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Politisch motivierte Straftaten

Zahl rechter Gewalttaten um 23 Prozent gestiegen

Die Zahl rechtsmotivierter Gewalttaten ist im vergangenen Jahr auf 1.029 angestiegen. Insgesamt wurden 32.700 politisch motivierte Straftaten registriert, mehr als die Hälfte davon mit rechtsextremen Hintergrund.

Die Zahl politisch motivierter Straftaten ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin mitteilte, registrierte die Polizei insgesamt 32.700 Straftaten. Das waren gut drei Prozent mehr als im Jahr 2013. Die Zahl der Gewalttaten in dem Bereich lag bei 3.368, ein Plus von rund 18 Prozent. Die Zahl der politisch motivierten Straftaten habe damit seit der Erfassung im Jahr 2001 einen absoluten Höchststand erreicht.

Als rechtsextrem motivierte Straftaten wurden dabei den Angaben zufolge 17.020 eingestuft. Die Zahl lag damit auf ähnlichem Niveau wie 2013. Die Zahl rechtsmotivierter Gewalttaten sei allerdings um rund 23 Prozent auf 1.029 gestiegen. Im Bereich linksextremer Straftaten registrierte die Polizei einen Rückgang um 6,5 Prozent auf 8.113. Linke Gewalttaten gab es der Statistik zufolge 1.664 – ähnlich viele wie im Jahr zuvor.

Die Zahl der Körperverletzungen ist den Angaben zufolge um 29 Prozent auf 2.285 gestiegen. Jeweils 40 Prozent davon wurden als rechts- und linksextrem motiviert eingestuft.

De Maizière sagte, die Zahlen stimmten ihn nachdenklich. Gerade fremdenfeindlich, antisemitisch sowie rassistisch motivierte Straftaten hätten zugenommen. Straftaten richteten sich gezielt gegen Kirchen, Synagogen und Moscheen. Diese Entwicklung müsse gestoppt werden. (epd/mig)