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Aktion zusammen wachsen

Vier neue Servicestellen eingerichtet

Die Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien im Rahmen der „Aktion zusammen wachsen“ wird regional ausgeweitet. Um die Bildungschancen weiter zu erhöhen, hat Staatsministerin Maria Böhmer jetzt in Berlin, im Regierungsbezirk Düsseldorf, in Hamburg und der Metropolregion RheinNeckar vier regionale Servicestellen eingerichtet.

Montag, 06.04.2009, 8:01 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 29.08.2010, 12:07 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Damit können Patenschaftsprojekte gezielt auf regionaler und lokaler Ebene unterstützt werden. Für die Arbeit vor Ort wurden regionale Partner gefunden, darunter die Stiftung Mercator für die Servicestelle im Regierungsbezirk Düsseldorf und die Robert Bosch Stiftung für die Servicestelle Berlin.

„Junge Migrantinnen und Migranten müssen frühzeitig gefördert werden. Hier setzen Bildungspatenschaften an. Engagierte Bürgerinnen und Bürger stehen Kindern und Jugendlichen zur Seite und verhelfen ihnen damit zu besseren Zukunftschancen. Bildungspatenschaften sind ein enorm wichtiger und ergänzender Beitrag für die Integration in Deutschland“, erklärte Maria Böhmer, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

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Die neuen Servicestellen übernehmen die Rolle regionaler Kompetenzzentren und tragen dazu bei, bürgerschaftliches Engagement in Form von Patenschaften und Mentoring auszuweiten und zu stärken. „Der Erfolg von Patenschafts- und Mentoringprojekten hängt wesentlich von ihrer regionalen Vernetzung ab – untereinander, aber auch mit Akteuren wie beispielsweise Land und Kommune, der Freien Wohlfahrtspflege, Freiwilligenagenturen und Migrantenorganisationen“, erklärte Staatsministerin Maria Böhmer.

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Die Landschaft der Bildungsprojekte ist vielfältig. Bei dem Projekt „MärchenKinder“ der Freiwilligen-Agentur Regensburg beispielsweise gehen zweisprachige Schülerinnen und Schüler zu ihren „kleinen Landsleuten“ in den Kindergarten, um ihnen auf Deutsch Märchen und Geschichten vorzulesen. Die Kleinen üben durch das Zuhören die deutsche Sprache. Die Großen verbessern ihre Sprachkenntnisse und stärken ihr Selbstbewusstsein.

Das Projekt „NetWork.21“ der Thomas-Morus-Akademie in Bensberg hingegen fördert junge Frauen und Männer in der Übergangsphase vom Studium in die Ausbildung oder in den Beruf. Ziel des Projekts ist die nachhaltige Verbesserung der beruflichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten von Frauen sowie die Veränderung des öffentlichen Bildes von Frauen aus Zuwandererfamilien.

Zu den Aufgaben der regionalen Servicestellen gehören die Information und Beratung rund um das Thema Patenschaften sowie die Vernetzung der lokalen und regionalen Projekte. Workshops und Veranstaltungen sollen praktisches Wissen vermitteln, den Erfahrungsaustausch zwischen Projekten und Projektträgern fördern und dazu beitragen, neue Patinnen und Paten für bürgerschaftliches Engagement zu gewinnen.

Die Servicestelle im Regierungsbezirk Düsseldorf wird von der Stiftung Mercator mit 150.000 Euro unterstützt. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Als Stiftung mit Sitz im Ruhrgebiet, einer Region mit einem sehr hohen Anteil von jungen Menschen mit Migrationshintergrund, halten wir das Patenschaftsmodell für sehr erfolgversprechend, um die individuellen Bildungsverläufe junger Migranten aktiv zu unterstützen. Die Stiftung Mercator engagiert sich in vielen Projekten, die die Chance von jungen Migranten auf gesellschaftliche Partizipation erhöht. So haben wir bei der Anfrage von Staatsministerin Böhmer, die regionale Servicestelle im Regierungsbezirk Düsseldorf zu fördern, nicht lange gezögert.“

Die regionalen Aktivitäten in Berlin werden von der Robert Bosch Stiftung mit 150.000 Euro gefördert. „Wir unterstützen die Initiative von Staatsministerin Böhmer gern, weil sie ganz auf der Linie unserer Bemühungen zur Integration von Migranten liegt. Patenschaftsprojekte haben schon an vielen Stellen und in vielen Zusammenhängen bewiesen, dass sie ein geeignetes Mittel sind, die Integrationsziele zu erreichen. Jetzt geht es darum, dieses Instrument wirksam zu verbreiten“, erklärt Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung.

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