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Bundesanstalt für Arbeit, Repräsentativuntersuchung ’72 über die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer…, 1973

Türkische Presse Türkei

04.04.2010 – USA, Armenien, Westerwelle, EU-Beitritt

USA sei zufrieden über die Rückkehr des türkischen Botschafters Namik Tan, der als Reaktion auf die Annahme der Armenier-Resolution im auswärtigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses zurückberufen wurde. Außerdem fordert der deutsche Außenminister Guido Westerwelle einen fairen Umgang in der Debatte um eine EU-Vollmitgliedschaft der Türkei.

VONTRT

DATUM4. April 2010

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RESSORTTürkische Presse Türkei

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Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Washington zufrieden über Rückkehr von Tan
Das Tagesblatt Radikal berichtet unter dem Titel „Washington zufrieden über Rückkehr von Tan“ über die jüngsten Entwicklungen in den türkisch-amerikanischen Beziehungen. Im Detail heißt es, die Obama-Administration sei zufrieden sowohl über den Rückkehr des türkischen Botschafters Namik Tan, der im vergangenen Monat als Reaktion auf die Annahme der Armenier-Resolution im auswärtigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses zurückberufen wurde, als auch über die Bekanntgabe der Teilnahme von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan an dem Gipfel für Nukleare Sicherheit zwischen dem 12. und 13. April in Washington.

In dem Bericht wird auch der Sprecher des US-Außenministeriums, Philip Crowley zitiert: Die Türkei und die USA seien zwei wichtige strategische Partner. Es gäbe sehr vieles, die beide Länder zusammen durchführen könnten. Diese Möglichkeiten der Zusammenarbeit könnten effektiver gestaltet werden, wenn die USA nach wie vor einen türkischen Ansprechpartner in Washington hätten.

Armenien-Resolution in Ukraine verhindert
Yeni Safak meldet, bei der Annullierung des Beschlusses eines kommunalen Rats in der Ukraine über die Annahme der armenischen Behauptungen zu den Vorfällen von 1915 habe die türkische Botschaft in der Ukraine eine wichtige Rolle gespielt. Der Beschluss des Stadtrats von Izyum im ukrainischen Kharkow, wonach vom Staatspräsidenten und vom Parlament die Annahme der armenischen Behauptungen gefordert werden sollte, sei durch die Bemühungen des türkischen Botschafters in Kiew, Ahmet Bülent Meriç verhindert worden.

Fairer Umgang mit Ankara
Unter dem Titel, „Fairer Umgang mit Ankara“, berichtet Sabah über das Interview von Außenminister Guido Westerwelle, das er der „Frankfurter Allgemeine“ gab: Die Türkei leiste mit zahlreichen Initiativen einen wichtigen Beitrag für den Frieden und Stabilität in ihrer Region. In der Debatte um eine EU-Vollmitgliedschaft der Türkei forderte der deutsche Außenminister indessen einen fairen Umgang mit der Türkei. Die Wahrung der guten Beziehungen mit der Türkei sei auch zum Vorteil Deutschlands.

Iran warnt Israel wegen Gaza
„Iran warnt Israel wegen Gaza“ heißt die heutige Schlagzeile von Haber Türk. Der Meldung zufolge habe der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmedinejad in einer Eröffnung in der Provinz Kerman gesagt, dass ein neuer Angriff auf Gaza sowohl für die Angreifer als auch für ihre Unterstützer sehr kostspielig sein wird: „Israel sucht sich Ausreden, um Gaza anzugreifen. Ich möchte hiermit die Zionisten und ihre Gehilfen warnen. Genug der vielen Massaker! Neue Abenteuer werden euch den Kragen kosten und euch nichts bringen, außer dass ihr damit dem Tode noch näher kommen werdet“, so Ahmedinejad.

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.

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10 Kommentare
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  1. Meier3 sagt:

    Unverständlich ( wie so vieles andere ) ist die Haltung der türkischen Gesellschaft zu den Massakern an den Armeniern während des 1. WK.
    Es ist wenig erwachsen, wenn man nicht zu seinen Fehlern steht sondern ständig ausweichend und feindselig reagiert.

  2. Martin S. sagt:

    Der Westen fokussiert gern auf die iranische Nuklearfrage und dem angeblichen Völkermord an Armeniern. Alles andere ist offensichtlich sekundär. Aber wieso ist das so?

    – In Irak krieg wurden ca. 1,2 Millionen Iraker getötet.

    – Rund ca. 5000 Zivilisten sind durch die Luftangriffe der US-Bomber in Afghanistan getötet worden.

