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Vom Akkusativ zur Gemüsesuppe

Die Flüchtlingsklasse der Berufsschule in Bamberg

Immer häufiger werden für schulpflichtige Asylbewerber sogenannte Flüchtlingsklassen eingerichtet. Dort sollen die Jugendlichen Deutsch lernen. Inkulturation heißt das Stichwort – Janosch Freuding hat über mehrere Wochen hinter die Kullissen geschaut.

VONJanosch Freuding

 Die Flüchtlingsklasse der Berufsschule in Bamberg
Der Verfasser, 1987 in Füssen geboren, studierte Germanistik, Katholische Theologie und Islamwissenschaften an der Universität Augsburg und der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Nach einem Austauschjahr an der Ege Universität Izmir initiierte er das länderübergreifende deutsch-türkische Jugendfilmprojekt „bu bizimki / es sind wir“. Heute arbeitet er als Sprachlehrer für Deutsch als Fremdsprache in Berlin und bereitet sich auf seine Promotion im Bereich interreligiöses und interkulturelles Lernen vor.

DATUM22. Januar 2015

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RESSORTFeuilleton, Leitartikel

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„Was habe ich euch gesagt? Männer machen Probleme!“, ruft Frau Schulz1 in die Klasse. Das tun sie auch tatsächlich in der JFL 10A, in der Flüchtlingsklasse der Berufsschule Bamberg. Denn wo „die Gabel“ im Akkusativ „die Gabel“ bleibt, „das Gemüse“ weiterhin „das Gemüse“ heißt, wird aus „der Tisch“ plötzlich „den Tisch“. „Ich putze das Gemüse“ ist richtig, „Ich putze der Tisch“ falsch – Deutsch soll einer verstehen, oder: Männer machen Probleme.

Hauswirtschaft am Freitagmorgen. Müde Gesichter und eine sich erst allmählich füllende Klasse – heute ist Bahnstreik und Flüchtlingsunterkünfte liegen selten im Stadtzentrum. Diese Stunde steht Ernährungslehre auf dem Lehrplan, Frau Simon1 bringt das etwas trockene Thema den Schülern nahe. Der eigentliche Clou der Doppelstunde jedoch offenbart sich, als gegen Ende der ersten Stunde auch Frau Schulz1. das Klassenzimmer betritt. Nun stehen plötzlich zwei Lehrerinnen vor der Klasse, die eine unterrichtet Hauswirtschaft, die andere hilft währenddessen über die Grammatikhürden, die währenddessen auftreten. Zwei Lehrkräfte für vier Schülerinnen und sechs Schüler – keine schlechte Quote.

„Welche Grammatik erklärt Frau Simon heute?“ Klar, Akkusativ und trennbare Verben, „ab-trocknen“. Eigentlich sollten die Jugendlichen diese Grammatik längst aus ihrem Vorbereitungskurs an der VHS kennen, aber nicht alles bleibt hängen, wenn die politische Welt- und Binnenlage die Klassen immer wieder neu zusammensetzt.

Von führerlosen Schlepperschiffen bis zum Flüchtlingsmord in Dresden – viel Positives gab es in letzter Zeit nicht zu berichten von der Asylpolitik, gerade aus Bayern. Die Überforderung der öffentlichen Stellen mit den zuletzt gestiegenen Asylbewerberzahlen wurde stark kritisiert. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit jedoch etabliert sich an bayerischen Schulen ein spannendes Beschulungsprogramm für Flüchtlinge, das seit 2010 in einem Pilotprojekt erprobt und 2013 auf mehrere Standorte ausgeweitet wurde.

