
„Weiterhin notwendig“
Dobrindt verlängert Grenzkontrollen bis mindestens September
Seit eineinhalb Jahren gibt es Kontrollen an allen deutschen Landgrenzen. Das soll laut der Bundesregierung auch noch eine Weile so bleiben – trotz sinkender Migrationszahlen. Eine Begründung liefert sie nicht, verweist dafür auf europäische Defizite.
Montag, 16.02.2026, 14:39 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 16.02.2026, 14:39 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Trotz sinkender Migrationszahlen hält Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) weiterhin Kontrollen an den deutschen Grenzen für nötig. Diese sollten über Mitte März hinaus für weitere sechs Monate verlängert werden, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin. Zur Begründung sagte er, es sei zwar eine Wende in der Migrationspolitik eingeleitet worden, diese sei aber „noch nicht am Ende angekommen“.
Seit September 2024 gibt es an allen deutschen Landgrenzen Kontrollen. Die Maßnahme ist umstritten und steht seit dem ersten Tag an in der Kritik. Eine solche Maßnahme ist im Schengen-Raum eigentlich nur temporär und unter bestimmten Voraussetzungen vorgesehen. Die Verlängerung muss jeweils bei der EU-Kommission angemeldet und begründet werden.
Ministerium sieht Überforderung in den Kommunen
Welche konkrete Begründung in Brüssel für die nun geplante Verlängerung bis September genannt wird, sagte der Ministeriumssprecher nicht. Grundsätzlich sollten die Grenzkontrollen fortgesetzt werden, bis es eine „funktionierende europäische Migrationspolitik“ gebe. An dieser werde gearbeitet. Der Sprecher führte zudem an, dass es in den Kommunen weiterhin „Überforderungen“ durch Migrantinnen und Migranten gebe.
Angesprochen auf die Zahl der Menschen, die im Rahmen der Grenzkontrollen registriert werden, sagte der Ministeriumssprecher, diese sei „signifikant“ zurückgegangen. Eine Schwelle, ab der die Grenzkontrollen nicht mehr nötig seien, könne er aber nicht nennen. (epd/mig) Aktuell Politik
Wir informieren täglich über das Wichtigste zu Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Unterstüzte diese Arbeit und verpasse nichts mehr: Werde jetzt Mitglied.
MiGGLIED WERDEN- Paukenschlag Bamf bestätigt: Zulassung zu Integrationskursen wird…
- UN-Bericht Afghanistan-Rückkehrer verschlimmern humanitäre Lage
- Replik Lizenz zur Diskriminierung
- Name, Leben, Trauer Familie: „Der Zugbegleiter“ hieß Serkan Çalar
- Nicht zuständig Sozialminister schreiben EU-Bürger aus dem Sozialstaat
- „Dramatische Situation“ Grüne: Dobrindt sabotiert Integrationskurse