    – Rund ca. 125 Zivilisten wurden in Afghanistan getötet, bei dem von der Bundeswehr befohlenen Luftangriff.

    -Wieviele Opfer wird es in Palästina geben? Durch UN-Teilungsplan für Palästina und die Gründung des Staates Israel seit 1947 wurden rund ca. 1,1 Millionen Menschen getötet worden.

    -Die Eroberung Amerikas mit ihren Indianerkriegen dauerte von 1492 bis etwa 1900. Innerhalb von 150 Jahren starben schätzungsweise 60 bis 80 Millionen Indianer.

    Völkermord an den Armeniern:
    Zu den Zeiten wütete der erste Weltkrieg. Die Armenier wurden durch Russland unterstützt und zu einem Aufstand gegen die Türken angestiftet, mit dem Ziel östliche Teile der Türkei in Anspruch zu nehmen. Dieser Austand wurde niedergeschlagen durch die Türken, da die Gefahr bestand, Teile des Landes zu verlieren. Zu den Zeiten stand die Türkei mehrmals der Gefahr gegenüber durch andere Mächte (England, Frankreich, Griechenland, Russland und Italien) zerteilt zu werden. Jeder wollte etwas vom grossen Kuchen ab haben. Angriffe durch die Griechen, Engländer, Italiener und Franzosen, Armenier und Russen, wurden unter hohen Verlusten erfolgreich abgewehrt.

  3. Sergej2010 sagt:

    Vielleicht sollten die USA und Europa bei Gelegenheit die Rosarote Brille ablegen und die Realtität betrachten.

  4. walter sagt:

    Ich kann die Anteilnahme der Deutschen für die Armenier verstehen, auch wenn sie hierfür Geschichte fälschen müssen, wie die gefälschten Dokumente des Andonian. Die Armenier sind Christen, die Türken sind wie es schon Martin Luther gesagt hat, der Feind.

  5. Gor sagt:

    Sowie in der Vergangenheit gibt es auch heute Länder, die über die armenische Gesellschaft politische und wirtschaftliche Vorteile für sich zu verschaffen versuchen. Um die Türkei mit dem angeblichen Völkermord an Armeniern zu beschuldigen, werden in manchen Ländern Denkmäler errichtet, in manchen Ländern werden für die Bekanntmachung des angeblichen Völkermordes Beschlüsse auf die Tagesordnung ihrer Parlamente gebracht und in manchen Ländern wird sogar der angebliche Völkermord durch diese Parlamente anerkannt. Diese Themen sind eigentlich den Historikern zu überlassen, aber die Politiker mancher Länder missbrauchen sie für ihre eignen Interessen.

  6. walter sagt:

    @Gor
    Sie wissen ja, Politiker sind aufrechte Menschen, die nie Lügen und immer zu dem stehen was sie sagen. Kanzlerin Merkel: ehemals SED heute CDU. Joschka Fischer: ehemals Pazifist, dann Kriegstreiber. Schily: RAF Anwalt anschliessend Innenminister. Schäuble: käuflicher Politiker nun Finanzminister. Vertrauenswürdige Menschen.

  7. Dybth sagt:

    @Meier3.

    Sie sagen leider die Unwahrheit.

    Nur zur Erklaerung, ohne eine Bewertung meinerseits: Die Tuerkei verneint die ‚Massaker‘ und die Todesopfer nicht. Im Gegenteil. Sie stufen es allerdings nicht als geplanten Voelkermord ein. Die Tuerkei vertritt den Standpunkt, dass damals bürgerkriegsähnlichen Zustände waren, wo ihr eigenes Ueberleben auf dem Spiel stand, und bei dem auch mehrere hundertausende Tuerken umgekommen sind.

  8. Dybth sagt:

    ich glaube auch, dass der Westen sich um die arnenische Frage scheren wuerde, waeren die Armenier nicht christlich. Wer hat den schon mal den von dem ersten Genozid des 20. Jahrhunderts gehoert: And den Nama und Herero von den deutschen Kolonialherren in Deutsch-Suedwestafrika (heute: Namibia), wo ca. 100000 Menschen systematisch ausgerottet wurden?

  9. Dybth sagt:

    Korrektur: Ich glaube auch, dass der Westen sich NICHT um die armensiche Frage scheren wuerde……

  10. Selçuk sagt:

    Ich wunder mich auch immer wieder, wie leichtsinnig man die Geschehnisse in Aserbaidschan völlig außer Acht lässt.



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