Türkische Presse Türkei

27.07.2011 – Erdoğan, Atalay, Sphinx, Gül, İhsanoğlu, Terror, Kosovo

Die Themen des Tages sind: Erdoğan trifft Koşaner; Atalay besucht Kırıkkale; Die Sphinx von Hattusas ist in seinen Heimatsort zurück gekehrt; Radeln für Freundschaft; Generalsekretär der Islamischen Konferenz-Organisation (OIC) Ekmeleddin İhsanoğlu über Terroranschläge in Europa; Spannung an der Kosovo-Grenze; Lage in Libyen

Von BYEGM, TRT Mittwoch, 27.07.2011, 14:35 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 27.07.2011, 14:48 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Erdoğan trifft Koşaner
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und Generalstabschef Işık Koşaner kamen gestern im Rahmen der ordentlichen Gespräche zusammen. Der Kampf gegen den Terror war auf der Tagesordnung des Treffens. Die Sitzung, an der auch Stellvertretender Ministerpräsident Beşir Atalay, Innenminister İdris Naim Şahin und Justizminister Sadullah Ergin teilgenommen haben, dauerte fünf Stunden. Später empfing Erdoğan Geheimdienstchef Hakan Fidan.

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Atalay besucht Kırıkkale
Stellvertretender Ministerpräsident Beşir Atalay besuchte gestern Kırıkkale. Bezüglich der Zypern-Frage sagte Atalay: „Eine Lösung für die Zypern-Frage ist von großer Bedeutung für uns. Die Verhandlungen mit der werden fortgeführt. Wir erwarten, dass die Seiten sich bis ans Jahresende auf eine Lösung vereinigen.“

Die Sphinx von Hattusas zurückgekehrt
Die Sphinx von Hattusas ist in seinen Heimatsort zurück gekehrt. Tourismusminister Ertuğrul Günay sagte, dass der Sphinx von Hattusas nach 94 Jahren Trennung wieder in Anatolien zurück gekommen ist. Somit kehrt ein Kulturgut nach eine lange zeit wieder in seine Heimatsort zurück. Die 2.58 m große, und 3500 Jahre alte Sphinx war einst auf der rechten Seite des Süd Tors von Hattusas, damalige Hauptstadt der Hethiter, positioniert. Die Sphinx wird zum 25. Jahrestag der Anerkennung von Boğazköy als Weltkulturerbe, zur Besichtigung freigegeben.

Radeln für Freundschaft
Staatspräsident Abdullah Gül empfing gestern Journalist İsmail Çevik, der mit dem Fahrrad von Deutschland in die Türkei radelte. Çevik warb für Freundschaften zwischen den Türken und den Deutschen und sein Ziel war an die erste Generation zu erinnern, die vor 50 Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland reisten. Die Etappe startete wurde am 20 Juli in Berlin und wurde gestern Istanbul beendet. Çevik wurde beim Staatspräsident Gül empfangen.

İhsanoğlu über Terroranschläge in Europa
Generalsekretär der Islamischen Konferenz-Organisation (OIC) Ekmeleddin İhsanoğlu wies darauf hin, dass der Grund der Massaker im Norwegen, Hass und Intoleranz gegen die religiöse und kulturelle Vielfalt ist. Die OIC hat bis heute oftmals Europa, in den Themen „Anti-Islam“ und „Rassismus“ aufmerksam gemacht. „Der Hass gegen Intoleranz, Diskriminierung und Multikultur sei sehr gefährlich. Wir haben vor dem möglichen Folgen dieser Politiken stets gewarnt.“ so İhsanoğlu.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Der Kampf gegen Radikale und Marginale Gruppen ist die Aufgabe des Staates
Hauptthema der heutigen Zeitungen sind weiterhin die beiden Anschläge in Norwegen und deren Folgen. Hierzu veröffentlicht die Zeitung Hürriyet die Worte von Staatspräsident Abdullah Gül über das Massaker in Norwegen, mit dem Titel:“ Der Kampf gegen Radikale und Marginale Gruppen ist die Aufgabe des Staates“. Staatspräsident Gül sagt, dass andernfalls ähnliche große Katastrophen nicht verhindert werden können. Mit Hinweis auf radikale und marginale Verhalten und Handlungsweisen, die nicht akzeptabel sind aber von Zeit zu Zeit zu beobachten sind, sagt Gül, dass mit Radikalismus und Marginalie große Vorfälle nicht beschattet werden dürfen. Die Hürriyet berichtet auch über den Absturz eines Militärflugzeugs des Typs C-130 in der Nähe der Stadt Guelmim, im Süden von Marokko. Dem Bericht zufolge kamen 60 Soldaten, 12 Zivilisten und die achtköpfige Crew an Bord der Maschine ums Leben. Die Maschine sei bei dichtem Nebel und schlechten Wetterbedingungen abgestürzt.

Spannung an der Kosovo-Grenze
In einem Artikel der Zeitung Haber Türk wird auf die ethnische Spannung im Norden von Kosovo Platz eingeräumt. Im Artikel mit dem Titel: „Spannung an der Kosovo-Grenze“ heißt es, die Regierung in Kosovo habe Polizisten an zwei Grenzübergängen entsandt, um die Kontrolle von der Europäischen Union zu übernehmen. Die Sicherheitskräfte hätten die Kontrolle an zwei der drei Grenzübergänge übernommen. Doch hätten Serben, die die Mehrheit im Gebiet bilden, die Straßen blockiert, so dass die Sicherheitskräfte nicht zum 3. Grenzübergang gelangen konnten. Nun überprüfe die Regierung in Kosovo den Export aus Serbien einzuschränken.

Lage in Libyen
In einem weiteren Artikel räumt die Zeitung Hürriyet der Lage in Libyen Platz ein. Nach den USA und Frankreich habe auch Großbritannien Gaddafi vorgeschlagen, zurückzutreten um weiterhin in Libyen bleiben zu können. Diesen Vorschlag habe Frankreich in der vergangenen Woche unterbreitet. Der Vorschlag sei auch vom US-Außenministerium unterstützt worden. Nun habe sich Großbritannien, Frankreich und USA angeschlossen und den Vorschlag unterstützt. Der Vorschlag sei auch vom Nationalen Übergangsrat in Libyen akzeptiert worden. In einem Artikel mit der Überschrift: „Für ein Tropen Wasser“, weist die Zeitung Milliyet auf die unglaubliche Lage in Afrika hin. Aufgrund der stärksten Dürre seit 60 Jahren, hätten 11,6 Millionen Menschen in Somalia, Äthiopien und Kenia nichts zu Essen und zu Trinken. Hundert Tausende von Menschen hätten ihre Wohngebiete verlassen, um zu Wasser und Nahrungsmittel zu gelangen. Angesichts dieser schrecklichen Katastrophe seien die Hilfen der Vereinten Nationen nicht ausreichend.

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