederländischen Einstellungen. Mit anderen Worten: Eine Neuauflage des Kulturkampfes, der seit dem 11. September 2001 die Meinungsspalten westlicher Zeitungen bzw. Zeitschriften regelmäßig beherrscht.

Auch der Staatsbesuch Erdogans stand im Zeichen des „Falles Yunus“: Auf einer Pressekonferenz missbilligte der türkische Ministerpräsident die Unterbringung eines türkischstämmigen Jungen bei einem lesbischen Paar. Dies sei mit den Normen und Werten seines Landes nicht vereinbar. Erdogan sprach die Hoffnung aus, dass Yunus bald wieder mit seinen biologischen Eltern vereint werde. Zudem meinte er, das türkische Familienministerium und das niederländische Justizministerium müssten sich ab sofort bei vergleichbaren Fällen austauschen, „um diese Art von Problemen in der Zukunft zu verhindern“.

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte verwarf jedoch den Vorschlag seines türkischen Amtskollegen. Die Türkei habe sich nicht einzumischen. Weder die Religion noch die sexuellen Präferenzen der Pflegeeltern dürften bei der Beschlussfassung des Jugendamtes eine Rolle spielen. Es müsste einzig und allein um das Wohl des Kindes gehen. Rutte wies außerdem auf den Umstand, dass es in den Niederlanden gegenwärtig zu wenige muslimische Pflegefamilien gäbe. Daher müssten Moslems zwangsläufig bei Christen untergebracht werden.

Was bleibt zum bisweilen äußerst irritierenden „Fall Yunus“ zu sagen?

Es ist prinzipiell nicht hinnehmbar, dass sich die Türkei mit innerniederländischen Angelegenheiten befasst. Yunus ist in den Niederlanden geboren und demnach Niederländer.

Es ist zudem nicht hinnehmbar, dass die sexuellen Präferenzen von Pflegeeltern bei der Zuweisung eines Kindes mitgewogen werden. Ein lesbisches Paar ist grundsätzlich ebenso wie ein heterosexuelles Paar dazu in der Lage, ein Kind mit viel Fürsorge, Liebe und Engagement zu erziehen.

Auch die Religion der Pflegeeltern darf in einem säkularen, liberalen Rechtsstaat selbstverständlich nicht im Mittelpunkt der Erwägungen stehen. Freilich ist die Unterbringung eines muslimischen Kindes in eine muslimische Pflegefamilie aus praktischen Gründen zu bevorzugen, sofern diese ebenso geeignet ist wie eine christliche, jüdische oder atheistische Pflegefamilie.

Dennoch ist die Einmischung der Türkei im „Fall Yunus“ wenigstens ein Stück weit nachvollziehbar, da das niederländische Jugendamt in der Tat schwerwiegende Fehler zu Ungunsten der türkischstämmigen Familie des 9-jährigen Jungen begangen hat.

Und darum müsste es in der öffentlichen Debatte in erster Linie gehen. Das Versagen zahlreicher Instanzen hat nichts mit einem Kulturkampf zu tun. Wohl aber darf die Frage erlaubt sein, ob der ethnische bzw. religiöse Hintergrund von Yunus’ Eltern möglicherweise – zumindest unterschwellig – eine signifikante Rolle gespielt hat. Zur Erinnerung: Unmittelbar vor der vermeintlichen Misshandlung ist der Regisseur Theo van Gogh von einem radikalen Islamisten ermordet worden. Mit anderen Worten: Wäre eine autochthone Familie im Jahre 2004 (und danach) auch SO behandelt worden?

