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Migration und Integration in Deutschland

Die Qualität einer freiheitlichen Gesellschaft bewährt sich nicht zuletzt darin, wie mit Minderheiten umgegangen wird und wie sich Minderheiten in einer Gesellschaft fühlen.

Wolfgang Schäuble, Rede zur Amtseinführung des Beuauftragten für Auslandsdeutsche, Februar 2006

Ausländische Bevölkerung

Zahl der Nicht-EU-Ausländer geht zurück

Am Jahresende 2011 lebten laut dem Ausländerzentralregister 78 552 Ausländer im Saarland. Gegenüber 2010 ist damit die ausländische Bevölkerung um 842 Personen oder 1,1 Prozent gestiegen.

Damit hat die Zahl der Ausländer im Saarland den höchsten Stand seit dem Jahr 2001 erreicht. Allerdings ist mit einem Zuwachs um 1 116 Personen im vergangenen Jahr insbesondere die Zahl der EU-Bürger gestiegen. Die Anzahl der Menschen, die aus den übrigen Ländern stammen, ging gleichzeitig zurück. Das berichtet das Statistische Amt des Saarlandes.

Seit dem 1. Mai 2011 gilt in Deutschland die uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit für alle Staaten der EU. Die Zahl der Ausländer, die aus ost- und mitteleuropäischen EU-Staaten stammen, ist im vergangenen Jahr daher besonders gewachsen. Am stärksten zugenommen hat im Saarland die Zahl der Menschen aus Rumänien mit einem Plus von 396 Personen oder 23,3 Prozent, gefolgt von Polen mit einem Zuwachs um 268 Personen oder 7,1 Prozent und Bulgarien mit einem Plus von 150 Personen oder 15,3 Prozent.

Auch für die Bürger der Nachbarländer bleibt das Saarland weiter attraktiv. So wuchs die Zahl der Menschen aus Luxemburg 2011 um 97 Personen oder 3,7 Prozent und die Zahl der Personen mit französischem Pass um 58 Personen oder 0,9 Prozent.

Euro-Krise beflügelt Zuwanderung
Ebenfalls gestiegen ist die ausländische Bevölkerung aus Ländern, die von der Euro-Krise besonders betroffen sind. Die Zahl der bei uns lebenden Griechen ist 2011 um 39 Personen oder 3,9 Prozent gestiegen. Die Zunahme von Menschen aus Portugal betrug 27 Personen oder 4,4 Prozent.

Das Ausländerzentralregister erfasst alle Ausländer, die sich nicht nur vorübergehend in Deutschland aufhalten. Die Daten des AZR sind deshalb nicht unmittelbar mit den Ergebnissen der Bevölkerungsfortschreibung vergleichbar. Die Bestandszahlen und Veränderungen sind in der Regel niedriger als in anderen Datenquellen. (bk)

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