Neuer Höchststand

Mehr als 800.000 Flüchtlinge kamen dieses Jahr über das Mittelmeer

Von Januar bis November sind mehr als 800.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa geflüchtet, über 650.000 von ihnen nach Griechenland. Die meisten kommen aus Syrien. 3.455 Menschen sind bei der Mittelmeer-Überquerung gestorben.

Die Zahl der Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa gelangt sind, hat in diesem Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Von Januar bis Anfang November seien mehr als 800.000 Menschen per Boot an europäischen Küsten angekommen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf mit. Das sind vier Mal so viele wie im gesamten Jahr 2014, als rund 220.000 Bootsflüchtlinge über das Mittelmeer kamen.

Im laufenden Jahr starben nach IOM-Angaben 3.455 Menschen bei der Mittelmeer-Überquerung oder gelten als vermisst. Die Menschen seien meist auf seeuntauglichen Schlepperkähnen vor Konflikten, Gewalt und Armut geflohen.

Die weitaus meisten Flüchtlinge, 653.000 Menschen, kamen in diesem Jahr laut IOM in Griechenland an. Knapp 142.000 Menschen gingen in Italien an Land, weitere knapp 4.000 Menschen erreichten Spanien. Das Bürgerkriegsland Syrien ist mit Abstand das wichtigste Herkunftsland der Flüchtlinge. Allein in Griechenland trafen 280.000 Syrer ein. Weitere große Herkunftsländer waren demnach Afghanistan, Eritrea und der Irak. (epd/mig)