
Bundesamt
Deutlich weniger Asylanträge im ersten Quartal
Weniger Erstanträge, mehr Folgeanträge: Die neuen Bamf-Zahlen zeigen einen klaren Rückgang bei Asylgesuchen in Deutschland. Auffällig ist vor allem Afghanistan, das die Statistik in mehrfacher Hinsicht prägt.
Donnerstag, 09.04.2026, 13:30 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 09.04.2026, 13:30 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die Zahl der Erstanträge auf Asyl ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres um mehr als ein Drittel gesunken. Von Januar bis März hätten 22.491 Menschen erstmals einen Asylantrag in Deutschland gestellt, teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge am Dienstag in Nürnberg mit. Das seien 37,8 Prozent weniger als von Januar bis März 2025.
Zusammen mit den Folgeanträgen seien von Januar bis März insgesamt 32.833 Asylanträge gestellt worden, hieß es weiter. Die meisten Antragsstellerinnen und -steller kamen den Angaben zufolge aus Afghanistan (12.363). Mit größerem Abstand folgten Syrien (3.245) und die Türkei (2.649). Insgesamt 3.722 Erstanträge bezogen sich auf Kinder, die in Deutschland geboren wurden.
Anstieg bei Folgeanträgen durch Afghanen
Auffällig sei eine stark gestiegene Zahl von Folgeanträgen durch Afghaninnen, teilte das Bundesamt weiter mit. Die Zahl von 6.406 Folgeanträgen durch afghanische Staatsbürgerinnen und -bürger von Januar bis März 2026 bedeute eine Zunahme von 569,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Seit der Machtübernahme der Taliban hat sich die Situation von Frauen und Mädchen in Afghanistan weiter verschlechtert“, erklärte das Bundesamt dazu.
In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hat das Bundesamt den Angaben zufolge über 73.384 Erst- und Folgeanträge entschieden, ein Rückgang von 12,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Gesamtschutzquote liege aktuell bei 38 Prozent, die durchschnittliche Verfahrensdauer bei 11,3 Monaten. (epd/mig) Aktuell Panorama
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