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TV-Tipps des Tages

15.05.2015 – Istanbul, Moschee, Türkei, NSU, Ku-Klux-Klan, Ausländer

TV-Tipps des Tages sind: Seidenstraße - Neue Moschee, davor die Galata-Brücke in Istanbul; Türken in Deutschland; Die Arier: Ku-Klux-Klan-Mitglied und Mo Asumang. Alle 30 Minuten findet in Deutschland eine rechtsextreme Straftat statt; Werden Sie Deutscher: Integration als Schulfach? Flüchtlingskinder - mit Judith Rakers

Von Freitag, 15.05.2015, 8:09 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 14.05.2015, 22:22 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Seidenstraße – Die Neue Moschee und davor die Galata-Brücke in Istanbul
Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi’an. Die erste Etappe führt von Venedig in Italien bis nach Trabzon in der Türkei.

Am Startpunkt folgt er den Spuren Marco Polos. Sie führen zum Kostümdesigner Stefano Nicolao, der für viele Kino-, Theater- und Opernproduktionen historische Gewänder fertigt. Auf dem Großen Basar von Istanbul erlebt Peter Gysling den althergebrachten Handel.

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Die moderne Türkei hingegen verkörpert der Familienkonzern von Mustafa Koç: Das Koç-Konglomerat baut jedes zweite Auto der Türkei, betreibt die einzige Ölraffinerie und die viertgrößte Bank des Landes. Im kleinen Dorf Orta bei Erzurum lebt die Bauernfamilie Tikici. Großvater Lütfu nimmt Peter Gysling mit in die Ulu-Cami-Moschee von Erzurum. Dort unterhält sich der Reporter mit Imam Abdelkadir Düzenli über die zentrale Rolle der Religion in der ländlichen Gesellschaft. Fr, Fr, 15. Mai · 09:30-10:10 · 3sat

Türken in Deutschland
„Wir wollen keinen Dank, wir wollen Respekt verdammt noch mal!“, heißt es im Refrain des Raps „Denkmal“. Den Rap hat die Kölner Gruppe „Microphone Mafia“ ihren Vätern gewidmet – und stellvertretend der ganzen ersten Generation sogenannter Gastarbeiter, die seit Mitte der 1950er-Jahre nach Deutschland kamen. Deutschland – Wirtschaftswunderland: Der wirtschaftliche und soziale Wiederaufstieg Westdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg wäre ohne die Mithilfe ausländischer Arbeitskräfte nicht möglich gewesen. 1961 unterzeichnete – nach Italien, Spanien und Griechenland – die Türkei einen Anwerbevertrag mit der Bundesregierung. Fr, 15. Mai · 10:55-11:25 · HR

Die Arier
Ku-Klux-Klan-Mitglied und Mo Asumang. Alle 30 Minuten findet in Deutschland eine rechtsextreme Straftat statt. Mehr und mehr rassistische Aktionen werden mit dem Wort Arier oder Aryan in Verbindung gebracht. So erhielt die

afrodeutsche Regisseurin Mo Asumang selbst eine Morddrohung von den „White Aryan Rebels“, die Unterstützer der NSU-Terrorzelle und Mitherausgeber des Magazins „The Aryan Law & Order“ sind. Bei Beate Zschäpe findet man einen Artikel, der die „arische“ Rasse erklärt, und in den USA werden unzählige Morde durch „Aryan Hategroups“ verübt.

Mo Asumang findet, es sei an der Zeit, der Sache mit den Ariern auf den Grund zu gehen. Sie begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten. So besucht sie Propaganda-Veranstaltungen der selbsternannten Arier in Gera, Wismar und Potsdam. Sie forscht in Archiven und reist schließlich in den Iran, wo alte Inschriften den Ursprung des Arierbegriffs bezeugen und ihm eine ganz andere Bedeutung geben. In den USA trifft sie sich mit dem Ku-Klux-Klan und einem Top-Rassisten von schauerlichem Weltruf: Tom Metzger, dem Gründer der „White Aryan Resistance“. Fr, 15. Mai · 20:15-21:45 · ZDFkultur

Flüchtlingskinder – mit Judith Rakers
Wie ist es für Kinder und Jugendliche, wenn sie als Flüchtlinge allein nach Deutschland kommen? Wie können sie hier Fuß fassen? Was tun sie, um sich eine Zukunft aufzubauen? Welche Hürden stehen ihnen im Weg? Welche Chancen haben sie auf Integration? Diesen Fragen geht Judith Rakers im Blomkamp nach, einer Wohneinrichtung für jugendliche Flüchtlinge in Hamburg. Hier trifft sie den zwölfjährigen Mahmoud, den 16-jährigen Sami und den 18-jährigen Mohammed sowie ihren Betreuer, den schon seit langem in Deutschland lebenden Ruhin Ashuftah. Fr, 15. Mai · 21:15-21:45 · NDR Mecklenburg-Vorpommern

Werden Sie Deutscher
Integration als Schulfach? Alle Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben wollen, können seit dem neuen Zuwanderungsgesetz zu einem Integrationskurs verpflichtet werden. „Werden Sie Deutscher“ begleitet zehn Monate lang die Teilnehmer eines Integrationskurses an einer Berliner Volkshochschule. In 600 Unterrichtsstunden Sprachkurs und 45 Stunden Orientierungskurs lernen Erwachsene aus 15 verschiedenen Nationen nicht nur die deutsche Sprache, sondern ihnen wird auch vermittelt, wie man sich in Deutschland zu verhalten hat: einem Beamten der Ausländerbehörde schenkt man keine Pralinen und zu einem Termin muss man „auf die Minute genau“ kommen, denn „Zeit ist Geld“. Fr, 15. Mai · 21:45-23:10 · ZDFkultur

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