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Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

Ausbildungspakt 2009

Maria Böhmer: „Die Ausbildung von jungen Migranten ist das Gebot der Stunde“

„Die Ausbildung von Jugendlichen aus Zuwandererfamilien ist angesichts des demografischen Wandels das Gebot der Stunde. Die Unternehmen sichern sich so ihre Fachkräfte von morgen“, erklärte Staatsministerin Maria Böhmer nach der Sitzung des Ausbildungspakt-Lenkungsausschusses.

„Schon jetzt führt der Rückgang von Bewerbern in einigen Regionen dazu, dass Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Dieser Trend wird sich in diesem Jahr weiter verstärken. Umso mehr können Betriebe von der wachsenden Zahl von jungen Migranten profitieren. Schon jetzt nutzen viele Unternehmen die Potenziale der Zuwanderer. Sie setzen damit das Zeichen: Vielfalt ist eine Chance für unser Land“, so Böhmer. Im Gegensatz zur deutschen Bevölkerung wird der Anteil der Migranten immer größer. Laut Mikrozensus hatten 2008 etwa 1,1 Millionen Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren einen Migrationshintergrund.

„Die steigende Zahl der jungen Migranten ist Chance und zugleich große Herausforderung. Denn noch ist ihre Ausbildungs- und Bildungssituation im Schnitt deutlich schlechter als die von gleichaltrigen Deutschen. So lag die Ausbildungsbeteiligungsquote bei ausländischen Jugendlichen 2008 bei 32,2 Prozent. Bei deutschen Jugendlichen betrug sie 68,2 Prozent. Damit sind ausländische Jugendliche fast so häufig nicht an einer Ausbildung beteiligt wie sich gleichaltrige Deutsche im Ausbildungsprozess befinden. Alarmierend ist auch, dass laut Mikrozensus 2008 insgesamt 14,2 Prozent der Migranten die Schule abgebrochen haben – im Vergleich zu 1,8 Prozent bei der deutschen Bevölkerung. Deshalb müssen wir alles daran setzen, die Ausbildungsreife der Jugendlichen aus Zuwandererfamilien zu verbessern. Ohne Schulabschluss rückt ein Ausbildungsplatz in weite Ferne. Das muss auch den jungen Migranten selbst klar sein. Deshalb appelliere ich an sie, sich in der Schule anzustrengen, um später die Chance auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu haben. Zudem sind die Länder gefordert, ihre Zusagen aus dem Nationalen Integrationsplan einzuhalten“, erklärte die Staatsministerin.

Länder in der Pflicht
Die Länder hatten sich verpflichtet, die Leistungen der ausländischen Schüler denen der deutschen bis 2012 anzugleichen und die Quote der Schulabbrecher zu halbieren. „Die Förderung der jungen Migranten muss oberste Priorität haben. Ihre intensive Unterstützung sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Wir können uns keine verlorene Generation leisten“, betonte Böhmer.

„Die Partner des Ausbildungspaktes haben das erkannt und zugesagt, Jugendliche aus Zuwandererfamilien in diesem Ausbildungsjahr verstärkt in den Blick zu nehmen. Dafür und für ihr bisheriges Engagement möchte ich ihnen herzlich danken. Jetzt kommt es darauf an, auch nach 2010 bei der Förderung der jungen Migranten weiterhin an einem Strang zu ziehen. Ich bin mir sicher, dass Politik und Wirtschaft eine nachhaltige Lösung finden werden. Wir dürfen jetzt nicht auf halber Strecke stehen bleiben“, warnte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.

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Ein Kommentar
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  1. […] des Bundes, Maria Böhmer, nach der Unterzeichnung des Ausbildungspaktes auf (wir berichteten). Dies berichtet die SABAH.  Schon jetzt führe der Rückgang von Bewerbern in einigen Regionen […]



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