Bei dem Lebensalter der ausländischen Arbeitnehmer wirkt sich das z. Z. vor allem für die deutsche Rentenversicherung sehr günstig aus, weil sie weit höhere Beiträge von den ausländischen Arbeitnehmern einnimmt, als sie gegenwärtig an Rentenleistungen für diesen Personenkreis aufzubringen hat. Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966 Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände, 1966

HWWI-Schätzung

Irreguläre Migration in Europa

Redaktion | 27. Februar 2009 | Gesellschaft Drucken | Weiterempfehlen |

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Grundlage der HWWI-Schätzung stellt eine Datenbank über irreguläre Migration dar. Sie wurde im Rahmen des Projekts „Irregular Migration: Counting the Uncountable. Data and Trends across Europe (CLANDESTINO)“ entwickelt, dass von der Europäischen Kommission gefördert wird. In 12 Ländern, die insgesamt 83 Prozent der regulären EU-Bevölkerung umfassen, wurden dafür Länderberichte von Experten erstellt, Schätzungen in tabellarischer Form aufgearbeitet und im Internet als Datenbank zur Diskussion gestellt.

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Für Deutschland geht die Expertenschätzung aus dem Jahre 2004 von 500 000 bis 1 Million Menschen ohne Aufenthaltstitel aus. Die Wege in einen irregulären Aufenthalt seinen etwa eine unangemeldete Beschäftigung im Anschluss an eine visumsfreie Einreise, die Visumsüberziehung oder die illegale Einreise ohne erforderliche Dokumente. Gegenüber der „unerwünschten Zuwanderung“ verfolge die Bundesregierung vorrangig eine Politik der Abwehr, Nicht-Integration und Rückführung. Soziale und humanitäre Verpflichtungen seien gänzlich in den Verantwortungsbereich der Zivilgesellschaft, der Kirchen und Wohlfahrtsverbände verwiesen. Diese Organisationen klagen aber darüber, dass der Staat sich damit seiner humanitären und menschenrechtlichen Verpflichtungen entziehen will.

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Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, des Arbeitskräftebedarfs und der zunehmenden transnationalen Familienstrukturen gehen die Wissenschaftler von einer Zunahme der irregulären Zuwanderung aus, da Deutschland trotz eines ansteigenden Bedarfs nach legalen Zuwanderungsmöglichkeiten mit seiner restriktiven Politik fortfährt. „Damit wird eine Kluft zwischen dem erklärten politischen Ziel restriktiver Einwanderungspolitik und der gesellschaftlichen Wirklichkeit irregulärer Zuwanderung entstehen, die zu hitzigen Debatten mit fremdenfeindlichen Tonlagen Anlass geben wird“, heißt es in der Studienzusammenfassung.

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Autor: Redaktion

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