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Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Positionspapier

Migration und Integration – Chancen der Vielfalt nutzen!

„Mit der Vergabe von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen an Migrantinnen und Migranten können Unternehmen dem drohenden Fachkräftemangel vorbeugen und gestärkt aus der Krise hervorgehen“, sagte Staatsministerin Böhmer auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten des ZDH, Otto Kentzler.

Staatsministerin Maria Böhmer hat dazu aufgefordert, die Potenziale von Menschen aus Zuwandererfamilien verstärkt auf dem Arbeitsmarkt einzusetzen. „Mit der Vergabe von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen an Migrantinnen und Migranten können Unternehmen dem drohenden Fachkräftemangel vorbeugen und gestärkt aus der Krise hervorgehen“, sagte Staatsministerin Böhmer auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten des ZDH, Otto Kentzler, in Berlin.

Dabei stellte der ZDH sein Positionspapier „Migration und Integration – Chancen der Vielfalt nutzen“ vor. „Das Handwerk ist Vorreiter bei der beruflichen Förderung von Zuwanderern und Vorbild für andere Branchen“, betonte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. „Viele Handwerksbetriebe nutzen die Chancen der Vielfalt. Sie setzen auf die Potenziale der Migranten wie Mehrsprachigkeit und kulturelles Wissen. Zugleich geben sie Migranten die Chance für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Das ist ein wertvoller Beitrag für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Integration verläuft vor allem über den Arbeitsmarkt.“

Böhmer verwies darauf, dass es Zuwanderer auf dem Arbeitsmarkt deutlich schwerer haben als Einheimische. So lag die Arbeitslosenquote von Ausländern 2007 mit 20,3 Prozent etwa doppelt so hoch wie bei deutschen Arbeitnehmern mit 9,3 Prozent. Auch die Ausbildungsbeteiligung ist deutlich schlechter: 2007 hatte nur etwa jeder vierte ausländische Jugendliche (23 Prozent) einen Ausbildungsplatz.

Bei den gleichaltrigen Deutschen dagegen mehr als jeder Zweite (57 Prozent). „Umso wichtiger ist, dass wir besonders unsere Anstrengungen bei der Förderung von Jugendlichen aus Zuwandererfamilien verstärken. Die Länder müssen die Schulen mit einem hohen Migrantenanteil noch stärker fördern. Nur so können die Ziele des Nationalen Integrationsplans erreicht werden. Die Länder hatten zugesagt, bis 2012 die Leistungen der ausländischen Schüler denen der deutschen anzupassen und die Zahl der Schulabbrecher bis 2015 zu halbieren“, erklärte Böhmer.

„Doch die Bemühungen von Politik und Wirtschaft alleine reichen nicht aus. Jeder Einzelne muss seinen Beitrag leisten. Das beginnt mit der Beherrschung der deutschen Sprache. Wer kein Deutsch spricht, hat keine Chance auf dem Arbeitsmarkt und ist nur Zaungast in unserem Land.“ Die Staatsministerin forderte die Migranteneltern auf, ihre Kinder mit ganzer Kraft zu unterstützen. Entscheidend sei auch, im Alltag und zu Hause mit den Kindern Deutsch zu sprechen.

Bildung und Ausbildung hätten einen hohen Stellenwert in Deutschland. „An die Jugendlichen appelliere ich: Strengt Euch an, damit der Übergang von der Schule in den Beruf gelingt. Eine Ausbildung ist die Eintrittskarte für eine erfolgreiche Zukunft. Deshalb ist es wichtig, bei der Berufswahl flexibel zu sein und sich nicht auf einen ‚Traumjob‘ festzulegen. Wer seine Chancen nutzt, kann den sozialen Aufstieg in unserem Land schaffen.“

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