Zudem sollte in den nächsten Wochen die Berichterstattung einiger Medien in der Türkei und den Niederlanden kritisch hinterfragt werden. Yunus’ Wohl stand in beiden Ländern nicht im Vordergrund. Stattdessen regierte einmal mehr die (aus kommerziellem Blickwinkel verständliche) Jagd nach hohen Einschaltquoten und Absatzzahlen. Gerade wenn es um das Schicksal eines Kindes geht, sind die Medien nach „normalen“ menschlichen Maßstäben allerdings verpflichtet, vorsichtiger bzw. zurückhaltender zu Werke zu gehen. DAS ist wahrhaftig eine Kulturfrage.

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21 Kommentare
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  1. […] neue MiGAZIN-Kolumne ist online. Ich wünsche euch viel Spaß beim […]

  2. z sagt:

    Danke für die gute Darstellung. Sachlichkeit auf beiden Seiten dürfte dem Kindeswohl zuträglich sein. Bei all der berechtigten Kritik muss aber auch ein trauriger Befund erkannt werden. Pflegeeltern sind rar. Noch rarer sind muslimische oder kultursensible Pflegeeltern, unabhängig ihrer sexuellen Orientierung. Lesbische und schweule Muslime gibt es natürlich auch. In farnakreich ist sogar eine Moscheee nur für Homosexuelle Miuslime eröffnet worden.
    Die sexuelle Orientierung ist absolut kein Kriterium.

    Es bedarf einer erheblichen Anstregung zumal statistisch immer mehr Kinder, die keine Herkunftsdeutsche sind, geboren werden.
    Die Kinder und Jugendhilfe ignoriert diese Entwicklung und ist personell miserabel aufgestellt für diese interkulturelle Herausforderungen. Dies gilt auch für die Justiz. Ein aktuelles Beispiel:

    http://hudoc.echr.coe.int/sites/eng/pages/search.aspx?i=001-117135#{„itemid“:[„001-117135“]}

    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte
    Urteil vom 14.3.2013

    Der EGMR hielt die Ermittlungen des AG Krefeld und des OLG Düsseldorf nicht für ausreichend. Deutschland wurde zur Schadenersatzzahlunegn verurteilt.

  3. Mesut sagt:

    Ich denke das es dennoch wichtig ist wohin ein Kind kommt. Das soll ja normalerweise wieder zurück. Wenn aber in der Zeit das Kind der eigenen biologischen Familie soweit „entfremdet“ ist kann eine „reintegration“ sehr problematisch sein. Vor allen Dingen ist diese Behandlung kein Einzelfall. Allein die Sprachbarrieren die teilweise existieren führen zu regelmäßigen Nachteilen bei der Behandlung.

  4. Soli sagt:

    Ich stimme dem Autor in allen Punkten zu – bis auf einem – er versucht hier eine Beziehung zw. dem Fall van Gogh und Yunus herzustellen. DAs finde ich ziemlich an den „Haaren herbeigezogen“.
    Ich stelle ja auch nicht den versuchten Mord einiger türkischstämmiger Jugendlicher in Berlin mit dem Buch von Sarrazin in Zusammenhang.

  5. z sagt:

    Sicher ist dies wichtig und ein nützlicher Hinweis. Aber sich zu beklagen, dass die Kinder nicht in türkische Familien kommen bringt wiederum nichts, wenn es keine türkischen Familien gibt, die tatsächlich Pflegschaften übernehmen. Es ist bequem die Kritik zu äußern und sonst nichts zur Problemlösung beizutragen.
    Da gibt es einen hohen Nachholbedarf auf beiden Seiten, die verschlafen haben welche erhebliche Lücken im Kinder-und Jugendhilfebereich existieren. Es kann auch nicht die Lösung sein, dass diese Kinder alle in die Türkei bei Pflegefamilein aufwachsen und hier entwurzelt werden.
    Dann muss man vorurteilsfrei an die Ursachen rangehen, warum es zunehmend mehr Kindesinobhutnahmen gibt ujd dies nicht nur in Familien, die nicht Herkunftsdeutsche sind.

