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Fremdenfeindliche Protest in Südafrika © Rajesh Jantilal/AFP

Südafrika

Fremdenfeindliche Bewegung vertreibt 25.000 Menschen

Die fremdenfeindliche „March and March“-Bewegung fordert Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere auf, Südafrika zu verlassen. Das Ultimatum schürt Angst unter Migranten. Die Bewegung macht sie für Arbeitslosigkeit, Kriminalität und überlastete Dienste verantwortlich.

Dienstag, 30.06.2026, 16:27 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 30.06.2026, 16:27 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Zum Ablaufen des Ultimatums der fremdenfeindlichen „March and March“-Bewegung in Südafrika bleibt die Stimmung angespannt. Die Polizei verstärkte am Dienstag aufgrund von landesweiten Protesten ihre Sicherheitsvorkehrungen deutlich, berichtete die Zeitung „Daily Maverick“. Trotz Festnahmen und versuchter Plünderungen sprach die Polizei von einer weitgehend friedlichen Lage.

Die „March and March“-Bewegung hat Einwanderer ohne gültige Aufenthaltspapiere aufgefordert, Südafrika bis zum 30. Juni zu verlassen. In den vergangenen Monaten hat die Gruppe landesweit Proteste organisiert. Sie fordert Massenabschiebungen und macht Migrantinnen und Migranten für Arbeitslosigkeit, Kriminalität und die Überlastung öffentlicher Dienstleistungen verantwortlich.

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Angst unter Einwanderern

In der Hafenstadt Durban versammelten sich bereits am Dienstagmorgen laut „Daily Maverick“ rund 5.000 Menschen. Viele der Demonstrierenden seien trotz eines Verbots mit Waffen wie Kampfstöcken und Peitschen bewaffnet gewesen. Aus Angst vor Ausschreitungen blieben in zahlreichen Vierteln der Städte, in denen Demonstrationen angekündigt worden waren, Läden geschlossen.

Das Ultimatum hatte unter Einwanderern große Angst ausgelöst. Mehrere afrikanische Länder boten ihren Staatsangehörigen freiwillige Rückführungen in ihre Heimatländer an, darunter Nigeria, Malawi, Mosambik, Uganda und Ghana. Nach Angaben der südafrikanischen Behörden sind im Zusammenhang mit den Protesten in den vergangenen Wochen bereits vier Menschen getötet worden. Zudem seien 25.000 Menschen vertrieben worden.

Präsident mahnt Ruhe an

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa rief die Demonstrierenden zu friedlichem Verhalten auf. Südafrika sei ein Rechtsstaat, erklärte er. Zugleich sagte Ramaphosa, dass das Einwanderungssystem reformbedürftig sei.

Als größte und am stärksten industrialisierte Volkswirtschaft der Region bietet Südafrika vergleichsweise bessere Verdienstmöglichkeiten. Allerdings sind Visa- und Asylverfahren häufig langwierig, und die Behörden kämpfen mit einem erheblichen Rückstau in der Bearbeitung von Anträgen. (epd/mig) Aktuell Ausland

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