Ein Hauch von Wildwest-Stimmung
Unterstützt von EU-Mitteln hat der Freistaat zum Schuljahr 2014/15 ca. 180 Klassen für berufsschulpflichtige Flüchtlinge und Asylbewerber eingerichtet, d.h. für Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren, die nicht genügend Deutsch beherrschen, um dem regulären Berufsschulunterricht für Jugendliche ohne Ausbildung folgen zu können. Der Unterricht für die Flüchtlinge erstreckt sich meistens über zwei Jahre; im ersten Vorbereitungsjahr arbeiten die Schulen mit Kooperationspartnern zusammen und der Fokus liegt auf dem Deutschunterricht, das zweite Jahr soll die Flüchtlinge auf eine Ausbildung vorbereiten und ihnen einen Schulabschluss ermöglichen.

Durch die Flure der Berufsschule I Bamberg weht bisweilen ein Hauch von Wildwest-Stimmung. Die Schule ist als eine der bayrischen Berufsschulen mit der Aufgabe des Flüchtlingsunterrichts betraut. Nicht immer, so viel lässt sich vorausschicken, ist der Weg, auf dem dies geschehen soll, schon klar. Einen flächendeckenden Unterricht für Flüchtlinge im ordentlichen Schulsystem gab es in Bayern noch nie – eine Herausforderung für Staat und Schulen, Lehrkräfte und Flüchtlinge gleichermaßen.

Andreas Neundorfer, der das Schulprogramm für die Bamberger Berufsschule koordiniert, ist mit den Flüchtlingen auf dem Weg in den Computerraum. Die Flüchtlingsklasse 11, viele Jungs und zwei Mädchen, verteilt sich lachend und lärmend auf die Computer des Klassenzimmers. In der Deutschstunde zuvor haben die Schüler ein Bewerbungsschreiben für ein Praktikum aufgesetzt, das jetzt am Computer niedergeschrieben werden soll. Während die Computer hochfahren, klärt Herr Neundorfer noch Organisatorisches: Wer wird nochmal wie lange, an welchen Tagen, bei wem Praktikum machen? Ein Termin ist noch unklar, also greift Herr Neundorfer kurzerhand zum Handy, um seinen Bekannten, der das Praktikum anbietet, anzurufen. „Ich hab letztes Jahr Praktikum da gemacht, der geht nie ans Handy!“, ruft einer der Jungs in die Klasse.

Große Unterschiede
Die Unterschiede zwischen den Jugendlichen sind immens. Während eine mazedonische Schülerin in ihrem Heimatland schon das Abitur gemacht hat, hat ein Schüler aus Eritrea kaum die Schule besucht. Während ein Schüler aus Tschetschenien sich immer noch mit einfachen Wörtern schwer tut, schreibt ein afghanischer Schüler längst flüssig Texte. Während die einen noch Probleme mit den Grundrechenarten haben, wollen die anderen Logarithmus rechnen.

Vor jedem Flüchtling befindet sich ein geöffnetes Word-Dokument. Langsam und sorgfältig suchend bewegen sich die Finger über die Tastatur, um die Bewerbung aufzuschreiben: sehr… nein, falsch… SEHR… hm… SEH… SE… S… Se… richtig… Sehr… Sehr ge…. Wie schreibt man noch einmal geehrt??

Die Flüchtlinge haben einen weiten Weg hinter sich. Vielen ist nicht bewusst, wie weit der Weg ist, der noch vor ihnen liegt. Wenn die Jugendlichen die beiden Flüchtlingsklassen hinter sich gebracht haben, erwartet sie die Quali-Prüfung. Nicht alle werden sie schaffen. Ein Quali ist immerhin ein Quali. „Ich habe in Sierra Leone ein Praktikum bei einem Bäcker gemacht“, sagt ein Schüler. „Gut, und was hast du dort gemacht?“, fragt Herr Neundorfer. –„Brot.“ – „Aha. Und was für ein Brot?“ – „Großes und kleines.“ Wie der Jugendliche aus Sierra Leone wohl seine Chancen auf eine Bäckerlehre selbst einschätzt?

