Fast 900 Rohingya-Geflüchtete sind 2025 auf der Seeroute im Indischen Ozean gestorben oder verschwunden. Trotzdem bleibt diese tödliche Flucht erstaunlich leise im globalen Krisenlärm.
Die Sudan-Konferenz soll die größte humanitäre Krise der Gegenwart zurück auf die Agenda holen – nicht ganz ohne Eigennutz. Zwischen Hilfszusagen und Appellen bleibt eine unbequeme Wahrheit: Es gibt zu wenig Friedensdruck. Von Eva Krafczyk und Jörg Blank
Während die Welt auf andere Kriege blickt, versinken Familien aus West-Darfur im Lager Aboutengé in Stillstand. Der Sudan-Krieg hat sie vertrieben, die Hilfskürzungen nehmen ihnen nun auch noch die letzten Zukunftschancen. Von Eva Krafczyk
Fast 1.000 Menschen sind 2026 bereits im Mittelmeer gestorben oder verschwunden. Die IOM warnt vor einem besonders tödlichen Jahresbeginn – und fordert endlich sichere und reguläre Wege statt weiterer Tragödien.
Familie ist geschützt – aber nicht für alle gleich. Das zeigt eine neue Bamf-Studie mit Zahlen zu Wartezeiten, Aussetzungen und einer Politik der Menschen und Familien nach Nützlichkeit sortiert, bevorzugt und benachteiligt. Von Birol Kocaman
Drei Tote nach Alkoholvergiftung, Suizide und schwere Konflikte: Tempelhof zeigt nicht nur individuelle Krisen, sondern auch, wie Enge, Isolation und Perspektivlosigkeit das Leben in großen Unterkünften für Geflüchtete belasten.
19 Tote vor Lampedusa, 19 Tote vor der türkischen Küste, zwei Tote am Ärmelkanal: Drei Katastrophen an nur einem Tag machen sichtbar, dass gefährliche Überfahrten nicht enden, sondern immer tödlicher werden. Bundestagsabgeordnete appellieren an die Bundesregierung.
Die Bundesregierung hält am Ziel einer Rückkehr vieler syrischer Kriegsflüchtlinge in ihr Heimatland fest. Das hat Außenminister Wadephul (CDU) bekräftigt. Vertreter der Syrischen Gemeinde in Deutschland sehen dafür hohe Hürden. Jetzt äußert sich auch der Außenminister in Damaskus.
Nach der Rettung von rund 100 Menschen setzt Italien die „Sea-Watch 5“ fest und verhängt 10.000 Euro Strafe. Fast zeitgleich sterben vor Kreta 22 Menschen nach Tagen auf See ohne Wasseer – zwei Meldungen, die das Elend im Mittelmeer brutal bündeln.
Der Bundesrat hat die deutsche GEAS-Umsetzung beschlossen. Ab Juni 2026 greifen neue Grenzverfahren, mehr Dublin-Druck und mögliche Sekundärmigrationszentren – während in Brüssel schon die nächste Verschärfung der Abschiebepolitik vorbereitet wird. Von Anne-Béatrice Clasmann