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Migration und Integration in Deutschland

Es sei denn, man würde die Lebensverhältnisse der Ausländer in der Bundesrepublik derartig nachhaltig verschlechtern, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums in den Herkunftsländern vorteilhafter erschiene.

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

Deutsche Presse

01.03.2012 – Migranten, NSU, Neonazi, Türkei, Imam, Muslime, Integration

Rechtsextreme Gewalt nimmt ständig zu; Integration ohne Zwang; 5000 theologische Bände für neues Islam-Institut; Jeder vierte nichtdeutsche Muslim gegen Integration; Polizeipräsident verbietet Karikaturen-Kalender; Neonazi Terrorzelle: BGH verwirft Zschäpes Haftbeschwerde; Türkei begrüßt die Wertung des Völkermord-Gesetzes als verfassungswidrig

VONÜmit Küçük

DATUM1. März 2012

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Die Themen des Tages sind:

Ein Viertel der jungen nichtdeutschen Muslime ist nicht bereit, sich in Deutschland zu integrieren und „tendenziell gewaltbereit“. Das geht laut „Bild“-Zeitung (Donnerstag) aus der Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“ des Bundesinnenministeriums hervor.

Die Zahl rechtsextremer und rassistischer Übergriffe ist im vergangenen Jahr in Berlin sprunghaft gestiegen. Die Opferberatung Reach Out registrierte 158 Angriffe 2011.

Bei 80 Prozent der Einwanderer in Bayern funktioniert die Integration laut einer Studie des Sinus-Sozialforschungsinstituts ohne Probleme.

In Osnabrück soll in diesem Jahr der Studiengang Islamische Theologie beginnen. Der Religionswissenschaftler Rauf Ceylan über die Notwendigkeit, Imame in Deutschland auszubilden.

Die Universität Osnabrück hat 5000 Bände theologischer Literatur für das geplante Islam-Institut von einem Kölner Gelehrten gekauft.

Als Innenminister hatte Hans-Peter Friedrich einen Fehlstart. Nach den Neonazi-Morden hat er viel richtig gemacht – nur manchmal kommt der alte Kommunistenjäger durch.

Polizeikräfte haben am Mittwoch die Salafisten-Moschee an der Konrad-Adenauer-Straße durchsucht. Zu den genauen Hintergründen des Einsatzes wollte die Staatsanwaltschaft noch keine näheren Angaben machen.

Die Bayerische Polizeigewerkschaft erntet scharfe Kritik für Karikaturen in einem Kalender. Politiker sprechen von einem „gewissen Alltagsrassismus“ bei der Polizei.

Beate Zschäpe bleibt in Untersuchungshaft. Der Bundesgerichtshof hat die Haftbeschwerde des mutmaßlichen Mitgliedes der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) verworfen.

Nach Thüringen und dem Bundestag erhält auch Sachsen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle NSU.

Nach Ansicht des Bundespräsidialamts steht Christian Wulff der Ehrensold für Bundespräsidenten zu, weil er „aus politischen Gründen aus seinem Amt ausgeschieden“ ist.

Ein Alarmruf der Internationalen Schule in Leipzig hat am Mittwoch einen Großeinsatz von Polizei- und Rettungskräften ausgelöst. Befürchtungen der Beamten, es habe einen Amoklauf oder eine Geiselnahme gegeben, bestätigten sich aber nicht.

Der katholischen Kirche in Deutschland gehen die Priester aus. Die Zahl der Studenten hat sich laut einer aktuellen Studie halbiert, einzelne Fakultäten mussten bereits schließen.

Ein türkischstämmiger Österreicher will das Image der Türken als Prügelknaben der Integration bekämpfen – und geht mit dem Buch „Wir kommen“ auf Provokationskurs.

Der massive Einsatz von Militär in Afghanistan hat zu nichts geführt. Die Ankündigung, Soldaten zurückzuziehen, bessert die Situation auch nicht. Der Westen steht ohne Plan für das Land da.

Die Leugnung des Völkermords an den Armeniern wird vorerst nicht bestraft: Es ist keine Zeit mehr vor den Wahlen. DIe Türkei begrüßt die Entscheidung des französischen Verfassungsrats.

Die Türkei begrüßt die Wertung des Völkermord-Gesetzes als verfassungswidrig. Frankreichs Präsident Sarkozy will aber nicht aufgeben: Er beauftragte die Regierung, einen neuen Gesetzestext auszuarbeiten.

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Jeder vierte nichtdeutsche Muslim gegen Integration

Polizeipräsident verbietet Karikaturen-Kalender

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