Kunstausstellung

documenta benennt Straße in Kassel nach NSU-Opfer

Halit Yozgat wurde 2006 in seinem Internetcafé in der Holländischen Straße ermordet. Die Tat wird dem NSU zugerechnet. Seit Jahren kämpft Halits Vater vergeblich für eine Umbenennung der Straße in Halitstraße. Auf der documenta wurde seinem Wunsch entsprochen.

Die am Samstag eröffnete documenta bezeichnet die Holländische Straße in Kassel in einem „Map booklet“ als „Halitstraße, ehemalige Holländische Straße“. Dort war 2006 Halit Yozgat in seinem Internetcafe bei einem Anschlag, der dem rechtsextremistischen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeschrieben wird [1], getötet worden. Der Vater des Ermordeten, Ismail Yozgat, fordert seit Jahren eine Umbenennung der Straße in „Halitstraße“.

Die Stadt war dem Wunsch Yozgats insoweit entgegengekommen, als sie Ende 2012 einen nahe dem Tatort gelegenen Platz, an dem auch eine Straßenbahn-Haltestelle liegt, in Halitplatz umbenannte. Außerdem wurden eine Stele und eine Gedenktafel errichtet. Ismail Yozgat hat sich damit aber nicht zufrieden gegeben und fordert bis heute die Umbenennung der gesamten Straße, einer der längsten in Kassel.

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In einem der Ausstellungsorte der documenta, der Neuen Neuen Galerie (Neue Hauptpost), präsentiert die „Gesellschaft der Freunde von Halit“ eine Dokumentation ihrer Untersuchungen, Recherchen und Aktionen zu dem Mord. (epd/mig)