TV-Tipps des Tages

16.09.2011 – Migranten, Integration, Kuba, Indien, Sprache, Deutschland

TV-Tipps des Tages sind: Deutsch Klasse – Sprachprogramm: Migranten in ihrem Alltag; Heimatbilder: Dan Grigoreanu aus Passau – Geschichten geglückter Integration; Mare TV: Die fünfte Folge von „Mare TV“ ist auf Kuba zu Gas; Vom Traumschiff ins indische Niemandsland

Deutsch Klasse – Sprachprogramm
9/13, Einsichten – In der Fernsehserie begleiten wir Migranten in ihrem Alltag – vom Arbeitsamt bis zum Zahnarzt. In der didaktischen Fassung (Sprachprogramm) erklären die Hauptdarsteller der Serie spielerisch die deutsche Sprache. 09:30-10:00 • BR-alpha

Heimatbilder
Dan Grigoreanu aus Passau – Geschichten geglückter Integration

„Entweder tu ich es jetzt – oder nie wieder!“, dachte sich 1987 Dan Grigoreanu kurz vor seiner Flucht vor dem damals diktatorischen Regime in Rumänien. Heute hat der ehemalige nationale Rudermeister seine neue Heimat in Passau gefunden. Er spricht Niederbayerisch mit rumänischem Akzent und ist Pächter des dortigen Rudervereins. Moderator Karnik Gregorian besucht den 50-Jährigen und lässt sich dessen ganz persönliches Passau zeigen, vom Inn bis zum Scharfrichterhaus.

Jeder fünfte Deutsche hat heute einen Migrationshintergrund. Die Sendung Heimatbilder porträtiert Menschen, die aus aller Welt und den unterschiedlichsten Gründen nach Bayern gekommen sind und sich hier zu Hause fühlen. 15:00-15:15 • BR-alpha

Mare TV
5/5, Kuba – Die fünfte Folge von „Mare TV“ ist auf Kuba zu Gast. Hier trifft das Kamerateam auf freundliche und hilfsbereite Menschen, die dem Mangel auf der Karibikinsel äußerst erfindungsreich die Stirn bieten.

Kaum ein anderes Land vereint so viele Gegensätze, Klischees und Träume wie Kuba. Die Menschen, die auf der Karibikinsel leben, nehmen Fremde freundlich auf, begeistern sich für Musik und gelten als äußerst erfindungsreich. So baute zum Beispiel Ismael Lima, der als Fischer im Küstendorf Boca de Camarioca lebt, kurzerhand einen Lkw-Reifenschlauch zum Fischerboot um, weil für ein eigenes stabiles Boot aus Holz das Geld fehlte. Ismael lobt die Vorzüge seines Gummiboots, es sei billig zu warten und leicht zu manövrieren – nur Fische mit Stacheln solle man besser meiden. Währenddessen freuen sich die beiden Reifenflicker Ito und Iván auf den April. In der Nähe der durch die vor fünfzig Jahren gescheiterten Offensive der US-Amerikaner berühmten Schweinebucht findet dann nämlich eine ganz andere Invasion statt: Zehntausende Krabben tragen hier jedes Jahr vier Wochen lang ihre Eier in die offene See. Auf ihrem Weg müssen sie die Küstenstraße überqueren. Und die Krabbenmigration verursacht zahlreiche geplatzte Autoreifen – sehr zur Freude von Ito und Iván. 18:15-19:00 • arte

Vom Traumschiff ins indische Niemandsland
„Incredible India“, unglaubliches Indien – selten war ein Werbeslogan so wahr. Wie kaum ein anderes Land der Erde vereint der indische Subkontinent die verschiedensten Extreme: bittere Armut und märchenhaften Reichtum, moderne Städte und mittelalterliche Kulturstätten, prachtvolle Paläste und dörfliche Idyllen. Für ihren Film „Vom Traumschiff ins indische Niemandsland“ reiste Petra Schulz in den indischen Bundesstaat Madhya Pradesh. Unter anderen traf sie dort den Regisseur Hans-Jürgen Tögel. In Jhabua, wo die Ureinwohner vom Stamm der Bhil in bitterer Armut leben, fand Tögel vor zwölf Jahren seinen Lebenssinn. Bei einer Motivsuche für „Das Traumschiff“ erlebte er dort Kinderelend und Diskriminierung und entschied sich, zu helfen. Spontan baute er „sein“ indisches Projekt auf – eine Schule für die Kinder der Bhil. Seitdem steckt der Regisseur jede freie Minute in sein Hilfsprojekt. 05:40-06:20 • 3sat