  6. Lynx sagt:

    Man muß sich fragen, wie es kommen kann, daß in einem Rechtsstaat Gerichtsurteile ignoriert werden.
    Im Islam gibt es keine rechtmäßige eheliche Verbindung zwischen gleichgeschlechtlichen Personen, das schließt allein schon die sprachlich-koranische Definition von „Ehepaar“ aus, wonach ein solches nur aus jeweils einem männlichen und einem weiblichen Partner bestehen kann (vgl. Koran, 53, 45 u. 75, 39).
    Laut Medienbericht wird die von Kommentator „Z“ erwähnte Moschee für homosexuelle Muslime in Frankreich nur mehr oder weniger heimlich in den Räumlichkeiten eines buddhistischen Tempels betrieben.
    Der Fall Yunus zeigt nur zu deutlich, daß in den westlichen freizügigen Gesellschaften die Prioritäten zugunsten der individuellen Freiheiten und des ungehinderten Auslebens der eigenen Gelüste und Triebe und zum Nachteil der Bewahrung moralischer und religiöser Werte und des Schutzes der Familie gesetzt sind (auch wenn auf dem Papier der Gesetzbücher etwas anderes stehen mag). Muslime, die in solche Länder auswandern, sollten sich bewußt sein, welchen Schritt sie damit unternehmen, und daß ihnen gegebenenfalls ihre Kinder weggenommen werden können, um nach den (Un)werten der Residenzgesellschaft erzogen zu werden.
    In der Regel lieben Muslime ihre Kinder und mißhandeln sie nicht, während die zuletzt in den Medien bekannt gewordenen Fälle schwerer Kindesmißhandlungen in der BRD von Nichtmuslimen begangen worden sind. Trotzdem unterstellt man auf Grund des durch die permanente und massive Medienhetze gegen den Islam und dessen Anhänger erzeugten Zerrbildes den Muslimen unterschwellig, eher als Nichtmuslime zur Mißhandlung nicht nur ihrer Ehefrauen, sondern auch ihrer Kinder zu neigen, was dann anscheinend zu einer größeren Bereitschaft der Verantwortlichen in den Jugendämtern führt, den Muslimen im Falle des geringsten Verdachtes ihre Kinder wegzunehmen.

  7. Paulina sagt:

    Lynx,
    Homosexuelle gibt es auch unter Muslimen, Kindesmisshandlung kann überall vorkommen, wo Eltern überfordert sind – was bringt Sie zu der Annahme, dass Homosexuelle weniger liebevoll und fürsorglich mit Kindern umgehen als Heterosexuelle? Mit welcher Statistik untermauern Sie Ihre Behauptung, dass Misshandlung in muslimischen Familien seltener vorkommt als in nicht-muslimischen? Diese Verallgemeinerungen verstellen den klaren Blick, den wir hier bräuchten.

    Mag sein, dass der Koran sich nicht gerade freundlich über Homosexuelle äußert. In der Bibel stehen ein Haufen nicht gerade menschenfreundlicher Dinge über Ungläubige, Homosexuelle und ähnliches Sünderpack, die nehmen wir Christen heute nicht mehr wörtlich. Wenn die Wissenschaft fortschreiten kann, warum nicht auch die Religion? Sie trauen den Menschen ziemlich wenig zu, glaube ich.

  8. Wendy sagt:

    @Lynx – Ach.. die Brüder, Väter und Onkel die das „unsittliche, die Ehre der Familie beschmutzenden“ Mädchen ermodern sind also alles ganz liebe Muslime?

    Die weiteren Aussagen ihrerseits sind prizipieller Rassismus wie es hier so oft heißt „Nichtmuslime lieben ihre Kinder weniger als Muslime“, die „Werte der Residenzgesellschaft sind unwert“ usw.
    Ich denke auf solchen Grundlagen braucht man gar nicht weiter reden. Schalten sie einen beliebigen arabischen TV-Sender ein und genießen sie die heile Welt, inshallah…

  9. LuLi sagt:

    Danke für diesen Artikel. Ich habe schon lange keinen Artikel mehr zu einem Thema gefunden welches soviel „Zündstoff“ bietet, welcher versucht alle Aspekte aufzuzeigen.
    Den Zündstoff spiegeln ja hier schon einige Kommentare ab.

