Libysche Küste

Zahlreiche Kinder bei Bootsunglück im Mittelmeer ertrunken

Das Foto von Aylan Kurdi hat weltweite Empörung ausgelöst. Sein lebloser Körper war vor knapp zwei Jahren an den Strand gespült worden. Seit dem ertranken viele Kinder im Mittelmeer – ohne großes Aufsehen. Zuletzt kamen vor der libyschen Küste 31 Menschen ums Leben, darunter zahlreiche Kinder.

Bei einem erneuten Bootsunglück sind im südlichen Mittelmeer Dutzende Flüchtlinge ertrunken. Die Besatzung eines Rettungsschiffs der italienischen Hilfsorganisation MOAS barg am Mittwoch nach eigenen Angaben an der Unglücksstelle vor der libyschen Küste 31 Leichen. Unter den Opfern seien zahlreiche Kinder. Die italienische Küstenwache, die die Rettungsaktionen im südlichen Mittelmeer koordiniert, berichtete von zwanzig auf offener See entdeckten Leichen.

Aus noch ungeklärten Gründen war der Flüchtlingskutter mit 500 Menschen an Bord nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Zuara gekentert. Mehrere Hundert Menschen seien lebend gerettet worden, berichtete der italienische Sprecher der Internationalen Organisation für Migration, Flavio Di Giacomo.

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Das italienische Innenministerium bezifferte unterdes die Zahl der Flüchtlinge, die Italien seit Jahresbeginn erreichten, mit 50.000. Im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum rund 34.000. (epd/mig)