Unternehmen suchen händeringend nach Auszubildenden. Viele junge Geflüchtete stünden bereit, bieten Betrieben aber keine Planungssicherheit. Nach geltender Rechtslage könnten sie trotz Ausbildung abgeschoben werden. Bundesarbeitsministerin will das ändern.
Sachsen-Anhalts Unternehmen suchen händeringend Auszubildende. Mit einer Kampagne wollte die Landesregierung junge Menschen mit Migrationserfahrung gezielt ansprechen – doch der Effekt bleibt hinter den Erwartungen. Das Arbeitsministerium gibt sich dennoch optimistisch. Die Linke fordert mehr Willkommenskultur.
Deutschland kann sich selbst nicht pflegen und benötigt Fachkräfte aus dem Ausland. Bisher floppten alle staatlichen Anwerbe-Bemühungen. Nun sollen Pfleger im Ausland ausgebildet werden. Stiftung Patientenschutz warnt vor überzogenen Erwartungen.
Es kommen weniger unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland. Dennoch verzweifeln Einrichtungen: Sie finden oft keine Ausbildung oder Wohnung für sie. Und es fehle an qualitativer Fortbildung, klagen sie. Von Uwe Pollmann
Eine geflüchtete Frau aus Westafrika darf trotz Arbeitsverbots ihre Pflegeausbildung starten, entscheidet ein Gericht. Aus Sicht ihrer Unterstützer ist das für die gesamte Branche von Bedeutung.
Das Hotel- und Gastgewerbe setzt bei der Nachwuchssicherung stark auf internationale Auszubildende. Doch fehlende Deutschkenntnisse bleiben eine Herausforderung.
Gezielte Anwerbung jenseits der Grenzen oder Integration Geflüchteter – der Anteil ausländischer Azubis nimmt in Thüringen zu. Die Landesarbeitsagentur hat dazu Zahlen vorgelegt.
Ausländische Auszubildende haben auf dem deutschen Ausbildungsmarkt eine wachsende Bedeutung: Ihr Anteil steigt bei insgesamt rückläufigen Zahlen. Und noch immer entscheiden sich Männer und Frauen für unterschiedliche Berufe.
Die Zahl der Ausländer unter Bürgergeld-Aufstockern ist 2024 gestiegen. Grund: Viele haben einen Job gefunden oder sind in Ausbildung. Experten sprechen von einem arbeitsmarktpolitischen Erfolg.
Azubi-Bewerber mit ausländisch klingenden Namen erhalten selbst mit sehr guten Noten deutlich weniger Antworten als Bewerber mit deutsch klingenden Namen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Uni Siegen. Die Forscher warnen vor den Folgen.