Gesundheitsministerkonferenz

Länder wollen Sprachtests für ausländische Ärzte

Ärzte aus dem Ausland sollen in Zukunft einem Sprachtest unterzogen werden, wenn sie nach Deutschland wollen. Das beschlossen Gesundheitsminister der Länder. Unklar ist, was gefordert wird. Ausländische Ärzte müssen bereits gute Deutsch- und Fachsprachenkenntnisse nachweisen.

Die Gesundheitsminister der Länder fordern einheitliche Sprachtests für Ärzte aus dem Ausland, die in Deutschland arbeiten wollen. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die am Donnerstag in Hamburg gestartete Gesundheitsministerkonferenz hervor, die der Rheinischen Post (Donnerstagsausgabe) eigenen Angaben zufolge vorliegt.

Ärzte müssten in der Lage sein, Vor- und Nachteile einer Operation in verständlichem Deutsch zu erklären, sagte die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne). „Mangelnde Deutschkenntnisse bei Ärztinnen und Ärzten, das geht gar nicht“, erklärte die Ministerin, die den Vorschlag des Landes Sachsens unterstützt.

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Wenige Tage vor Beginn der Gesundheitskonferenz hatte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gefordert, Deutschkenntnisse von ausländischen Medizinern konsequenter als bislang zu überprüfen. „Arzt und Patient müssen sich verständigen können – und das darf nicht an Sprachbarrieren scheitern“, erkläre Huml und forderte ein bundesweit einheitliches Vorgehen.

Unklar ist bislang, welche Anforderungen an ausländische Ärzte gestellt werden. Bereits jetzt ist in den meisten Ländern für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Psychotherapeuten das sogenannte B2-Niveau maßgeblich – das heißt: Sie müssen sich gut in Deutsch ausdrücken können, auch schriftlich. Dabei geht es auch um die Fachsprache.

Die Gesundheitsminister der Länder tagen am Donnerstag und Freitag in Hamburg. (epd/red)