Goethe-Institut

Interesse an Deutsch in Russland wächst wieder

Seit 2001 nimmt das Interesse an der deutschen Sprache in Russland ab. Jetzt wurde erstmals wieder ein Anstieg verzeichnet. Ermöglicht wurde die Trendwende mit einem Programm, das gezielt russische Schüler anspricht.

Das Interesse an der deutschen Sprache in Russland wächst nach Angaben des Goethe-Instituts erstmals wieder an. Nach einem kontinuierlichen Rückgang seit 2001 stieg die Zahl der Deutschlernenden laut russischem Bildungsministerium im Schuljahr 2017/2018 um vier Prozent auf rund 1,07 Millionen, wie die Einrichtung vergangene Woche in Berlin mitteilte.

Zurückzuführen sei dieser Erfolg unter anderem auf das vom Goethe-Institut initiierte Bildungsprogramm „Deutsch: die erste Zweite“. Das Programm unterstütze seit 2016 rund 2400 russische Schulen und Hochschulen bei der Einführung und dem Ausbau von Deutsch als zweiter Fremdsprache und eröffne damit Möglichkeiten, in Deutschland zu studieren und zu arbeiten.

Deutsch auf zweitem Platz

Mit einem Anteil von sieben Prozent liege Deutsch als Fremdsprache nun nach Englisch auf dem zweiten Platz, hieß es weiter. Um die deutsche Sprache darüber hinaus zu fördern, verfolge das Goethe-Institut in Russland die konsequente Entwicklung von aufeinander aufbauenden Angeboten für die gesamte Bildungslaufbahn von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit 159 Instituten in 98 Ländern fördert es nach eigenen Angaben die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit. (epd/mig)