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TV-Tipps des Tages

18.06.2011 – Ausland, Flüchtling, Moslem, Integration, Fatmire Lira Bajramaj

Die TV-Tipps des Tages sind: auf und davon – Mein Auslandstagebuch; Vom Flüchtling zur Weltmeisterin; Horizonte-Thema: Gott im Grandhotel – Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard

VONÜmit Küçük

DATUM18. Juni 2011

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auf und davon – Mein Auslandstagebuch
(10:40-11:55 • VOX)

Vom Flüchtling zur Weltmeisterin
Porträt Fatmire Bajramaj – Nacht zur Frauenfußball-WM – Der Autor Nick Golüke hat die Fußballerin Fatmire „Lira“ Bajramaj für diesen Film über einen Zeitraum von vier Monaten begleitet. Sie ist gerade mal 23 Jahre alt, gehört zu den bekanntesten Gesichtern im deutschen Frauenfußball.

Fatmire „Lira“ Bajramaj wurde am 1. April 1988 in Gjurakovc im früheren Jugoslawien geboren. Im Alter von fünf Jahren ist sie mit ihrer Familie aus Angst vor den serbischen Repressionen aus dem Kosovo nach Deutschland geflohen. Hier erlebte sie eine Kindheit zwischen Armut und Rassismus. Doch sie kämpfte sich frei. Heimlich und gegen den Willen ihres Vaters begann sie, Fußball zu spielen. Mit ihrem Talent am runden Leder überzeugte sie am Ende auch ihren skeptischen Vater. Eine große Karriere beginnt. Mit 21 Jahren ist die erste Muslima in der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft bereits Welt- und Europameisterin.

Der Film spielt an den Originalschauplätzen ihres Lebens, von ihren Wurzeln im Kosovo bis zu den schwierigen Anfängen in Deutschland: die neue Heimat in einem Flüchtlingsheim in Remscheid. Freiheit für fünf Personen auf zehn Quadratmetern Raum. Deutschland fühlte sich auch für die damals fünfjährige Lira zunächst nicht gut an. Die „Villa Kunterbunt“, der erste Kindergarten, den Lira besuchte, wird zur wichtigsten Station auf dem Weg zur schnellen Integration in Deutschland. Der Film gibt einen authentischen Einblick in die bewegende Geschichte von Lira Bajramaj. (04:35-05:05 • NDR Hamburg, NDR Mecklenburg-Vorpommern, NDR Niedersachsen, NDR Schleswig-Holstein)

Horizonte
Thema: Gott im Grandhotel – Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard

Es herrscht fast das ganze Jahr Hochsaison: Mal strömen Touristen, mal Banker und Wirtschaftsbosse in die Mainmetropole Frankfurt. Sind sie betucht, betten sie ihre Häupter nicht irgendwo zur Nacht, sondern in einem der Luxushotels der Stadt.

Und ob sie an Jesus Christus glauben, zu Allah beten oder allein auf sich selbst vertrauen, als Gast im Grandhotel wird ihnen jeder noch so fromme Wunsch von den Augen abgelesen. Gebetsteppiche sind vorrätig ebenso wie die Bibel – und wünscht der noble Gast, ausschließlich „halal“ zu essen, so wird dem ebenso selbstverständlich entsprochen, wie einem anderen Gast sein koscheres Mal kredenzt wird. Der Gast ist König im Grandhotel und dessen Religion(en) so heilig wie sein Geld. Doch woher weiß die Küchenbrigade, was für einen Moslem „haram“ ist, also tabu, oder was während des Ramadans gegessen werden darf? Wie erfährt der Page, was er gegenüber einem buddhistischen Gast tunlichst vermeiden sollte? Die Reportage gewährt einen Blick in den Alltag eines Luxushotels. Sie erzählt davon, wie ein Moslem zum Chefbarkeeper wurde, wie der Geist des Raki den Hindu beflügelt und wie das katholische Zimmermädchen das Herz des muslimischen Pagen erobert – aber auch wie betuchte Gäste edel fasten. 24 Stunden begleitet der Film „Gott im Grandhotel“ den religiösen Alltag im Frankfurter Westin Grand Hotel, und nirgendwo, so scheint es, leben die unterschiedlichen Glaubensrichtungen friedlicher unter einem Dach als unter dem eines Luxushotels. (06:45-07:15 • HR)

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