Saarland

Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

Erneut ist eine geplante Flüchtlingsunterkunft abgebrannt. Diesmal haben Unbekannte Feuer an einer ehemaligen Schule gelegt. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Der Staatsschutz ermittelt.

Auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im saarländischen Gersheim ist in der Nacht auf Mittwoch ein Brandanschlag verübt worden. Unbekannte hätten in einer ehemaligen Schule im Ortsteil Bliesdalheim ein Feuer gelegt, teilte die Polizei mit.

In dem Gebäude sollten Asylbewerber untergebracht werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro, Menschen wurden nicht verletzt. „Die Brandermittler fanden bei der Untersuchung des Brandobjektes Spuren, die auf eine Brandstiftung hindeuten. Aufgrund der vorgesehenen Nutzung der Schule wurde die Staatsschutzabteilung des Landespolizeipräsidiums in die Ermittlungen eingebunden. Hinweise auf den oder die Täter liegen bislang nicht vor“, so die Polizei.

Seit Monaten kommt es in Deutschland immer wieder zu Brandanschlägen auf geplante, aber auch auf bereits bewohnte Flüchtlingsheime. Bis Ende August wurden laut Bundesinnenministerium mehr als 340 Anschläge auf Unterkünfte von Asylbewerbern gezählt. Das sind in den ersten acht Monaten des Jahres bereits fast doppelt so viele wie im Gesamtjahr 2014. (epd/mig)