    Leider wurde in diesem Fall wenig an das Wohl des Kindes gedacht. Von den sehr unterschiedlichen Instiutionen ging es doch wohl eher um das Profilieren als um das Kind.

    Ich bin selber Pflegemutter. Somit weiß ich wie Pflegefamilien in Deutschland ausgewählt werden (zumindest in meinem Bundesland). Die Religion spielt dabei keine wirkliche Rolle, nur insofern das jeder Fanatismus ausgeschlossen sein muß (und da ist es egal ob christlicher Fanatismus oder muslimischer oder doch buddistischer…) Eher das sich leider kaum muslimische Familien für diese Aufgabe melden.
    Es darf nicht in Vergessenheit geraten das in Pflegefamilien die Kinder NICHT kommen wenn alles super in der Herkunftsfamilie läuft. Die Kinder die in Pflegefamilien kommen haben oft sogar diverse Traumen, Erfahrungen mit Mißhandlungen, Ängste, sind entwicklungsverzögert. Oft wird den Jugendämtern sogar vorgeworfen erst zu spät zu handeln. Die Zahl der Pflegefamilien ist gering.
    Also statt den Jugendämtern eine Haltung gegen Muslime vorzuwerfen, sollten sich vielleicht nicht radikale muslimische Familien beim Jugendamt melden um als Pflegefamilie Kinder bei sich aufzunehmen. Sowohl christliche als auch muslimische Kinder aus Familien in denen es ihnen nicht gut geht, benötigen Familien in denen sie zur Ruhe kommen können, Sicherheit und Liebe erfahren, regelmäßig ein sauberes Bett und ausreichend Essen und Trinken erhalten. Denn den Kindern ist es echt egal woran die Pflegeeltern glauben. Die Sicherung dieser Grundbedürfnisse ist aber bei vielen dieser Pflegekinder in der Herkunftsfamilie nicht gegeben gewesen.
    Also vielleicht nicht „wettern“ was der Staat, die Ämter, etc falsch machen, sondern schauen was man selber ändern kann. Es ist leicht Rassissmus vorzuwerfen ohne es selber versucht zu haben.

  10. Kolcek sagt:

    @Lynx

    Ich versuche nochmal kurz ihre komplett abstrusen Meinung hier wiederzugeben:

    Lynx ist also der Meinung, dass Muslime nicht nach Deutschland einwandern sollten, weil ihre Kinder (falls die Eltern sie schlecht behandeln) sonst mit hoher wahrscheinlichkeit in einer (deutschen) Wertelosen Familie aufwachsen müssen. Eine eindeutig rassistische Aussage!!!
    Außerdem ist Lynx der Meinung, dass Muslime ihre Kinder lieben und Deutsche bzw. Nicht-muslime ihre Kinder nicht lieben. Und sowieso werden in Deutschland Kinder immer nur von Nicht-Muslimen misshandelt. Eine ebenfalls rassistische Aussage!!!
    Die beiden letzten Sätze von Lynx Kommentar sind auch rassistisch und reine unbewiesene Unterstellungen!

    Lynx sollte für seine Behauptungen mal Statistiken vorzeigen oder sonstige Quellen aufzeigen und nicht seine subjektive religiös komplett verzerrte Weltsicht hier über uns ergießen.

    Aber Sie haben ja immerhin ein/e Mitstreier/in gefunden die ihre religiös verzerrte Meinung mit ihnen teilt: gueln

    Sorry, aber ihr Weltbild hat mit der in Deutschland gelebten und erlebten Realität fast nichts mehr zu tun, sondern eher das irgendwelcher ominösen Teestuben.


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