Alle wollen in die normale Schule
Im letzten Jahr gab es viel Unruhe in der Flüchtlingsklasse. Einige Schüler wollten plötzlich weg von der Berufsschule in die Mittelschule. Die Klasse hatte mitgekriegt, dass man, bevor das Berufsschulprogramm im letzten Jahr startete, fittere Schüler provisorisch in die Mittelschule gesteckt hatte. In die Mittelschule kommen also die guten Schüler! Die Flüchtlinge fühlten sich betrogen. In einer guten Schule, das wussten die Flüchtlinge aus ihren Heimatländern, lernt man nämlich nur aus Büchern!

„Früher dachte ich, diese intelligenten Mädchen und Kerle müssten doch den Quali leicht in einem Jahr schaffen“, sagt Herr Neundorfer, „doch jetzt ist mir klar geworden, dass es um viel mehr geht, und dass die Inkulturation der Flüchtlinge viel länger dauert. Wenn am Ende etliche der Flüchtlinge eine Ausbildungsstelle oder Arbeitsstelle erhalten, bin ich schon froh.“

Inkulturation, das scheint so ein Stichwort zu sein. Wie funktioniert das überhaupt, In-kulturation? Und welche Kultur ist eigentlich das Ziel für die Flüchtlinge? Denn einen Punkt müssen diese intuitiv gespürt haben: dass sie hier ein Sonderprogramm erhalten, das immer noch weit entfernt liegt von Deutschlands üblichen Schulwegen. Fragt man die Schüler, ob sie Kontakt zu anderen Berufsschülern haben, verneinen fast alle. Den Sprung nach Deutschland hat man erst dann geschafft, wenn man auf Deutschlands „normalen Wegen“ wandelt und deutsche Freunde hat, soviel ist klar

Wer erhält welche Förderung? – das ist die große Frage dieses Schulprogramms. Da nicht genügend Plätze zur Verfügung stehen, erhält nicht jeder Flüchtling einen Platz an der Berufsschule, sondern meistens nur unbegleitete Flüchtlinge, d.h. Flüchtlinge, die allein, ohne jede Begleitung, nach Deutschland kommen. Diejenigen, die mit ihren Eltern Asyl beantragen, müssen sich oft mit einem pädagogischen Restprogramm begnügen, das überwiegend von privat Engagierten bestritten wird.

Schicksale, die sprachlos machen
Die Schicksale, die die Flüchtlinge im Gepäck haben, lassen auch die Verantwortlichen oft sprachlos zurück. Es lässt einen nicht unberührt, zu sehen, wie die Zeitungsmeldungen plötzlich ein Gesicht bekommen, zu hören, wie die jungen Menschen mit einfachen Worten schreckliche Geschichten erzählen. Sie erzählen von schwankenden Schiffen, Polizeikontrollen und Festnahmen, von Wochen ohne Essen und Trinken, von Raketen, die in der Nähe einschlagen und zum Glück nicht explodieren. Plötzlich stumm wird ein Junge, als ihn Herr Neundorfer nach seinen Eltern fragt. Viele klagen über Bauch- und Kopfschmerzen. Neulich hat ein Flüchtling einen anderen schwer mit einem Messer verletzt, auch Prügeleien sind nicht selten. Es bricht einem fast das Herz, wenn man hört, dass ein sehr lebensfroher Flüchtling nach all dem Erlebten, jetzt, wo alles besser sein sollte, mit Verdacht auf Leukämie untersucht wird. Welche Behandlung wird er wohl erhalten?

Wie die Berufsschulen mit solchen Schicksalen umgehen, das bleibt in vielen Fällen den Beteiligten vor Ort überlassen. Kann sie mit den Traumata der Flüchtlinge umgehen, ohne über deren Symptome fortgebildet zu sein? Ziel und Zeitplan des Schulprogramms – teilweise von null Schulerfahrung auf Quali in zwei Jahren – sind sehr ehrgeizig. Bevor dies gelingen kann, sind noch einige Probleme zu lösen.

