MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Das Beitragsaufkommen [in den Rentenversicherungen beträgt] auf Grund der Beschäftigung der ausländischen Arbeitnehmer jährlich rd. 1,2 Milliarden DM, während sich die Rentenzahlungen an ausländische Arbeitnehmer jährlich auf rd. 127 Millionen DM, also etwa ein Zehntel, belaufen.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände

Deutsche Presse

11.10.2012 – Integration, NSU, EU Beitritt Türkei, Muslime, V-Mann, Beschneidung

Gabriel würdigt Buschkowskys Bedeutung in der Integrationsdebatte; Ausländische Ärzte für Hessen; Beschneidung bleibt straffrei; Neonazis wiegen sich in Sicherheit; Geibert will Verfassungsschutz im Innenministerium ansiedeln; Prozess gegen Salafisten in Bonn; Türkei droht mit harten Vergeltungsschlägen; Beitritt der Türkei in weiter Ferne

VONÜmit Küçük

DATUM11. Oktober 2012

KOMMENTAREKeine

RESSORTDeutsche Presse

SCHLAGWÖRTER

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Die Themen des Tages sind:

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die Bedeutung des Neuköllner Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky für die Integrationsdebatte gewürdigt. Zugleich machte er deutlich, dass er nicht alle Thesen seines Parteifreundes teilt, dessen neues Buch kontrovers diskutiert wird.

Der Zahnarzt war gut ausgebildet, doch in Deutschland durfte er nicht arbeiten. Zwei Jahre lang hat die Grünen-Landtagsabgeordnete Mürvet Öztürk den Kampf des Mannes um die Anerkennung seiner Qualifikation begleitet, die er mit einer Petition an den Landtag erreichen wollte.

Das Bundeskabinett hat den umstrittenen Gesetzentwurf zur Beschneidung muslimischer und jüdischer Jungen verabschiedet. Muslimische Verbände fordern Nachbesserungen, jüdische begrüßen die vorgeschlagene Regelung.

Nach den Anschlägen auf einen Jugendtreff und ein Flüchtlingsheim nimmt die Polizei den „Nationalen Widerstand“ ins Visier. Gegen das Neonazi-Netzwerk wird schon länger ermittelt – bisher erfolglos.

Jüngst beschwerte sich der neue Verfassungsschutz-Chef über die »Indiskretion« der Untersuchungsausschüsse. V-Leute flögen auf, man laufe Gefahr, bald keine menschlichen Quellen mehr zu gewinnen. Doch ohne sie sei der Staat »in Bezug auf Entwicklungen im Extremismus blind«.

Thüringens Innenminister Jörg Geibert (CDU) plant einen Totalumbau des Landesamtes für Verfassungsschutz. Die Behörde könnte bereits im kommenden Jahr zu einer Abteilung des Innenministeriums umgebaut werden, wie die „Thüringische Landeszeitung“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf den Minister berichtet.

Gut fünf Monate nach der Messerattacke auf Polizisten in Bonn hat der Prozess gegen einen Salafisten mit dem Geständnis des Angeklagten begonnen.

Thüringens Verfassungsschutz hat ungeschwärzte Akten zum NSU-Terror an den Bundestag weitergegeben. Die Bundesbehörde schlägt nun Alarm: Sie sieht Leib und Leben der Informanten in Gefahr.

Die Neonazi-Affäre bereitet den Verfassungsschützern große Sorge. Sie haben Angst, dass V-Leute aus der rechten Szene enttarnt werden. Zudem gestaltet sich die Suche nach neuen Undercover-Informanten schwer.

Eine islamistische Terrorzelle hat in Frankreich offenbar Sprengstoff-Anschläge auf jüdische Einrichtungen geplant. Französische Ermittler stellten zum Bombenbau geeignete Chemikalien und Waffen sicher.

Der türkische Armeechef Necet Özel hat dem Nachbarn Syrien mit heftigeren Vergeltungsschlägen gedroht, falls der Beschuss aus Syrien auf türkisches Staatsgebiet anhalten sollte. Auch am Dienstag hatte Özel schon eine unmissverständliche Botschaft ausgesandt.

Die Türkei hat einem Medienbericht zufolge ein syrisches Passagierflugzeug zur Landung in Ankara gezwungen. Wie der amtliche TV-Sender TRT am Mittwoch meldete, stiegen türkische Kampfflugzeuge auf, um die aus Moskau kommende Maschine zu eskortieren.

Integration und Migration

Beschneidung bleibt straffrei

Deutschland

Prozess gegen Salafisten in Bonn

NSU Morde, Neonazi Terror und Verfassungsschutz

Ausland

Türkei

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...