Von der Entwicklungshilfe der Bundesregierung profitieren einem Zeitungsbericht zufolge im Agrarbereich vor allem deutsche Großkonzerne. Das habe eine Untersuchung dreier Initiativen in Asien und Afrika durch die Nichtregierungsorganisation Oxfam ergeben, berichtete der Tagesspiegel. Demnach nutzen Großkonzerne wie BASF, Bayer und K+S die Schulungen der Kleinbauern vor allem, um für ihre eigenen Produkte wie Saatgut, Düngemittel und Pestizide zu werben.
Oxfam wirft der Bundesregierung demnach vor, „unter dem Etikett der Hungerbekämpfung die Wirtschaftsinteressen von Agrarkonzernen“ zu fördern. Selbst hochgefährliche Pestizide würden den Landwirten empfohlen. „Alternativen, die für Kleinbauern besser geeignet sein können, werden nicht aufgezeigt“, sagte Marita Wiggerthale, Expertin für Welternährung bei Oxfam, der Zeitung.
Finanziert werden die Projekte laut Bericht sowohl mit Entwicklungsgeldern als auch von den Konzernen selbst. Ein Sprecher des Chemiekonzerns Bayer habe die Kritik zurückgewiesen. „Unsere Prioritäten stimmen in vielen Punkten mit denen der internationalen Entwicklungspolitik überein“, sagte er der Zeitung. (epd/mig)