Getragen wird auch das Bamberger Berufsschulprogramm vom riesigen Engagement seiner Beteiligten. Den immensen bürokratischen Verwaltungsaufwand, der neben dem Unterricht anfällt, schultert der allgegenwärtige Herr Neundorfer fast im Alleingang. Die Mitarbeiter sind gut untereinander vernetzt, monatlich treffen sich alle Beteiligten, um ihre Tätigkeit aufeinander abzustimmen. Und es ist keine lobenswerte Ausnahme, wenn ein Lehrer Tickets für die Basketballmannschaft Brose-Baskets besorgen will, um mit den Flüchtlingen in seiner Freizeit ein Basketballspiel zu besuchen.

Eine erfüllende Aufgabe
Man merkt, dass die Arbeit mit den Flüchtlingen für die meisten Beteiligten eine sehr erfüllende Aufgabe ist. Mit einer erstaunlichen Lockerheit wird die fast schon monatliche Änderung der Klassenstärke hingenommen, was an anderer Stelle so manche Lehrkraft auf die Barrikaden treiben würde. Es ist ja sowieso nicht zu ändern, und dass die staatlichen Behörden die ankommenden Flüchtlinge verteilen müssen, leuchtet auch allen ein. Irgendeine Lösung findet sich schon für jedes Problem, und man hat fast den Eindruck, dass das Niemandsland an den Grenzen bürokratischer Regulierung so manchen zu ganz neuen Ideen beflügelt.

Zurück in der Hauswirtschaftsstunde. Inzwischen ist die Klasse vom Klassenzimmer in die Schulküche umgezogen. Vor den Jugendlichen liegt Gemüse ausgebreitet. Die Schüler müssen Post-its mit den Namen der Gemüsearten zuordnen. Anschließend bilden sie Wortfelder zu den verschiedenen Arbeitsschritten des Kochens. Nun verlagert sich der Unterricht vollends ins Praktische. Die Schüler schnippeln Gemüse, dünsten Zwiebeln an und lernen in welcher Reihenfolge das geschnittene Gemüse in den Topf kommt. Als Stundenergebnis steht am Ende eine Gemüsesuppe, die natürlich auch gemeinsam verspeist wird. Vom Akkusativ zur selbst gekochten Gemüsesuppe. „Schule ist gut“, sagen die Flüchtlinge.

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3 Kommentare
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  1. Aglaja Beyes sagt:

    Lieber Janosch,
    Ist das nicht ein poltisches Trauerspiel? Ist das nicht eine himmelschreiende Ungerechtigkeit? Ich habe großen Respekt vor den LehrerInnen, die mit diesen meist sehr motivierten Jugendlichen arbeiten. Aber ich halte das ganze System für grundfalsch!
    Du schreibst: „Alle wollen an die normale Schule“. Warum lässt man sie nicht? Mit begleitendem Deutschunterricht, versteht sich.
    Ich unterrichte ebenfalls seit über einem Jahrzehnt DAF/DAZ. Manchmal habe ich junge, schulpflichtige Flüchtlinge in meinen Integrationskursen an der Volkshochschule. Auch da liegt vieles, sehr vieles im Argen.
    Aber immerhin werden bei uns Jugendliche, die nie eine Schule besuchten, die Analphabeten sind, sowie Jugendliche, die unsere Schrift erst erlernen müssen, in Lese- und Schreibkursen unterrichtet – bis sie fit sind für allgemeine Deutschkurse.
    Binnendifferenzierung ist heute in aller Munde und wird von uns, den Lehrenden, erwartet. Aber soll das heißen, dass wir Teilnehmer, die keinen Buchstaben schreiben können, zusammen unterrichten mit Teilnehmern, die schon das Abitur in ihrem Lande gemacht haben? Werden wir damt den Schülern gerecht? Wohl kaum!
    In Australien habe ich vor ca. zehn Jahren erlebt, dass der Sprachstand aller Schüler, auch der „einheimischen“, bei der Schulaufnahme erfasst wurde. In fünf Kathegorien, von „nur rudimentäres Englisch“ bis „gutes Englisch, das aber noch verbesserungsfähig ist.“ Alle diese Schüler bekamen an einer „normalen Schule“ begleitenden Unterricht, und zwar bis zum Schulabschluss in der 12. Klasse! Ich lernte ein Einwandererkind kennen, das sehr gut Englisch sprach, aber noch besser werden wollte und ebenfalls den Förderunterricht bekam Schließlich wollte der Junge studieren.
    Wo gibt es so etwas bei uns? Unsere Sprachkurse, ob Integrationskurse oder Einsteigerkurse in den Schulen, sind fast immer auf niedrigem Niveau. Über B1 hinaus wird nicht gefördert.
    Wo bleibt die sprachliche Unterstützung an Gymnasien und guten Gesamtschulen? Wo bleibt das Recht auf Teilhabe, auf Würde, auf Anerkennung des Wunsches der Flüchtlingskinder, dazu zu gehören und gute Schulabschlüsse zu machen…
    Ja, es gibt einige ausgezeichnete Projekte — allzu oft aber hört man von reinen Flüchtlingsklassen, aus denen, wie im Fall von Bamberg, offenbar alle rauswollen!
    Da sollte sich etwas ändern!
    Liebe Grüße
    Aglaja Beyes

  2. Blubber sagt:

    „Du schreibst: “Alle wollen an die normale Schule”. Warum lässt man sie nicht? Mit begleitendem Deutschunterricht, versteht sich.“

    Und in welche Klasse wollen sie so einen 21 jährigen stecken?

    8. Klasse, zusammen mit 14 jährigen? 10. Klasse, was bei der Realschule schon die Abschlussklasse wäre?

    Kinder werden ganz normal beschult. Bei jungen Erwachsenen ist das wenig praktikabel.

  3. Janosch Freuding sagt:

    Liebe Aglaja Beyes,
    viele Punkte, die du ansprichst, teile ich genauso. Jedoch können diese Probleme meist nur auf politischer Ebene gelöst werden, wo immer noch zu wenig geschieht. Hier ging es mir darum, einmal die Situation der Lehrkräfte zu beschrieben, die mit diesen nicht immer ganz einfachen Zuständen zurecht kommen müssen.
    Ich unterrichte selbst eine Flüchtlingsklasse an der VHS Bamberg und empfinde die Situation nicht als so depremierend, wie du es andeutest. Im Gegenteil, die Flüchtlinge sind äußerst motiviert und freuen sich über jede Unterrichtsstunde, die sie erhalten. Bei Klassenstärken von fünf bis zehn Schülern ist auch die Differenzierung (meist) gut möglich. Auch ich finde, dass das Niveau des Fremdsprachenunterrichts an der VHS wesentlich besser ist als an der Berufsschule. Dafür ist der Unterricht dort vielseitiger. Eine stärkere Kooperation der beiden Schulen über das erste Schuljahr hinaus wäre wirklich wünschenswert.
    Jedoch, und das wollte ich herausstellen, geht das Berufsschulprogramm in die Richtung, die du dir wünschst. Man muss noch an sehr vielen Stellen nachjustieren, aber dass versucht wird, die Flüchtlinge gleich zu Beginn so konsequent in das ordentliche Schulsystem zu integrieren, ist meines Erachtens ein wichtiger erster Schritt. Mit Sicherheit sind die Klassen im Moment noch zu wenig durchlässig und es wird zu wenig differenziert. Das ist aber ein globales Problem und berührt auch solche Punkte wie die Arbeitsmigration, die man grundlegend neuordnen müsste. Bei uns wurden auch schon Flüchtlinge direkt in die Realschule gesteckt – eine Ausnahme, die hoffentlich bald zur Regel wird.
    Beste Grüße
    Janosch Freuding



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